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Giants, Bambi und Single Trails - Konflikte zwischen Sport und Natur

Titre: Giants, Bambi und Single Trails - Konflikte zwischen Sport und Natur

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 1999 , 39 Pages , Note: 1,75

Autor:in: Kerstin Eidam (Auteur)

Sport - Sociologie du sport
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Résumé Extrait Résumé des informations

Einleitung

In unserer Gesellschaft hat im Bereich der Lebensführung im Vergleich zu vergangenen Zeiten eine Verschiebung stattgefunden. Hierbei handelt es sich um eine Verschiebung, die von einem
Werte- und Strukturwandel herrührt. Die Bedeutung, die die Arbeit in unserer Lebensgestaltung heute einnimmt ist in den letzten Jahren immer weiter zurück gegangen. Dieser Rückgang der Bedeutung von Arbeit im Rahmen der Alltagsgestaltung kommt der Aufwertung der Freizeit zugute. Die Freizeit und somit auch deren Gestaltung nimmt eine immer größer werdende Relevanz in der Lebensgestaltung ein.
Begründet werden kann diese Verschiebung durch eine seit den siebziger Jahren immer weiter anwachsende Mobilität sowie ein größeres Freizeitbudget der deutschen Bevölkerung. Der bereits
angesprochene Wertewandel läßt sich durch Stichworte wie Selbstverwirklichung, Individualität, Genußstreben und Lebensqualität darstellen.
Dieser Wandel im Freizeitverhalten macht sich natürlich auch in den Freizeitsportarten bemerkbar. So läßt sich ein Trend im Bereich der Freizeitsportarten erkennen, der weggeht von den sportstätten- und vereinsgebundenen Sportarten, hin zu den alten und neu entstandenen
Natursportarten. Die Tendenz geht eindeutig weg von der reinen Leistungsbetonung im Sport hin zu erlebnisreichem Genuß in dem, was wir unter Natur verstehen. „Der Natursport vereinigt in sich scheinbar mühelos sämtliche Schöpfungen der postmodernen Lebensstile.“(1)
Der Wunsch nach gesunder Bewegung in möglichst unberührter Natur und die Suche nach der Einheit von Körper und Geist, aber auch Abenteuer und Risiko scheinen die Antworten zu sein auf die Monotonie in Arbeit und Alltag mit ihrem Mangel an Selbst-bestätigungsmöglichkeiten. Neben den traditionellen Natursportarten Wandern, Bergsteigen, Ski-, Rad- und Kanufahren, die einen Boom erfahren, sind vielfältige weitere Sportarten, wie z.B. Bungee- Springen, Sky- Diving, Free- Climbing, Mountainbiking oder Snowboarding neu hinzugekommen. Diese neuen Natursportarten entstehen immer durch technische Neuerungen und somit erweiterte
Möglichkeiten, sind aber meistens auf die traditionellen Natursportarten zurückzuführen.
[...]
_____
1 T. Wöhrstein (1998, S. 3).

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Definition des Untersuchungsgegenstandes

1.1. Die Geschichte des Mountainbikes

1.2. Die verschiedenen Ausübungsarten des Mountainbikings

1.3. Verschiedene Typisierungen von Mountainbikern

2. Die rechtliche Situation in Deutschland

3. Die Problematik der Sportart Mountainbiking auf ökologischer Ebene

3.1. Untersuchung des Verhaltens von Mountainbikern

3.2. Die physikalischen Belastungen des befahrenen Untergrundes

3.3 Die Auswirkungen des Mountainbikings auf den Boden

3.4. Die Auswirkungen des Mountainbikings auf die Flora

3.5. Die Auswirkungen des Mountainbikings auf die Fauna

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Umweltverträglichkeit des Mountainbikings sowie die Abhängigkeit der ökologischen Auswirkungen vom Verhalten der Sportausübenden, um Lösungsansätze für Konflikte zwischen Natursport und Naturschutz zu erarbeiten.

  • Historische Entwicklung des Mountainbikes
  • Rechtliche Rahmenbedingungen für den Sport in Deutschland
  • Ökologische Auswirkungen auf Boden, Flora und Fauna
  • Analyse des Nutzerverhaltens und Konfliktpotenziale
  • Erstellung einer ökologischen Gesamtbilanz des Mountainbikings

Auszug aus dem Buch

3.2. Die physikalischen Belastungen des befahrenen Untergrundes

Ein weiterer Ansatzpunkt für Konflikte ist das Befahren des Untergrundes auf und außerhalb von bestehenden Wegen. Jede Art von Untergrund wird durch das Befahren mit einem Mountainbike belastet. Dies geschieht durch Druck- und Scherkräfte, die durch das Gewicht des Fahrzeuges inklusive Fahrer sowie durch Antriebs- und Bremskräfte über die Reifen auf den Untergrund übertragen werden. Über die Auswirkungen dieser mechanischen Einflüsse und ihre Folgen gibt es bezüglich des Mountainbikings noch keine wissenschaftlichen Arbeiten in Deutschland.

