Eine kurze Übersicht über das Thema Zugang zu den genetischen Ressourcen (Access), den damit verbundenen Vorteilsausgleich (Benefit Sharing) und Probleme, die sich aus den Regelungen der CBD ergeben.
Inhaltsverzeichnis
- Wie hängt der gerechte Vorteilsausgleich mit der Erhaltung der Biodiversität zusammen?
- Was sind die wichtigsten Positionen zum Thema ABS?
- Welche zentralen Probleme ergeben sich beim ABS?
- Problem 1: Der Zugang zu den genetischen Ressourcen - Access
- Problem 2: Die Regulierung des Vorteilsausgleichs - Bonn Guidelines
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Referatsausarbeitung befasst sich mit dem Thema Access and Benefit Sharing (ABS) im Kontext der Konvention über biologische Vielfalt (CBD). Das Ziel ist es, die zentralen Konflikte und Herausforderungen im Zusammenhang mit dem gerechten Vorteilsausgleich bei der Nutzung genetischer Ressourcen zu beleuchten. Die Arbeit analysiert die unterschiedlichen Positionen der beteiligten Akteure, insbesondere der biodiversitätsreichen und -armen Länder, der indigenen Bevölkerung, der Biotech-Firmen und der NGOs.
- Der gerechte Vorteilsausgleich (Benefit Sharing) als zentrales Ziel der CBD
- Die unterschiedlichen Positionen der Akteure zum Thema ABS
- Die Herausforderungen bei der Regulierung des Zugangs zu genetischen Ressourcen (Access)
- Die Problematik der Regulierung des Vorteilsausgleichs (Benefit Sharing)
- Die Rolle der indigenen Bevölkerung und ihre Rechte im Kontext von ABS
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet die Verbindung zwischen dem gerechten Vorteilsausgleich und der Erhaltung der Biodiversität. Es wird erläutert, wie die CBD den gerechten Vorteilsausgleich als ein zentrales Ziel definiert und wie dieser durch den Zugang zu genetischen Ressourcen und den Transfer von Technologien erreicht werden soll.
Das zweite Kapitel analysiert die wichtigsten Positionen zum Thema ABS. Es werden die Perspektiven der biodiversitätsreichen und -armen Länder, der indigenen Bevölkerung, der Biotech-Firmen und der NGOs dargestellt. Die unterschiedlichen Interessen und Forderungen dieser Akteure werden beleuchtet, insbesondere die Forderung der biodiversitätsarmen Länder nach einer Stärkung des TRIPS und die Forderung der indigenen Bevölkerung nach mehr Selbstbestimmung und Anerkennung ihrer Rechte.
Das dritte Kapitel befasst sich mit den zentralen Problemen, die sich beim ABS ergeben. Es werden die Herausforderungen bei der Regulierung des Zugangs zu genetischen Ressourcen (Access) und die Problematik der Regulierung des Vorteilsausgleichs (Benefit Sharing) analysiert.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Access and Benefit Sharing (ABS), Biodiversität, Konvention über biologische Vielfalt (CBD), gerechter Vorteilsausgleich, Zugang zu genetischen Ressourcen, Technologietransfer, indigene Bevölkerung, Intellectual Property Rights (IPR), Prior Informed Consent (PIC), Mutually Agreed Terms (MAT), Capacity Building (CaBu), Biopiraterie, Bonn Guidelines, TRIPS.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Access and Benefit Sharing (ABS)?
ABS regelt den Zugang zu genetischen Ressourcen und den gerechten Vorteilsausgleich, der aus deren Nutzung entsteht, um Biodiversität zu erhalten.
Welche Rolle spielt die CBD beim Vorteilsausgleich?
Die Konvention über biologische Vielfalt (CBD) definiert den gerechten Vorteilsausgleich als eines ihrer drei Hauptziele, neben der Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der Biodiversität.
Was sind die "Bonn Guidelines"?
Die Bonn Guidelines sind freiwillige Richtlinien, die Staaten bei der Umsetzung von ABS-Regelungen und der Gestaltung des Zugangs zu Ressourcen unterstützen sollen.
Warum gibt es Konflikte zwischen biodiversitätsreichen und -armen Ländern?
Entwicklungsländer (oft reich an Biodiversität) fordern Schutz vor Biopiraterie, während Industrieländer einen einfachen Zugang für Forschung und Biotech-Firmen anstreben.
Welche Rechte hat die indigene Bevölkerung im ABS-Prozess?
Indigene Gemeinschaften fordern Anerkennung ihres traditionellen Wissens und das Recht auf "Prior Informed Consent" (vorherige Zustimmung), bevor auf ihre Ressourcen zugegriffen wird.
- Quote paper
- Anika Weller (Author), 2008, Access & Benefit Sharing. Zentraler Konflikt der Convention on Biological Diversity (CBD), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146856