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Whiteness in der Literatur und im Kino der Gegenwart

Eine Analyse am Beispiel des Romans und gleichnamigen Films "Losing Isaiah"

Título: Whiteness in der Literatur und im Kino der Gegenwart

Tesis de Maestría , 2008 , 125 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Therese Hochhuth (Autor)

Medios / Comunicación - Comunicación profesional
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Im gesellschaftlichen Gefüge unterliegt der einzelne Mensch zahlreichen Klassifizierungen nach untereinander verschränkten Kategorien wie etwa „Rasse“, Klasse oder Geschlecht. Eine dominierende Machtposition innerhalb dieser Gesellschaftsstrukturen nehmen dabei Weiße Menschen ein, deren Whiteness einen gewaltvollen Einfluss auf das Leben Nicht-Weißer Menschen hat. Die Untersuchung dieser Hegemonie Weißer Dominanz und den daraus resultierenden Privilegien der Weißen Bevölkerungsgruppe ist das Hauptanliegen der sogenannten ‚Critical Whiteness Studies‘.
Das Vorherrschen Weißer Allmacht zeigt sich auch immer wieder in medialen Erzeugnissen, in denen Whiteness oftmals reproduziert und nur selten kritisch reflektiert wird. Medienkulturelle Produkte tragen zur Identitätsbildung bei und formen die Vorstellungen des Einzelnen von Individualität, seine Auffassungen von Männlichkeit und Weiblichkeit, von Klasse, Ethnizität, „Rasse“, Nationalität und Sexualität. Medien bieten Symbole und Mythen an, durch die Individuen sich selbst in den sie umgebenden Kulturkreis einordnen können. Im Extremfall wird das wirkliche Leben durch die Medienrealität abgelöst und das eigene Denken und Handeln maßgeblich durch sie beeinflusst. Hieraus leitet sich die These ab, dass Medien mittels ihrer emotionalen Ansprache in den Meinungsbildungsprozess eingreifen und eine große Wirkungsmacht auf den einzelnen Menschen haben können.
In der vorliegenden Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern die beiden Medien Literatur und Film von einer dominanten Weißen Sichtweise geprägt sind. Durch ihre besondere Eigenschaft der Unsichtbarkeit ist es notwendig, Whiteness als ein Konstrukt auch im medialen Kontext sichtbar zu machen und ihre Reproduktion aufzudecken. Die folgende Analyse will exemplarisch aufzeigen, dass unsere Lebensansichten von gesellschaftlich erlernten Weißen Normen beeinflusst sind und durch Medieninhalte immer wieder bestätigt und erneuert werden. Zu diesem Zweck soll vor dem theoretischen Hintergrund der Critical Whiteness Studies eine Analyse des Romans und gleichnamigen Films Losing Isaiah durchgeführt werden.
Das Analysepotential von Losing Isaiah liegt in der ausgeprägt dichotomen Darstellung der Figuren, die die relationale Eigenschaft von Whiteness deutlich widerspiegeln. Weiße und Schwarze Menschen scheinen in dem Werk weder gleichrangig angelegt noch familiär vereinbar zu sein.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Gliederung

