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Ziele von Sozialpolitik in der DDR

Título: Ziele von Sozialpolitik in der DDR

Trabajo Escrito , 2009 , 29 Páginas

Autor:in: Dipl. Sozpäd./Sozarb. (FH) Rene Böhme (Autor)

Politíca - Otros temas
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Das sozialpolitische System der DDR wird vorgestellt und die Ziele dezidiert herausgearbeitet. Diese werden dann mit modernen westlichen Vorstellungen von Wohlfahrtsstaatlichkeit verglichen und Rückschlüsse auf heutige Entwicklungen gezogen.
Note war 1,3 am Zentrum für Sozialpolitik, Uni Bremen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorien von Wohlfahrtsstaatlichkeit

2.1 Definition und Abgrenzung

2.2 Entstehungskräfte und Entwicklungsdeterminanten

2.3 Wirkungen und Probleme

2.4 Funktionen und Ziele

3. Kernelemente der Sozialpolitik in der Deutschen Demokratischen Republik

3.1 Recht auf Arbeit

3.2 Sozialversicherung

3.3 soziale Sicherung im Reproduktionsbereich

3.3.1 Subventionierung des Grundbedarfs

3.3.2 Familien- und Frauenförderung

3.3.3 Wohnungspolitik

3.4 betriebliche Sozialpolitik

3.5 Zusatzversorgungssysteme

4. Zielsetzungen von Sozialpolitik in der Deutschen Demokratischen Republik

4.1 soziale Sicherheit durch Gewährung einer Grundversorgung

4.2 einheitliche Absicherung gegen zentrale Lebensrisiken

4.3 Reproduktion bzw. die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf

4.4 Gleichbehandlung und Chancengleichheit

4.5 Wohnungsfürsorge

4.6 Arbeitsplatzgarantie, ökonomische Funktion und betriebliche Sozialpolitik

4.7 Legitimierung und Stabilisierung des Systems, Klassenkampffunktion

5. Vergleich und Bewertung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ziele der Sozialpolitik in der DDR und vergleicht diese mit dem heutigen westlichen Verständnis von Wohlfahrtsstaatlichkeit, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Aufgaben und Funktionen herauszuarbeiten.

  • Theoretische Einordnung von Wohlfahrtsstaatlichkeit
  • Kernelemente der DDR-Sozialpolitik (Recht auf Arbeit, Sozialversicherung etc.)
  • Analyse der sieben zentralen sozialpolitischen Zielvorgaben der DDR
  • Vergleichende Bewertung zwischen sozialistischer Sozialpolitik und modernen Modellen
  • Untersuchung politischer Instrumentalisierung und Systemstabilisierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Recht auf Arbeit

Das „Prunkstück der Sozialpolitik“ war das im Gesetz der Arbeit vom 01.05.1950 erstmals postulierte Recht auf Arbeit, das in der Ansicht Ritters bis heute das von der Bevölkerung am positivsten beurteilte Wesensmerkmal wohlfahrtsstaatlicher Maßnahmen in der DDR darstellt. Der Anspruch wurde für den allergrößten Teil der erwerbsfähigen Bevölkerung eingelöst durch eine Garantie eines Arbeitsplatzes und eines Arbeitseinkommens, das von Mindestlohnvorschriften geschützt wurde, sowie durch die Ausgestaltung von Erwerbsverhältnissen in arbeitnehmerfreundlicher Art und Weise.

Die Arbeitsplatzgarantie wurde umgesetzt durch einen strengen Kündigungsschutz und die Oberhoheit der Politik über die Wirtschaft, erleichternd hinzu kamen eine – infolge niedriger Produktivität – hohe Arbeitskräftenachfrage und ein – bedingt durch massenhafte Abwanderung in die BRD – niedriges Arbeitskräfteangebot. Im Ergebnis standen Beschäftigungsquoten, die wesentlich über dem Niveau westeuropäischer Staaten lagen und die eine Differenzierung unter den Geschlechtern kaum erkennen ließ, auch wenn Frauen das Angebot der Teilzeitarbeit verstärkt in Anspruch nahmen. Des Weiteren wurde im Laufe der Jahre die Arbeitslosenversicherung obsolet, was deren Abschaffung im Jahre 1978 letztendlich zur Folge hatte. Auch wenn das DDR-Regime mit dem Recht auf Arbeit der im Sozialismus hohen Funktion von Erwerbstätigkeit als wichtigster Lebens- und Entwicklungsbereich für den Menschen gerecht wurde, bleibt ein fader Beigeschmack: So ist nicht zu verkennen, dass die Akzentuierung im Laufe der Jahre verstärkt in Richtung einer repressiven Pflicht zur Arbeit ging, Arbeiter überwiegend vormundschaftlich behandelt und ihrer Mitbestimmung beraubt wurden und die Wirtschaft unter den Kosten und Produktionsdefiziten zu leiden hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und der Herangehensweise an die vergleichende Analyse der Sozialpolitik in der DDR und im westlichen Verständnis.

