Diese Seminararbeit hat zwei Teile. Sie besteht aus einem theoretischen Teil, in dem die Sterbehilfe definiert und erläutert wird sowie aus einem praktischen Teil. Hier wird ein Unterrichtsmodell zur Sterbehilfe dargestellt, welches auf dem Konzept des Handlungsorientierten Lernens beruht und acht Unterrichtsstunden beinhaltet.
Gliederung
1. Einleitung
1.1 Aufbau und Ziel der Untersuchung
2. Theoretischer Teil
2.1. Begrifflichkeit
2.1.1 Der Begriff der Sterbehilfe
2.2 Unterscheidungen der Sterbehilfe
2.2.1 Unterscheidungsmöglichkeiten
2.2.2 Aktive Sterbehilfe
2.2.3 Passive Sterbehilfe
2.2.4 Indirekte Sterbehilfe
2.2.5 Beihilfe zur Selbsttötung
2.3. Sterbebegleitung
2.3.1 Palliativmedizin
2.3.2 Hospiz
2.4 Rechtliche Lage in Deutschland und im europäischen Ausland
2.4.1 Rechtliche Lage in Deutschland
2.4.2 Rechtliche Lage im europäischen Ausland
2.5 Standpunkte zur aktiven Sterbehilfe
2.5.1 Christlicher Standpunkt zur aktiven Sterbehilfe und zur Selbsttötung
2.5.2 Juristischer Standpunkt zur aktiven Sterbehilfe
3. Praktischer Teil
3.1.1 Vorstellung des Unterrichtskonzepts
3.1.2 Handlungsorientiertes Lernen
3.2 Verlauf des Unterrichts
3.2.1 Erste Unterrichtsstunde
3.2.2 Zweite Unterrichtsstunde
3.2.3 Dritte Unterrichtsstunde
3.2.4 Vierte Unterrichtsstunde
3.2.5 Fünfte Unterrichtsstunde
3.2.6 Sechste Unterrichtsstunde
3.2.7 Siebte Unterrichtsstunde
3.2.8 Achte Unterrichtsstunde
4. Schluss
4.1. Fazit: Ist das Thema Sterbehilfe relevant für die Zukunft der Schüler?
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit entwickelt ein handlungsorientiertes Unterrichtskonzept für die gymnasiale Oberstufe, um Schülern eine fundierte Auseinandersetzung mit der ethischen und rechtlichen Komplexität von Sterbehilfe und Sterbebegleitung zu ermöglichen, ohne ihnen eine fertige Meinung aufzuzwingen.
- Theoretische Grundlagen zu Sterbehilfeformen und Sterbebegleitung.
- Rechtliche Situation in Deutschland und europäischen Nachbarländern.
- Ethische und juristische Perspektiven auf das Lebensende.
- Methodik des handlungsorientierten Religionsunterrichts.
- Praktische Unterrichtsplanung in acht strukturierten Einheiten.
Auszug aus dem Buch
2.2.3 Passive Sterbehilfe
Passive Sterbehilfe ist der Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen. Im Falle der passiven Sterbehilfe wird das Sterben zugelassen. Der Patient wird weiterhin grundversorgt, auf intensivmedizinische Maximalversorgung wird aber verzichtet. Lebenserhaltende Maßnahmen werden entweder eingestellt oder gar nicht erst ergriffen. Das heißt es wird auf künstliche Beatmung, Dialyse, Medikamentengabe und auch auf Reanimation verzichtet.
Die Nichtbehandlung einer zusätzlich auftretenden Krankheit, beispielsweise einer Lungenentzündung bei einem Krebspatienten, zählt ebenfalls zur passiven Sterbehilfe. Denn durch die Unterlassung jedes medizinischen Eingriffs, der das Sterben nicht erleichtert, wird zusätzlicher psycho-somatischer Stress vermieden. Und auch das Abschalten eines Atemgerätes wird trotz der aktiven Handlung der passiven Sterbehilfe zugeordnet, da das Sterben zwar zugelassen aber nicht aktiv herbeigeführt wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Das Kapitel thematisiert die Notwendigkeit, das Tabuthema Sterbehilfe im Schulunterricht zu behandeln, und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2. Theoretischer Teil: Hier werden zentrale Begrifflichkeiten, die verschiedenen Arten der Sterbehilfe, deren rechtliche Lage sowie christliche und juristische Standpunkte erläutert.
3. Praktischer Teil: Dieses Kapitel stellt das auf Handlungsorientierung basierende Unterrichtskonzept vor und beschreibt detailliert den Verlauf der acht Unterrichtsstunden.
4. Schluss: Das Fazit bewertet die Relevanz und Eignung des Unterrichtskonzepts für die gymnasiale Oberstufe.
Schlüsselwörter
Sterbehilfe, Sterbebegleitung, Handlungsorientierter Unterricht, Palliativmedizin, Hospiz, Rechtslage, Suizidassistenz, Ethik, Patientenverfügung, Religionsunterricht, Lebensende, Unterrichtskonzept, Patientenrechte, aktive Sterbehilfe, passive Sterbehilfe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Aufarbeitung des sensiblen Themas Sterbehilfe und Sterbebegleitung für Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die theoretische Definition verschiedener Sterbehilfeformen, die aktuelle Rechtslage in Deutschland und Europa sowie die christlichen und juristischen Perspektiven auf den Tod.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist die Erstellung eines praxisnahen Unterrichtskonzepts, das es Schülern ermöglicht, sich ein eigenes, informiertes Urteil zu bilden, ohne in ihrer Meinungsbildung beeinflusst zu werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einem theoretischen Überblick und der Anwendung des didaktischen Modells des handlungsorientierten Religionsunterrichts.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Informationsteil und einen praktischen Teil mit einem konkreten, achtstündigen Unterrichtsverlaufsplan.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Sterbehilfe, Palliativmedizin, Hospizarbeit, Handlungsorientierung und ethische Urteilsbildung.
Wie gehen die Schüler mit den rechtlichen Unterschieden in Europa um?
Die Schüler erarbeiten in Kleingruppen die rechtlichen Rahmenbedingungen in Ländern wie den Niederlanden, Belgien und der Schweiz und diskutieren die gravierenden Unterschiede im Plenum.
Wie stellt die Autorin sicher, dass das Unterrichtskonzept nicht meinungsmanipulativ wirkt?
Durch den handlungsorientierten Ansatz und den Verzicht auf Frontalunterricht werden verschiedene Perspektiven durch die Schüler selbst erarbeitet, wobei Diskussionen von der Lehrperson neutral moderiert werden.
- Quote paper
- Maike Weinberg (Author), 2010, Sterbehilfe und Sterbebegleitung. Ein Unterrichtsmodell, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153977