1.3 Stand der Whiteness-Literatur

2 THEORIE DER CRITICAL WHITENESS STUDIES

2.1 Historischer Kontext und Entwicklung der Critical Whiteness Studies

2.2 Definitionen von Whiteness

2.3 Whiteness in der Literatur

2.4 Whiteness im (Hollywood-)Film

3 VERGLEICHENDE ANALYSE VON WHITENESS IN DER LITERATUR UND IM FILM AM BEISPIEL VON LOSING ISAIAH

3.1 Auswahl des Untersuchungsgegenstandes und Kurzbeschreibung

3.2 Metakategorien von Whiteness im Roman und Film Losing Isaiah

3.2.1 Gesellschaftliche Aspekte von Whiteness in Losing Isaiah

3.2.1.1 Beruf und Wohlstand

3.2.1.1.1 Kapitalismus als Negativkriterium im Roman

3.2.1.1.2 Khailas Preis für Whiteness im Film

3.2.1.2 Bildung und Intellekt

3.2.1.2.1 Mensch-Tierdichotomie im Roman

3.2.1.2.2 Khailas Erweiterte Kompetenzen im Film

3.2.1.3 Heim als Zuflucht

3.2.1.3.1 Weißes Netzwerk Manhattan im Roman

3.2.1.3.2 Mangel an Rückzugsmöglichkeiten im Film

3.2.2 Religiöse Aspekte von Whiteness in Losing Isaiah

3.2.2.1 Familie und Mutterschaft als christliche Grundwerte

3.2.2.1.1 Widersprüchliche Darstellung Margarets im Roman

3.2.2.1.2 Khailas Stigmatisierung im Film

3.2.2.2 Allmachtsfantasien eines Weißen Messias

3.2.2.2.1 Weiße Errettungen im Roman

3.2.2.2.2 Hinterfragung des Weißen Messias im Film

3.2.3 Erzieherische Aspekte von Whiteness in Losing Isaiah

3.2.3.1 Trennungstrauma oder kulturelle Entfremdung im Roman

3.2.3.2 Zerreißen der heilen Familie im Film

3.2.4 Vergleichende Betrachtung der Enden von Roman und Film

4 SCHLUSSBETRACHTUNGEN

4.1 Fazit

4.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Reproduktion von Whiteness in Literatur und Film am Beispiel des Romans und der gleichnamigen Verfilmung Losing Isaiah. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie hegemoniales Weißsein als gesellschaftlicher Standard gesetzt wird, welche Privilegien damit verbunden sind und wie durch diese Konstruktion Nicht-Weiße Menschen in Unterhaltungsmedien stereotypisiert und marginalisiert werden.

  • Analyse der Critical Whiteness Studies und deren Bedeutung für mediale Diskurse
  • Herausarbeitung gesellschaftlicher, religiöser und erzieherischer Metakategorien von Whiteness
  • Vergleichende Untersuchung der Konstruktion von Weißsein und Schwarzsein in Buch und Film
  • Kritische Reflexion der Rolle des "Weißen Messias" und der "Farbenblindheit" als Machtinstrumente

Auszug aus dem Buch

3.2.1.1.2 Khailas Preis für Whiteness im Film

Im Film wird zunächst Khaila Richards als Figur eingeführt. Es wird gezeigt, wie sie Isaiah stillt und ihn dann in einem Pappkarton im Müll ablegt, um sich selbst neue Drogen zu beschaffen. Aufgrund von Diebstahl und Drogenbesitzes wird sie anschließend verhaftet und gelangt in eine Rehabilitationsanstalt. Nach ihrer Entlassung sucht sie sich ein Zimmer, einen Job und absolviert ein Lese- und Schreiblernprogramm. Diese drei scheinbaren Selbstverständlichkeiten sind für Khaila von großer Bedeutung: Zum ersten Mal in ihrem Leben bewohnt sie ein eigenes Zimmer, verdient Geld und lernt Lesen und Schreiben. Wie im Roman auch ist Khaila Hausangestellte bei einer Weißen Familie, reinigt deren Haus und passt auf die kleine Tochter auf, während die Eltern bei der Arbeit sind.

Auch im Film wird von Seiten ihrer Arbeitgeber keine Rücksicht auf sie genommen und selbstverständlich vorausgesetzt, dass sie länger bleiben kann und stets zur Verfügung steht. Khaila bleibt also im Häuslichen verhaftet, eigene Bedürfnisse werden ihr abgesprochen. Sie wird dennoch als verantwortungsbewusst, vor allem im Umgang mit Kindern, gezeigt. Ihr Pflichtgefühl gegenüber dem betreuten Kind lässt sich in der Szene ablesen, in der sie zum ersten Mal ihrem eigenen Sohn begegnet und ihn kurz auf dem Arm hält. Sie entscheidet sich schließlich für die Bedürfnisse des Weißen Mädchens, als dieses zu weinen beginnt: Sie lässt Isaiah los und sich trennt sich vorerst wieder von ihm.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Definiert die Forschungsfrage nach der dominanten Weißen Sichtweise in Literatur und Film und führt in die theoretische Basis der Critical Whiteness Studies ein.

2 THEORIE DER CRITICAL WHITENESS STUDIES: Erläutert den historischen Kontext, Definitionen von Whiteness sowie deren Manifestation in Literatur und Film.

