In der heutigen Zeit ist ein professioneller Webauftritt eines jeden Unternehmens bereits zu einem Standard geworden. Kleine und mittelständische Unternehmen können sich oftmals von ihrer Konkurrenz kaum noch differenzieren. WCMS (Web-Content-Management-Systeme) bieten die Möglichkeit, das Unternehmen sowohl nach außen wie auch nach innen besser zu präsentieren.
Die Auswahl des geeigneten WCMS ist für jedes Unternehmen schwierig und verursacht Unsicherheiten während des Auswahlprozesses. Denn allein in Deutschland stehen den Anwendern einige Hundert WCMS zur Verfügung. Für Unternehmen, die sich für ein Open-Source-WCMS entscheiden, ist es wichtig, ein System auszuwählen, das auch in Zukunft den Anforderungen des Unternehmens genügt sowie weiterentwickelt wird.
Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser ein grundlegendes Verständnis der WCMS zu verschaffen und einige Möglichkeiten zur Auswahl aufzuzeigen. Des Weiteren soll dem Leser die Wichtigkeit der Anwendung von geeigneten Analyseinstrumenten für die Auswahl von Anwendungssystemen kenntlich gemacht werden, denn unabhängig von der Art und Größe des Unternehmens ist es notwendig, die Anforderungen an ein WCMS zu identifizieren und dementsprechend ein geeignetes auszuwählen.
Die nachfolgenden beiden Kapitel dieser Arbeit bieten einen komprimierten Überblick über die Grundlagen von WCMS. Sie beinhalten Definitionsansätze der Begriffe Content, Content Management sowie WCMS. Des Weiteren werden der geschichtliche Hintergrund sowie die Aufgaben und Ziele eines Content-Management-Systems und WCMS erläutert. Anschließend werden zwei Open-Source-WCMS vorgestellt und diese mittels einer Nutzwertanalyse verglichen. Auf die betrieblichen Erfordernisse sowie die Entscheidungsgrundlagen wird ebenfalls eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Einführung in Content Management
2.1 Was ist Content?
2.2 Was ist Content Management?
2.3 Geschichtlicher Hintergrund
2.4 Aufgaben und Ziele eines Content Managements
3 Web-Content-Management-Systeme
3.1 Begriffserklärung
3.2 Entstehung und Entwicklung
3.3 Komponenten
3.4 Aufgaben und Einsatzbereiche
4 WCMS für kleine und mittelständische Unternehmen
4.1 Open-Source-Anwendungen
4.1.1 Plone
4.1.2 Typo3
4.2 Betriebliche Erfordernisse
4.2.1 Installation
4.2.2 Konfiguration
4.2.3 Administration
4.2.4 Dokumentation
4.2.5 Unterstützung und Support
4.2.6 Fehlende Weiterentwicklung
4.3 Entscheidungsgrundlagen
4.4 Durchführung einer Nutzwertanalyse
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht Web-Content-Management-Systeme (WCMS) im Hinblick auf deren Eignung für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Das primäre Ziel besteht darin, dem Leser ein grundlegendes Verständnis für WCMS zu vermitteln und Kriterien sowie Analysemethoden für eine fundierte Auswahlentscheidung bei Open-Source-Systemen aufzuzeigen.
- Grundlagen und Definitionen von Content und Content Management
- Funktionsweise und Komponenten von Web-Content-Management-Systemen
- Anforderungen an WCMS in kleinen und mittelständischen Unternehmen
- Vergleich der Open-Source-Lösungen Plone und Typo3
- Methodik zur Entscheidungsfindung mittels Nutzwertanalyse
Auszug aus dem Buch
3.3 Komponenten
In diesem Kapitel werden die wesentlichen Komponenten eines WCMS aufgeführt. Die Komponenten des WCMS können in die drei Bereiche Content Management, Workflowmanagement und weitere Kernkomponenten untergliedert werden, dargestellt in der nachfolgenden Tabelle.
