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Der Anfang und das Ende des Kalten Krieges

Título: Der Anfang und das Ende des Kalten Krieges

Trabajo , 2008 , 24 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Dipl. theol. Peter Hubertus Erdmann (Autor)

Historia de Europa - Historia contemporánea, Unificación europea
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Von 1945 bis etwa 1990 war die Welt in zwei Lager gespalten: Auf der einen Seite standen die westlichen Demokratien unter Führung der Vereinigten Staaten von Amerika (USA), auf der anderen Seite des Grabens positionierten sich die kommunistischen Staaten mit der Sowjetunion (UdSSR) an ihrer Spitze. Für circa. 45 Jahre war dieser weltanschauliche Gegensatz von Kommunismus und westlicher Demokratie das bestimmende Merkmal der Weltpolitik in Form einer machtpolitischen Rivalität gerade zwischen den USA und der UdSSR als Hauptkontrahenten. Trotz des Fehlens einer einheitlichen Definition1 oder auch nur einer allgemein anerkannten Periodisierung der Auseinandersetzung kann man diesen geographischen „Ost-West-Konflikt“ wohl im Kern als einen ideologischen Konflikt zwischen zwei fundamental unterschiedlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystemen bezeichnen. Dabei resultiert die Bezeichnung „Kalter Krieg“ für diesen Systemkonflikt aus dessen besonderen Form der Austragung – obwohl man sich auf alle erdenkliche Weisen anfeindete (politisch-ideologisch, ökonomisch, technisch- wissenschaftlich, kulturell- sozial, über Stellvertreterkriege in Korea und Vietnam etc.), vermieden beide Seiten dennoch eine direkte, konventionell militärische Auseinandersetzung. Obwohl man sich damit ständig am Rande eines Vulkans bewegte, quasi in einem „Totalen Krieg“ lebte, wurde letzten Endes nie ein Schuss abgegeben! Ein Kriegsausbruch lag bei diesem „Nicht-Frieden“ somit immerzu in der Luft, blieb aber von beiden Seiten aus Furcht vor den Folgen eines atomaren Angriffs unausgeführt, d.h. „kalt“, wie erstmalig vom US- Präsidentenberater Bernard Baruch am 16. April 1947 in einer Ansprache erklärt und über das gleichnamige Buch „The Cold War“ des amerikanischen Journalisten Lippmann im Mai 1947 in der Öffentlichkeit großflächig popularisiert wurde.
Mit der Geschichte des „Kalten Krieges“ hat sich die historische Forschung intensiv beschäftigt, besonders mit der Frage, wie es zu dieser unversöhnlichen Konfrontation kommen konnte. Die Aufgabe der vorliegenden Hausarbeit soll nun darin bestehen, in einem ersten Teil den Ursachen für den Beginn des sog. „Kalten Krieges“ nachzugehen, um im zweiten, kürzer gehaltenen Teil mit den Gründen für das Kriegsende zu schließen. Da die Ursachen insgesamt sehr komplex ausfallen und die Literatur zu diesem Thema unüberschaubar geworden ist4, kann mein Versuch der Ursachenbeschreibung nur einige wenige ausgewählte Hauptgründe aufgreifen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Begriffserklärung

2. Der aktuelle Forschungsstand der Themenfrage

3. Die Ursprünge des Kalten Krieges

3.1. Der Zweite Weltkrieg

3.2. Ideologische Unterschiede

3.3. Die Rolle Deutschlands

3.4. Ökonomische Unterschiede

3.5. Militarisierung des Kalten Krieges

4. Das Ende des Kalten Krieges

5. Fazit

5.1. Die Ursachen für den Anfang und das Ende des Kalten Krieges

5.2. Die Periodisierung des Kalten Krieges

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen Ursachen für den Beginn des Kalten Krieges sowie die maßgeblichen Gründe, die schließlich zu dessen Ende führten, wobei sie unterschiedliche historische Forschungsansätze kritisch gegenüberstellt.

  • Historischer Forschungsstand und verschiedene Deutungsmuster des Kalten Krieges.
  • Die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf die geopolitische Lage.
  • Ideologische Differenzen und die Rolle des Systemgegensatzes.
  • Wirtschaftliche Faktoren und die Bedeutung der Bretton-Woods-Beschlüsse.
  • Die Rolle Deutschlands und die beginnende Militarisierung zwischen den Machtblöcken.
  • Reformprozesse und innere Zerfallsprozesse des Ostblocks als Endpunkt des Kalten Krieges.

Auszug aus dem Buch

3.2. Ideologische Unterschiede

Im Verlauf der Verhandlungen während des Zweiten Weltkrieg kamen die unterschiedlichen Ideologien voll zum Tragen: Bezeichnend dafür ist die sog. „Atlantik-Charta“ von 1941, mit der man sich auf eine Nachkriegsordnung zu einigen versuchte, die sich – gemäß amerikanischen, parlamentarischen Demokratievorstellungen – für das Völkerrecht, also für die Selbstständigkeit von Völkern zur Staatengründung und -lenkung, stark machte: „Die Atlantik- Charta war eine in Grundsätze gegossene Form der globalen Bestimmung des nationalen Interesses der USA.“ Nach amerikanischen Vorstellungen sollte das Selbstbestimmungsrecht der Völker die unteilbare Freiheit garantieren. Territoriale Veränderungen waren nur mit Zustimmung der betroffenen Bevölkerung zulässig.