3 VERGLEICHENDE ANALYSE VON WHITENESS IN DER LITERATUR UND IM FILM AM BEISPIEL VON LOSING ISAIAH: Analysiert detailliert die gesellschaftlichen, religiösen und erzieherischen Aspekte von Whiteness im direkten Vergleich zwischen Roman und Film.

4 SCHLUSSBETRACHTUNGEN: Fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und zieht ein Fazit über die Wirksamkeit der Whiteness-Reproduktionsmechanismen, gefolgt von einem Ausblick auf weitere Forschungsfelder.

Schlüsselwörter

Critical Whiteness Studies, Whiteness, Rassismus, Mediale Repräsentation, Losing Isaiah, Hegemonie, Weißes Privileg, Stereotypisierung, Rassifizierte Sprache, Weißer Messias, Adoptionsgeschichte, Intersektionalität, Marginalisierung, Identitätsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie das gesellschaftliche Konstrukt des "Weißseins" (Whiteness) in medialen Erzählungen, hier am Beispiel von "Losing Isaiah", reproduziert, legitimiert und als unsichtbare Norm gesetzt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Autorin betrachtet vor allem die gesellschaftliche Hierarchie, religiöse Symbolik im Kontext von Mutterschaft sowie erzieherische Aspekte und deren Auswirkungen auf die Charakterisierung von Weißen und Schwarzen Figuren.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, hegemoniales Weißsein als durchgängigen Standard aufzudecken und zu zeigen, wie Medien mittels emotionaler Ansprache in den Meinungsbildungsprozess eingreifen und rassistische Strukturen festigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert theoretisch auf den "Critical Whiteness Studies" und führt eine vergleichende, diskursanalytische Untersuchung des Romans und des Films durch, um metakategorische Aspekte von Whiteness herauszuarbeiten.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Themen wie Beruf und Wohlstand, Bildung und Intellekt, Heim als Zuflucht, christlich geprägte Mutterschaftsideale und der Typus des "Weißen Messias" gegenübergestellt.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Kritische Weißseinsforschung, hegemoniale Strukturen, mediale Stereotypisierung, Rassismus, kulturelle Identitätsbildung und Privilegienanalyse sind die prägenden Begriffe.

Warum wird gerade der Film "Losing Isaiah" als Beispiel gewählt?

Die Autorin sieht in dem Werk das Transferpotential, Whiteness nachzuweisen, da hier Schwarz- und Weißsein als unvereinbare Gegensätze verhandelt werden, was die relationale Eigenschaft von Whiteness verdeutlicht.

Welche besondere Rolle spielt die "Richterin" am Ende des Films?

Die Richterin fungiert laut Analyse als Stellvertreterin des Weißen Kollektivs, die die Rückkehr zur traditionellen Weißen Ordnung erzwingt und somit das "Abweichen" durch eine Adoption eines nicht-weißen Kindes sanktioniert.

Was sagt die Autorin zur Rolle des "Weißen Messias"?

Der "Weiße Messias" ist eine Retterfigur, die Nicht-Weiße vor dem Untergang bewahren soll. Margaret Lewin wird im Film als eine solche Gestalt inszeniert, deren vermeintliche Güte ihre privilegierte Position maskiert.

Final del extracto de 125 páginas  - subir

Detalles

Título
Whiteness in der Literatur und im Kino der Gegenwart
Subtítulo
Eine Analyse am Beispiel des Romans und gleichnamigen Films "Losing Isaiah"
Universidad
University of Lüneburg  (Institut für Sprache und Kommunikation)
Calificación
1,3
Autor
Therese Hochhuth (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
125
No. de catálogo
V151511
ISBN (Ebook)
9783640636518
ISBN (Libro)
9783640636396
Idioma
Alemán
Etiqueta
Whiteness Literatur Kino Gegenwart Losing Isaiah Mutter Film Roman Klasse Geschlecht "Rasse" Weißsein Mutterschaft Familie Bildung Intellekt Beruf Wohlstand Grundwerte christlich religiös Allmachtsfantasien Messias Konstrukt Herrschaft Identität Ethnizität Kulturkreis Privileg Unterdrückung Symbolik Stereotypisierung Adoption Pflegeeltern Mutterliebe biologisch Rettung Urteil Prozess "Hautfarbe" weiß schwarz
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Therese Hochhuth (Autor), 2008, Whiteness in der Literatur und im Kino der Gegenwart, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151511
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Extracto de  125  Páginas
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