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Die Politisierung der Pädagogik im Nationalsozialismus

Título: Die Politisierung der Pädagogik im Nationalsozialismus

Trabajo de Seminario , 1997 , 23 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Mike Offermanns (Autor)

Pedagogía - Historia de la pedagogía
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Einleitung
Die Pädagogik hatte im Nationalsozialismus einen hohen Stellenwert. Hitler als Führer und Reichskanzler der nationalsozialistischen Bewegung wußte, welches Machtpotential in der Erziehungspolitik steckte. Wer die Jugend kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Und als das “Menschenmaterial” der Zukunft wollte er die Jugend nach den ideologischen Vorstellung der Nationalsozialisten formen. Das es dabei zu einer völligen Entmachtung der Pädagogen kam, die eigentlich für die Erziehung des Volkes ausgebildet wurden, wurde dadurch noch verschärft, das höchst zweifelhafte, undurchsichtige Menschen plötzlich in die Erziehungspolitik eingriffen, die somit die Möglichkeit erhielten, ihre dubiosen ideologischen Vorstellungen
weiterzugeben.
Die Politisierung der Pädagogik wurde nicht nur von Adolf Hitler geprägt. Durch die vielschichtige und auch undurchsichtigen Machtstrukturen kam es oft zu Überschneidungen, die es einer Vielzahl von Politikern ermöglichte, sich in die Erziehungspolitik einzumischen. Drei Politiker, die maßgeblich an der Orientierung der nationalsozialistischen Erziehungspolitik beteiligt waren, werden hier vorgestellt: Alfred Rosenberg, Martin Bormann und
Heinrich Himmler. Welche Auswirkungen die Einmischung der drei Politiker auf das Erziehungssystem hatten, wird anschließend dargestellt. Welche Folgen die ideologische Verfärbung bei der Jugend
selbst hatte, soll als letzter Punkt in der vorliegenden Arbeit abgehandelt werden. Bevor die nationalsozialistische Pädagogik dargestellt werden kann, muß zum besseren Verständnis das nationalsozialistische System erläutert werden.
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundzüge des nationalsozialistischen Systems

2.1. Die Entstehung des Nationalsozialismus

2.1.1. Adolf Hitler

2.1.2. Ursprung des nationalsozialistischen Gedankenguts

2.1.3. Position und Programm der NSDAP

2.2. Der nationalsozialistische Staat

2.3. Die Bedeutung der Erziehung im Dritten Reich

3. Die Politisierung der Pädagogik

3.1. Alfred Rosenberg und die neue deutsche Schule

3.2. Martin Bormanns Einfluß im zweiten Weltkrieg

3.3. Heinrich Himmler und die Erziehung des neuen Menschen

4. Instrumente nationalsozialistischer Pädagogik

4.1. Die Rolle der SS

4.1.1. Aufbau und Funktion der Schutzstaffel

4.1.2. Die Ordensburgen und Junkerschulen

4.2. Die staatliche Erziehung

3.2.1. Die Hitlerjugend

3.2.2. Die NAPOLA und Adolf-Hitler-Schulen

5. Die manipulierte Jugend

5.1. Auswirkungen der nationalsozialistischen Erziehung

5.2. Erkenntnisse aus heutiger Sicht

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht den hohen Stellenwert der Erziehung im nationalsozialistischen System und analysiert, wie durch die Politisierung der Pädagogik eine totale Kontrolle und ideologische Formung der Jugend erreicht wurde. Das primäre Ziel ist es, den Einfluss führender Politiker und staatlicher Organisationen auf das Erziehungssystem aufzuzeigen sowie die langfristigen Auswirkungen dieser ideologischen Verfärbung auf die Jugend zu beleuchten.

  • Die Machtstrukturen und Erziehungsgrundsätze im Nationalsozialismus
  • Die Rolle der Parteikanzlei und der SS bei der Instrumentalisierung der Bildung
  • Staatliche Eliteschulen und die paramilitärische Erziehung der Hitlerjugend
  • Die langfristigen Folgen der ideologischen Manipulation für die betroffene Generation

Auszug aus dem Buch

3.3. Heinrich Himmler und die Erziehung des neuen Menschen

Heinrich Himmler war wohl einer der mächtigsten Männer in der Führungsspitze des Dritten Reiches. Er wurde 1929 zum “Reichsführer SS” ernannt und baute die SS zu einer parteiinternen Polizeiorganisation aus. Als “Chef der Dt. Polizei (1936)” führte der ehemalige Hühnerzüchter die personelle und organisatorische Verschmelzung von Polizei und SS durch. Außerdem errichtete er das System der Konzentrations- und Vernichtungslager und baute nach Kriegsbeginn die Waffen-SS als selbständige Truppe neben der Wehrmacht auf.