2. Theorien von Wohlfahrtsstaatlichkeit: Erarbeitung eines theoretischen Rahmens zur Einordnung der Funktionen und Ziele von Sozialpolitik anhand aktueller wissenschaftlicher Publikationen.

3. Kernelemente der Sozialpolitik in der Deutschen Demokratischen Republik: Darstellung der fünf tragenden Säulen der DDR-Sozialpolitik, inklusive der jeweiligen gesetzlichen Rahmenbedingungen.

4. Zielsetzungen von Sozialpolitik in der Deutschen Demokratischen Republik: Detaillierte Analyse von sieben zentralen Aufgabenfeldern, die das sozialpolitische Handeln des Regimes maßgeblich prägten.

5. Vergleich und Bewertung: Systematischer Abgleich der DDR-Ziele mit den allgemeinen Funktionen von Wohlfahrtsstaatlichkeit und Interpretation der Ergebnisse.

6. Fazit: Zusammenfassende Reflexion der Arbeit und Hinweis auf den fortbestehenden Forschungsbedarf angesichts aktueller sozialstaatlicher Tendenzen.

Schlüsselwörter

Sozialpolitik, DDR, Wohlfahrtsstaat, Recht auf Arbeit, Sozialversicherung, Familienpolitik, Wohnungsfürsorge, Zielsetzung, Systemstabilisierung, Leistungsprinzip, Planwirtschaft, Beschäftigungssystem, Zusatzversorgungssysteme, Reproduktion, Sozialistisches System.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ziele und Funktionen der Sozialpolitik in der DDR und stellt diese in den Kontext allgemeiner wohlfahrtsstaatlicher Theorien.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind das Recht auf Arbeit, das Sozialversicherungssystem, die Sicherung im Reproduktionsbereich, betriebliche Sozialpolitik sowie spezielle Zusatzversorgungssysteme.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwieweit sich die Aufgaben und Ziele der DDR-Sozialpolitik mit heutigen westlichen Vorstellungen von Wohlfahrtsstaatlichkeit decken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein systematischer Vergleich auf Basis von Literaturanalysen durchgeführt, bei dem Sozialpolitikmodelle von Autoren wie Kaufmann oder Badelt/Österle auf die DDR angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Kernelemente der DDR-Sozialpolitik und die detaillierte Untersuchung sieben spezifischer Zielvorgaben des sozialistischen Staates.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Sozialpolitik, DDR, Wohlfahrtsstaat, Recht auf Arbeit, Familienpolitik und Systemstabilisierung.

Welche Rolle spielte die betriebliche Sozialpolitik in der DDR?

Sie fungierte als zentrales Instrument, um Arbeitskräfte zu binden, Mängel in der Versorgung auszugleichen und die Motivation sowie Produktivität in volkseigenen Betrieben zu steigern.

Warum war das „Recht auf Arbeit“ so bedeutend?

Es bildete das „Prunkstück“ der DDR-Sozialpolitik, da es nicht nur eine Arbeitsplatzgarantie darstellte, sondern auch eng mit der gesellschaftlichen Identität und der Disziplinierung der Werktätigen verknüpft war.

Inwiefern weist die DDR-Sozialpolitik eine „Janusköpfigkeit“ auf?

Sie vereinte einerseits reale soziale Absicherungsleistungen, war aber andererseits stark von politischer Instrumentalisierung, dem Ausschluss Andersdenkender und der repressiven Pflicht zur Arbeit geprägt.

Final del extracto de 29 páginas  - subir

Detalles

Título
Ziele von Sozialpolitik in der DDR
Universidad
University of Bremen
Autor
Dipl. Sozpäd./Sozarb. (FH) Rene Böhme (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
29
No. de catálogo
V150677
ISBN (Ebook)
9783640621248
ISBN (Libro)
9783640621842
Idioma
Alemán
Etiqueta
DDR Ziele Sozialpolitik Vergleich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dipl. Sozpäd./Sozarb. (FH) Rene Böhme (Autor), 2009, Ziele von Sozialpolitik in der DDR, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150677
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