1939 erschuf Bob Kane eine Comic-Figur, die bis heute für Aufsehen sorgt. Batman. Eine Figur, hinter dem sich eigentlich der superreiche Bruce Wayne verbirgt, der aber nachts als Batman versucht, als gesetzloser Rächer in Gotham City für Recht und Ordnung zu sorgen. Meine Hausarbeit beschäftigt sich mit den bislang sechs veröffentlichten Batman-Filmen von 1989-2009 und will sich der Frage widmen, inwieweit die „Rache“ in den jeweiligen Verfilmungen eine Rolle spielt. Dabei möchte ich zunächst kurz den Begriff „Rache“ definieren, dann auf die Figur Batman und den damit verbundenen Comic sowie die Handlungen der Realverfilmungen eingehen, daraufhin anhand der Filme die oben genannte Frage analysieren, bevor ich schlussendlich meine Ergebnisse am Ende in einem Fazit noch einmal kurz zusammenfassen möchte.
Inhaltsverzeichnis
1 Fragestellung
2 Definition des Begriffs „Rache“
3 Batman: Der Comic und die Filme
3.1 Der Comic
3.2 Die Batman-Filme zwischen 1989 und 2008
3.2.1 Batman (Regie: Tim Burton, 1989)
3.2.2 Batman Returns (Regie: Tim Burton, 1992)
3.2.3 Batman Forever (Regie: Joel Schumacher, 1995)
3.2.4 Batman & Robin (Regie: Joel Schumacher, 1997)
3.2.5 Batman Begins (Regie: Christopher Nolan, 2005)
3.2.6 The Dark Knight (Regie: Christopher Nolan, 2008)
4 Inwieweit spielt die „Rache“ in den Batman-Filmen zwischen 1989 und 2008 eine Rolle?
4.1 Batman (Regie: Tim Burton, 1989)
4.2 Batman Returns (Regie: Tim Burton, 1992)
4.3 Batman Forever (Regie: Joel Schumacher, 1995)
4.4 Batman & Robin (Regie: Joel Schumacher, 1997)
4.5 Batman Begins (Regie: Christopher Nolan, 2005)
4.6 The Dark Knight (Regie: Christopher Nolan, 2008)
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Rachemotivs in den Batman-Verfilmungen des Zeitraums 1989 bis 2008. Ziel ist es, zu analysieren, wie sich dieses Motiv in den Handlungen der verschiedenen Filme manifestiert und wie die Protagonisten sowie ihre Gegenspieler damit umgehen.
- Definition des Rachebegriffs im soziologischen und ethischen Kontext
- Entwicklung der Comic-Figur Batman und ihrer filmischen Adaptionen
- Analyse der Rachethematik in den Filmen von Tim Burton, Joel Schumacher und Christopher Nolan
- Gegenüberstellung von persönlicher Rache, Selbstjustiz und dem Ideal der Gerechtigkeit
Auszug aus dem Buch
4.3 Batman Forever (Regie: Joel Schumacher, 1995)
Zahlreiche, von der Rache motivierte Handlungen spielen sich auch im erstmals unter der Regie von Joel Schumacher gedrehten dritten Film der Batman-Reihe ab. Dabei spielen hier zwar auch wieder die Rachemotive der „Bösewichte“ des Films eine Rolle, aber auch die Rachegefühle Bruce Waynes, die ihn zu Batman werden ließen, sowie seines in diesem Film eingeführten Kumpanen und ehemaligen Zirkusartisten Dick Grayson/Robin, der durch den Bösewicht Harvey Dent/ Two-Face seine gesamte Familie verlor, werden näher in den Mittelpunkt des Films gerückt. So werden schon zum Anfang des Films zwei Handlungsstränge der Rache aufgebaut, wobei diese sich dadurch unterscheiden, dass der eine versucht, ein für den Zuschauer noch unbegründeten Racheakt gegenüber Bruce Wayne/Batman auszuüben, der andere dagegen seinen Racheplan gegen Batmans Doppelgänger-Figur Bruce Wayne aus für den Zuschauer sichtbaren Gründen schmiedet.
