In der vorliegenden Arbeit wird das Primär-Thema Open Innovation detailliert ausgeführt und zudem wird in Abschnitt 2.1 das Praxisbeispiel der Tchibo Ideas-Innovationsplattform beschrieben. Im Anschluss daran folgt eine unterteilende Sichtweise dieser von Tchibo verwendeten Ideen-Generierungs-Methode, welche eine Konkretisierung des mit Open Innovation verbundenen dualen Informationstransfers beinhalten wird. Dabei wird eine genauere Beschreibung der beiden Informationsflüsse, aus denen der duale Informationstransfer besteht, und dessen Bedeutsamkeit für die Innovationsleistungen des Unternehmens Tchibo vorgenommen. Anschließend erfolgt eine Erläuterung verschiedener möglicher Motivationen der aktiven Konsumenten, an denen eine nachfolgend genauer analysiert wird, welche gleichzeitig der Schlüssel zu einer gezielt-innovativen Produktdifferenzierungsstrategie darstellt. In Abschnitt 3 der Arbeit wird in einem horizontalen Produktdifferenzierungmodell untersucht, welche Auswirkungen Open Innovation in einer Monopolsituation haben kann. Es wird gezeigt werden, wie eine Öffnung des Innovationsprozesses für beide Marktseiten eine gewinnbringende Wirkung mit sich bringen kann. Im Modell wird ein Gleichgewicht bestimmt und es wird veranschaulicht, wie bei Open Innovation trotz Preiserhöhung die Nachfrage ansteigt, da es Open Innovation-Unternehmen möglich ist, zusätzliche Marktanteile abzugreifen. So wirft die Öffnung des Innovationsprozesses für den Hersteller höhere Profite ab, während die Konsumenten zugleich eine höhere Befriedigung ihrer ungestillten Bedürfnisse erfahren. Ein entscheidender Faktor bei der Analyse ist die Interaktionskompetenz, welche im vorgestellten Modell die Umweltzustände beschreibt, die in einer betrachteten Industrie anzutreffen sind und welche die Effizienz des dualen Informationstransfers (Bedürfnis- und Lösungsinformationen) beschreiben. Sie bestimmt inwieweit sich eine Öffnung des Innovationsprozesses für das Unternehmen lohnt und sich die entsprechenden Resultate auch tatsächlich einstellen. Des Weiteren wird ein Wohlfahrtsvergleich für die Open Innovation-Situation angestellt und es erfolgt eine Gegenüberstellung des für ein Unternehmen optimalen Investitionsniveaus zum sozial optimalen Niveau. Im zweiten Teil des Modells wird ein Rivale hinzukommen, wodurch eine Duopolsituation entsteht. Auch in dieser Wettbewerbssituation werden die eben beschriebenen Phänomene beleuchtet werden.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung.
- 1.1 Innovationen
- 2 Open Innovation. . . . .
- 2.1 Praxisbeispiel Tchibo
- 2.2 Informationstransfer
- 2.2.1 Bedürfnisinformation
- 2.2.2 Lösungsinformation
- 2.3 Motivationen
- 2.3.1 Intrinsische Motivation
- 2.3.2 Extrinsische Motivation
- 3 Produktdifferenzierungsmodell..
- 3.1 Monopolsituation
- 3.2 Duopolsituation
- 4 Fazit.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Diplomarbeit untersucht das Konzept von Open Innovation und analysiert, wie Unternehmen durch die Integration von Konsumenten in den Innovationsprozess sowohl Bedürfnisse als auch Lösungsinformationen gewinnen können. Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung des dualen Informationstransfers für die erfolgreiche Entwicklung und Vermarktung innovativer Produkte.
- Definition und Bedeutung von Open Innovation
- Der duale Informationstransfer: Bedürfnis- und Lösungsinformationen
- Motivationsfaktoren für Konsumenten in Open Innovation-Projekten
- Die Rolle von Open Innovation in der Produktdifferenzierung
- Praxisbeispiel: Die “Tchibo Ideas“-Innovationsplattform
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in das allgemeine Begriffsverständnis von Innovationen ein. Es beschreibt die Herausforderungen für Unternehmen in der heutigen Zeit und die Bedeutung von Innovationen für den Erfolg. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem Konzept von Open Innovation, dem Praxisbeispiel der “Tchibo Ideas“-Innovationsplattform und der Beschreibung des dualen Informationstransfers von Bedürfnis- und Lösungsinformationen. Dieses Kapitel beleuchtet die Motivationen von Konsumenten in Open Innovation-Projekten.
Schlüsselwörter
Open Innovation, dualer Informationstransfer, Bedürfnisinformation, Lösungsinformation, Konsumentenintegration, Produktdifferenzierung, Praxisbeispiel Tchibo, “Tchibo Ideas“-Innovationsplattform, Motivationen.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter dem dualen Informationstransfer bei Open Innovation?
Er besteht aus dem Fluss von Bedürfnisinformationen (was Kunden wollen) und Lösungsinformationen (wie ein Produkt technisch umgesetzt werden kann).
Welches Praxisbeispiel wird für Open Innovation angeführt?
Die Innovationsplattform „Tchibo Ideas“ dient als zentrales Beispiel für die Einbindung von Konsumenten in den Ideen-Generierungsprozess.
Warum beteiligen sich Konsumenten an Open Innovation-Projekten?
Die Motivationen werden in intrinsische Faktoren (Spaß an der Sache) und extrinsische Faktoren (Belohnungen oder Anerkennung) unterteilt.
Welche Auswirkungen hat Open Innovation auf ein Monopol?
Es ermöglicht dem Unternehmen, trotz Preiserhöhungen die Nachfrage zu steigern und zusätzliche Marktanteile durch bessere Bedürfnisbefriedigung zu gewinnen.
Was beschreibt die „Interaktionskompetenz“ im Modell?
Sie beschreibt die Effizienz des Informationstransfers und bestimmt, inwieweit sich die Öffnung des Innovationsprozesses für ein Unternehmen wirtschaftlich lohnt.
- Arbeit zitieren
- Nino Amin Samaan (Autor:in), 2009, Open Innovation - Ein dualer Informationstransfer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153982