Systemkomponente Beschreibung
Content Management
Authoring: Erstellung der Contentinhalte und Einfügen der extern erstellten Content in die Repository
Repository: System zur Ablage von Content und Objekten
Versionierung: Stellt eine Versionsverwaltung dar
Workflowmanagement
Freigabezyklen: Workflow zur Regelung der Freigabeberechtigungen
Rechtekonzept: Rechteverwaltung der Benutzer und Gruppen
Check-in / Check-out: Verwaltung und Regelung der Schreib- und Leserechte der Nutzer auf ein Content
Weitere Kernkomponenten
Benutzerverwaltung: Verwaltung der Nutzer und Nutzergruppen mit deren Rechten
Export-/Import Schnittstelle: Importieren und Exportieren von Contentobjekten aus bzw. in andere Systeme
API: Schnittstelle zur Anbindung von Erweiterungen an das bestehende WCMS
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Webauftritten für KMU ein und beschreibt das Ziel der Arbeit sowie die methodische Vorgehensweise.
2 Einführung in Content Management: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe Content und Content Management, beleuchtet den historischen Hintergrund und erläutert die primären Aufgaben und Ziele.
3 Web-Content-Management-Systeme: Hier werden WCMS als technische Plattformen erklärt, ihre Entstehung nachgezeichnet und die wesentlichen funktionalen Komponenten sowie Einsatzbereiche dargelegt.
4 WCMS für kleine und mittelständische Unternehmen: Dieser Hauptteil analysiert Open-Source-Systeme (Plone, Typo3) und erörtert betriebliche Erfordernisse sowie Entscheidungsgrundlagen für KMU inklusive einer Nutzwertanalyse.
5 Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Einführung eines Systems eine strategische Entscheidung erfordert, bei der neben technischen Aspekten auch Kosten, Know-how und Zukunftsfähigkeit eine zentrale Rolle spielen.
Schlüsselwörter
Content Management, WCMS, Open Source, KMU, Nutzwertanalyse, Plone, Typo3, Content-Strategie, Web-Technologien, Softwareauswahl, Workflowmanagement, Systemanforderungen, Digitalisierung, Internetauftritt, Benutzerverwaltung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit Web-Content-Management-Systemen (WCMS) und bewertet deren Einsatz speziell für kleine und mittelständische Unternehmen im Kontext von Open-Source-Lösungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Aufgaben von Content Management, die technologischen Grundlagen von WCMS sowie die spezifischen Anforderungen und Auswahlkriterien für Unternehmen bei der Implementierung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, dem Leser ein Verständnis für WCMS zu vermitteln und Kriterien sowie Analyseinstrumente an die Hand zu geben, um ein für das jeweilige Unternehmen geeignetes System auszuwählen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Zur methodischen Bewertung der Softwarelösungen wird eine Nutzwertanalyse angewandt, um die verschiedenen Anforderungen und Funktionalitäten systematisch zu vergleichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert betriebliche Erfordernisse wie Installation, Konfiguration und Support, stellt die Open-Source-Systeme Plone und Typo3 vor und führt eine Nutzwertanalyse für diese durch.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie WCMS, Open Source, Content Management, Nutzwertanalyse, KMU, Systemauswahl und Software-Architektur beschreiben.
Warum wird im Kontext von Open-Source-Systemen eine Nutzwertanalyse empfohlen?
Da Open-Source-Systeme eine hohe Anpassungsfähigkeit bieten, hilft die Nutzwertanalyse, die subjektive Einschätzung relevanter Zielkriterien in eine messbare und vergleichbare Struktur zu überführen.
Welche Empfehlung gibt der Autor für kleine bis mittelständische Unternehmen?
Auf Basis der durchgeführten Nutzwertanalyse empfiehlt der Autor für KMU die Nutzung von Typo3, da Plone aufgrund seiner hohen funktionalen Komplexität eher für große Unternehmen ausgelegt ist.
- Citation du texte
- Demet Kocakurt (Auteur), 2010, Web-Content-Management-Systeme im Wandel der Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151277