Die UdSSR dagegen forderte die Einsetzungen sowjetfreundlicher Regierungen in den Nachbarländern der UdSSR und damit einen bestimmten Grad von Einmischung in deren innere Angelegenheiten – ein Gürtel von „Satellitenstaaten“ in Ost- und Mitteleuropa sollte sowohl dem ausgeprägten sowjetischen Sicherheitsbedürfnis als auch dem Streben nach Ausdehnung des kommunistischen Herrschaftsbereiches gerecht werden. Stalin beharrte auf der Verwirklichung eines Machtkonzeptes, das der Sowjetunion eine Einflusssphäre in Osteuropa zuerkennen sollte, während Roosevelt weiter auf einer „Politik der offenen Türe“ und der Verwirklichung demokratischer Gesellschaftssysteme in allen Ländern beharrte. Demnach bestand bereits während der Anti-Hitler-Koalition eine prinzipielle ideologische Unvereinbarkeit zwischen den Rooseveltschen Vorstellungen einer „gemeinsamen Weltordnung“ nach dem Modell eines liberal- demokratischen Liberalismus auf der einen und den Stalinistischen Forderungen zur Erfüllung der sowjetischen Sicherheitsbedürfnisse und der kommunistischen Weltrevolution auf der anderen Seite.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Begriffserklärung: Dieses Kapitel definiert den Kalten Krieg als ideologischen Konflikt zwischen den Machtblöcken unter Führung der USA und der UdSSR und führt in die Thematik ein.

2. Der aktuelle Forschungsstand der Themenfrage: Hier werden die verschiedenen historiographischen Schulen – Traditionalisten, Revisionisten und Postrevisionisten – analysiert, um die unterschiedlichen Deutungen zur Schuldfrage und Entstehung aufzuzeigen.

3. Die Ursprünge des Kalten Krieges: Dieses zentrale Kapitel untersucht die vielfältigen Ursachen, angefangen beim Zweiten Weltkrieg über ideologische und ökonomische Differenzen bis hin zur speziellen Rolle Deutschlands und der beginnenden Militarisierung.

4. Das Ende des Kalten Krieges: Der Abschnitt widmet sich den Reformprozessen der Ära Gorbatschow und weiteren Faktoren, die zum Zerfall des sowjetischen Einflussbereichs und zum Ende des Kalten Krieges führten.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Komplexität der Ursachenforschung und diskutiert die Problematik der zeitlichen Periodisierung des Konflikts.

Schlüsselwörter

Kalter Krieg, USA, UdSSR, Systemkonflikt, Ideologie, Bretton Woods, Ideologien, Containment-Politik, Satellitenstaaten, Jalta-Konferenz, Michail Gorbatschow, Perestroika, Truman-Doktrin, Marshallplan, Militarisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen Analyse des Kalten Krieges, insbesondere mit den Ursachen für seinen Beginn und den Gründen für sein Ende.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Schwerpunkte sind die ideologischen Gegensätze, die ökonomischen Machtstrukturen der Nachkriegszeit, die Rolle Deutschlands sowie die militärische Blockbildung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, die komplexen und vielschichtigen Ursachen für die Entstehung sowie das Ende des Kalten Krieges unter Berücksichtigung unterschiedlicher Forschungspositionen darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur und der Gegenüberstellung verschiedener historiographischer Forschungsmeinungen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Entstehungsursachen, wie ideologische Divergenzen und wirtschaftliche Machtverhältnisse, sowie die Analyse der Prozesse, die zum Ende des Ost-West-Konflikts führten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Systemgegensatz, Containment-Politik, Satellitenstaaten, sowie den Reformprozess unter Gorbatschow beschreiben.

Wie bewertet der Autor die Schuldfrage des Kalten Krieges?

Der Autor stellt fest, dass es keine monokausale Erklärung gibt und verweist stattdessen auf das komplexe Zusammenwirken ideologischer und ökonomischer Faktoren auf beiden Seiten.

Welchen Einfluss hatte die Wirtschaftspolitik auf die Eskalation?

Die Arbeit verdeutlicht, dass ökonomische Differenzen, manifestiert in Institutionen wie IWF und Weltbank sowie im Marshallplan, maßgeblich zur Blockbildung und finanziellen Isolation des Ostblocks beitrugen.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Anfang und das Ende des Kalten Krieges
Universidad
University of Münster  (Historisches Seminar)
Curso
Aktuelle Kontroversen zur deutschen und europäischen Geschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart
Calificación
2,0
Autor
Dipl. theol. Peter Hubertus Erdmann (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
24
No. de catálogo
V153660
ISBN (Ebook)
9783640657872
ISBN (Libro)
9783640658596
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kalter Krieg Ost-West-Konflikt Cold War UdSSR USA
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dipl. theol. Peter Hubertus Erdmann (Autor), 2008, Der Anfang und das Ende des Kalten Krieges, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153660
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