Die menschliche Trittbelastung stellt im Vergleich zum Mountainbiking nur eine punktuelle, dafür aber sehr intensive Druck- und Scherbelastung dar. Das abrollende Rad des Mountainbikers stellt dagegen eine kontinuierliche, linienhafte, aber dafür im Durchschnitt mechanisch geringere Belastung dar, die sich aus einer vergleichsweise gleichmäßigen Druck- und Scherkomponente zusammensetzt. Abhängig von der Art und dem Zustand des befahrenen Untergrundes können als Folge solche mechanischen Belastungen auftreten, die aber nicht zwangsläufig ökologischer Art sein müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wertewandel hin zur Freizeitgestaltung und die damit verbundene Zunahme neuer Natursportarten, insbesondere des Mountainbikings.

1. Definition des Untersuchungsgegenstandes: Dieses Kapitel betrachtet die Entstehungsgeschichte des Mountainbikes, definiert die verschiedenen sportlichen Disziplinen und kategorisiert die unterschiedlichen Fahrertypen.

2. Die rechtliche Situation in Deutschland: Hier wird die heterogene Gesetzeslage in den verschiedenen Bundesländern analysiert, wobei besonders die Problematik der Wegebreitenregelungen thematisiert wird.

3. Die Problematik der Sportart Mountainbiking auf ökologischer Ebene: Dieses Hauptkapitel untersucht das Fahrverhalten, die physische Belastung des Bodens sowie die Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere.

4. Fazit: Das Fazit bewertet das Mountainbike als umweltfreundliches Fortbewegungsmittel, weist auf den hohen Einfluss des Nutzerverhaltens hin und plädiert für gezielte Aufklärungsarbeit statt pauschaler Verbote.

Schlüsselwörter

Mountainbiking, Natursport, Ökobilanz, Umweltverträglichkeit, Nutzerverhalten, Wegekonflikte, Bodenbelastung, Flora, Fauna, Naturschutz, Freizeitverhalten, Gesetzgebung, Sportwissenschaft, Forstwirtschaft, Nachhaltigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ökologischen Auswirkungen des Mountainbikings auf die Natur und untersucht, inwiefern das Verhalten der Sportler Konflikte mit anderen Naturnutzern verursacht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Mountainbikes, die rechtliche Lage in Deutschland, ökologische Folgen für Boden, Flora und Fauna sowie soziale Nutzungskonflikte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Umweltverträglichkeit des Mountainbikings objektiv zu beurteilen und Vorschläge für ein besseres Miteinander und eine Konfliktvermeidung auszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung existierender Dissertationen (insbesondere von Thomas Wöhrstein), empirische Befragungsergebnisse und eine Analyse sportartspezifischer sowie umweltökologischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung des Nutzerverhaltens, die physikalische Analyse der Bodenbelastung durch Radschlupf sowie eine detaillierte Betrachtung der Einflüsse auf Pflanzen und Tiere.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mountainbiking, Ökobilanz, Nutzungs- und Wegekonflikte, Umweltverträglichkeit und Natursport.

Warum spielt die Reifenwahl für den Umweltschutz eine Rolle?

Stollenreifen beanspruchen den Untergrund stärker als Slick- oder Semislickbereifung, weshalb der Trend zu untergrundschonenderen Reifen als positiv für den Umweltschutz bewertet wird.

Wie reagieren Mountainbiker auf pauschale Verbote?

Die Untersuchung zeigt, dass rund 90 Prozent der Mountainbiker solche pauschalen Regelungen ablehnen und dazu neigen, in andere Regionen oder ins Ausland auszuweichen, was das Problem oft nur verlagert.

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Résumé des informations

Titre
Giants, Bambi und Single Trails - Konflikte zwischen Sport und Natur
Université
University of Marburg  (Fachbereich Sport)
Cours
Seminar Außerschulische Körper- und Bewegungsbildung
Note
1,75
Auteur
Kerstin Eidam (Auteur)
Année de publication
1999
Pages
39
N° de catalogue
V1459
ISBN (ebook)
9783638109000
Langue
allemand
mots-clé
Giants Bambi Single Trails Konflikte Sport Natur Seminar Außerschulische Körper- Bewegungsbildung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kerstin Eidam (Auteur), 1999, Giants, Bambi und Single Trails - Konflikte zwischen Sport und Natur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1459
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Extrait de  39  pages
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