In der SS sollte der neue Herrenmensch herangezüchtet werden. Unter dem Begriff der “Ordenspädagogik” wurde die nationalsozialistische Elitebildung vorangetrieben und als Reichsführer-SS war Heinrich Himmler der “oberste Pädagoge”. Himmler zeichnete vor, welche Grundsätze ein SS-Mann haben muß: “ Ein Grundsatz muß für den SS-Mann absolut gelten: Ehrlich, anständig, treu und kameradschaftlich haben wir zu Angehörigen unseres eigenen Blutes zu sein und sonst zu niemanden. Wie es den Russen geht, wie es den Tschechen geht, ist mir total gleichgültig. Das, was in den Völkern an gutem Blut unserer Art vorhanden ist, werden wir uns holen, indem wir ihnen, wenn notwendig, die Kinder rauben und sie bei uns großziehen.”

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Erziehungspolitik für den Nationalsozialismus ein und umreißt die Rolle der ideologischen Kontrolle der Jugend sowie die Untersuchung der Einflüsse von Rosenberg, Bormann und Himmler.

2. Grundzüge des nationalsozialistischen Systems: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung des Nationalsozialismus, die Rolle Hitlers sowie die ideologischen Grundlagen und die staatliche Machtstruktur.

3. Die Politisierung der Pädagogik: Hier wird analysiert, wie durch den Einfluss führender Funktionäre wie Rosenberg, Bormann und Himmler das Bildungswesen ideologisch durchdrungen und umgestaltet wurde.

4. Instrumente nationalsozialistischer Pädagogik: Dieses Kapitel behandelt die praktischen Umsetzungsorgane wie die SS, die Ordensburgen sowie die staatliche Erziehung durch die Hitlerjugend und NAPOLA.

5. Die manipulierte Jugend: Der abschließende Teil betrachtet die konkreten Auswirkungen dieser Erziehung auf die Jugend, die psychologischen Folgen des Fanatismus sowie heutige Erkenntnisse aus dieser Zeit.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Pädagogik, Erziehungspolitik, Adolf Hitler, Heinrich Himmler, Martin Bormann, SS, Hitlerjugend, Ideologie, Gleichschaltung, NAPOLA, Ordenspädagogik, Elitebildung, Charakterbildung, Totalitarismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Politisierung des Erziehungswesens im Nationalsozialismus und die gezielte Beeinflussung der Jugend zur Sicherung des totalitären Systems.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die ideologische Grundlage des NS-Staates, der Einfluss von Schlüsselpolitikern auf das Bildungswesen sowie die praktischen Instrumente zur Formung einer neuen "Elite".

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine systematische Erziehungspolitik Pädagogen entmachtet und die Jugend zur ideologischen Gefolgschaft manipuliert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse historischer Dokumente, zeitgenössischer Reden und der kritischen Auswertung erziehungstheoretischer Schriften sowie einschlägiger Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Systemgrundlagen, der gezielten Einmischung führender NS-Politiker in die Pädagogik und der Beschreibung der konkreten Erziehungsinstrumente wie Hitlerjugend und SS-Eliteschulen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Nationalsozialismus, Pädagogik, Gleichschaltung, Elitebildung, Ideologie und Manipulation.

Wie unterschieden sich die Erziehungsziele der NAPOLA von normalen Schulen?

Die NAPOLA verfolgte unter SS-Kommando eine explizite "Ordenspädagogik", die auf Zucht, Gehorsam und die Züchtung einer politischen Führungselite abzielte, statt auf allgemeine Wissensvermittlung.

Welche Rolle spielte Martin Bormann in der Erziehungspolitik?

Bormann nutzte seine Position als Leiter der Parteikanzlei, um sich im Sinne seiner Machtinteressen in die Bildungspolitik einzumischen, andere Institutionen zu schwächen und die Kontrolle über Lehrerbildungsanstalten zu erzwingen.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Politisierung der Pädagogik im Nationalsozialismus
Universidad
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Erziehungswissenschaftliches Institut)
Curso
Nationalsozialismus, Schule und Pädagogik
Calificación
1,0
Autor
Mike Offermanns (Autor)
Año de publicación
1997
Páginas
23
No. de catálogo
V1456
ISBN (Ebook)
9783638108973
Idioma
Alemán
Etiqueta
Himmler Rosenberg Bormann NAPOLA Ordensburgen SS Jugend Hitlerjugend Nationalsozialismus Faschismus Diktatur
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mike Offermanns (Autor), 1997, Die Politisierung der Pädagogik im Nationalsozialismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1456
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