Erstere vom ehemaligen Staatsanwalt Harvey Dent und jetzigem Bösewicht Two-Face initiierte Mordversuche zeigen dabei zwar den Hass Two-Faces gegenüber Batman und seinen Willen zur Rache auf, wenn er innerhalb von wenigen Minuten versucht, Batman auf drei verschiedene Weisen zu töten (1.Versuch: 05:30, 2. Versuch: 06:57, 3. Versuch: 10:07, 4.Versuch: 11:00) und ihn wenig später sogar mit den Worten „Sei doch so gut und stirb!“ (11:26) bittet zu sterben, aber entschlüsseln für den Zuschauer noch nicht den Grund seiner Rachegedanken. Erst später wird aufgedeckt, dass Two-Face früher der berühmte Staatsanwalt Harvey Dent war, der durch einen Anschlag durch den Unterweltsboss Moroni einen bleibenden Hirnschaden erlitt, der ihn zum brutalen Verbrecher machte, der Batman daraufhin, obwohl dieser ihn retten wollte, derselben Tat beschuldigte und ihm Rache schwor (23:50).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Fragestellung: Die Arbeit leitet in die Thematik ein, Batman als gesetzlosen Rächer in Gotham City zu betrachten und das Rachemotiv in den sechs Filmen zwischen 1989 und 2009 zu hinterfragen.
2 Definition des Begriffs „Rache“: Es erfolgt eine theoretische Einordnung der Rache als archaische Vergeltungsform, die im Gegensatz zu modernen Rechtsvorstellungen steht und oft soziale Zirkel sowie individuelle Schmerzbewältigung thematisiert.
3 Batman: Der Comic und die Filme: Dieses Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Comic-Wurzeln Batmans und beschreibt die filmische Entwicklung der Figur in den verschiedenen Regie-Iterationen zwischen 1989 und 2008.
4 Inwieweit spielt die „Rache“ in den Batman-Filmen zwischen 1989 und 2008 eine Rolle?: Hier wird der Hauptteil der Analyse vollzogen, wobei jeder Film hinsichtlich der spezifischen Rachemotivationen der Charaktere untersucht wird.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass Rache in allen Filmen ein treibendes Element ist, das stets in Konflikt mit dem Wunsch nach Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Ordnung steht.
Schlüsselwörter
Batman, Rache, Selbstjustiz, Gerechtigkeit, Gotham City, Comicverfilmung, Vergeltung, Trauma, Schuldgefühl, Bösewicht, Heldenreise, Moral, Rachezirkel, Film, Kino
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das Motiv der Rache als zentrales Handlungsmotiv in den Batman-Filmen, die zwischen 1989 und 2008 veröffentlicht wurden.
Welche zentralen Themenfelder werden in der Analyse behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Rache, das Verhältnis von Selbstjustiz zu staatlicher Gerechtigkeit sowie den psychologischen Hintergrund des Verlustes bei den Protagonisten.
Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?
Die Arbeit geht der Frage nach, inwieweit die Rache in den jeweiligen Batman-Verfilmungen eine Rolle spielt und wie sich dieses Motiv auf die Charakterisierung der Haupt- und Nebenfiguren auswirkt.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?
Es wird eine filmwissenschaftliche Analyse der Handlungsstränge in den sechs untersuchten Verfilmungen durchgeführt, ergänzt durch die Einbeziehung soziologischer Begriffe zum Thema Rache.
Welche Inhalte stehen im Fokus des Hauptteils?
Der Hauptteil analysiert jeden der sechs Filme einzeln und arbeitet detailliert heraus, durch welche Ereignisse (z.B. Mord, Demütigung) Rachegelüste bei Charakteren wie Joker, Two-Face oder Bruce Wayne selbst entstehen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Schlüsselbegriffe sind Rache, Selbstjustiz, Batman, Trauma, Gerechtigkeit, Vergeltung, Rachezirkel und Moral.
Inwiefern unterscheidet sich die Rachemotivation bei Bruce Wayne von jener der Gegenspieler?
Während Batman versucht, das Trauma des Elternmordes durch das Streben nach einer Art Gerechtigkeit für das Gemeinwohl zu transzendieren, verharren viele Antagonisten in destruktiven Rachezyklen, die lediglich auf persönlicher Vergeltung basieren.
Welche Rolle spielt die Figur Rachel Dawes in der Argumentation der Arbeit?
Rachel Dawes fungiert in den Nolan-Filmen als moralischer Kompass, der für Bruce Wayne und indirekt für den Zuschauer die klare Trennlinie zwischen persönlicher Rache und echtem Gerechtigkeitsempfinden zieht.
- Citar trabajo
- Daniel Voigt (Autor), 2010, Inwieweit spielt die „Rache“ in den Batman-Filmen zwischen 1989 und 2008 eine Rolle?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150664