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Integration und Koordination durch Vertrauen am Beispiel des Supply Chain Management

Title: Integration und Koordination durch Vertrauen am Beispiel des Supply Chain Management

Bachelor Thesis , 2009 , 39 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: B.Sc. Steven Schielke (Author)

Business economics - Supply, Production, Logistics
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Mit zunehmender Marktkomplexität und Kooperation zwischen Unternehmen steigen die Schnittstellen bzw. Berührungspunkte und somit auch die Anforderungen an das Management, besondere Integrations- und Koordinationsfähigkeiten zu entwickeln und umzusetzen. Ab Kapitel 4 dieser Arbeit soll dann das Vertrauen als ein mögliches Instrument zur Integration und Koordination der im Supply Chain Management vernetzten Lieferanten und Abnehmer untersucht werden. Aus welchem Grund wird das Vertrauen, ein rechtlich nicht bindendes und deshalb auf den ersten Blick scheinbar schwaches Instrument, überhaupt in Erwägung gezogen? Weshalb könnten andere Koordinationsinstrumente im Rahmen von Netzwerkunternehmungen scheitern? Das Sprichwort „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ ist weit bekannt. Doch in der Literatur tritt gelegentlich die Umkehrung „Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser“ auf (vgl. Osterloh/Weibel, 2006, S. 72ff.; Corsten/Gössinger, 2001, S. 39; Konradt, 1999, S. 105). Ob dem so ist und wenn ja, woran das liegt, soll in Kapitel 4 beantwortet werden.
Die Integration und Koordination durch Vertrauen am Beispiel des Supply Chain Management stellt in mehrfacher Hinsicht eine aktuelle Problemstellung der Betriebswirtschaft dar. Noch dazu ist diese durch eine spiralförmige Beeinflussung und Verstärkung gekennzeichnet: Durch die Kooperation in Netzwerken sinken tendenziell die Fertigungstiefen weiter. Dies führt zu einer Intensivierung der ohnehin komplexen zwischenbetrieblichen Beziehungen. Aufgrund der beschriebenen Herausforderungen durch die veränderte Marktsituation lässt sich die Wertschöpfung oftmals im Netzwerk effizienter durchführen, womit wieder der Beginn, das Netzwerk als Auslöser niedrigerer Fertigungstiefen, erreicht ist. Beide Auswirkungen machen einen Bedarf an Koordination der Beziehungen zwischen den vernetzten Unternehmen deutlich. Die Untersuchung solcher Beziehungen ist für die Betriebswirtschaft insofern relativ neu, da die Thematiken ursprünglich in anderen Disziplinen wie der Soziologie oder Psychologie zu finden sind. Vertrauen, als das in dieser Arbeit zu untersuchende Objekt, stellt somit eine aus betriebswirtschaftlicher Sicht eher moderne Koordinationsform dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kooperation in Netzwerken

2.1 Steigende Komplexität erfordert Anpassungen

2.2 Theoretische Grundlagen zu Netzwerken

2.2.1 Was ist ein Netzwerk?

2.2.2 Vorteile von Netzwerken

3. Supply Chain Management

3.1 Gegenstand des Supply Chain Management

3.2 Kritik am Supply Chain Management

4. Integration und Koordination durch Vertrauen

4.1 Vertrauen

4.1.1 Was ist Vertrauen?

4.1.2 Chancen und Risiken von Vertrauen für das Supply Chain Management

4.1.3 Schließen sich Vertrauen und Kontrolle gegenseitig aus?

4.2 Integration und Koordination durch Vertrauen im Supply Chain Management

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die integrierende und koordinierende Wirkung von Vertrauen innerhalb des Supply Chain Managements. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern Vertrauen als Mechanismus zur Komplexitätsreduktion in Unternehmensnetzwerken dienen kann, um klassische, auf Macht oder Preisen basierende Koordinationsformen zu ergänzen oder zu ersetzen.

  • Bedeutung von Kooperation und Netzwerken in Zeiten steigender Marktkomplexität.
  • Analyse des Supply Chain Managements als strategisches Netzwerkmodell.
  • Betrachtung von Vertrauen als indirektes Koordinationsinstrument und seiner Chancen sowie Risiken.
  • Verhältnisbestimmung zwischen Vertrauen und Kontrollmechanismen.
  • Erfolgsfaktoren für eine vertrauensbasierte Integration in Wertschöpfungsketten.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Unternehmen stehen in ihrer Tätigkeit zunehmend einer höheren Marktkomplexität und Wettbewerbsdynamik gegenüber. Globalisierung, technologischer Fortschritt und höhere Konsumentenanforderungen sind nur einige von vielen Ursachen der veränderten Markt- und Wettbewerbssituation. Ausgehend von diesen neuen und in ihrer Intensität zunehmenden Herausforderungen fokussieren sich Unternehmen mehr und mehr auf ihr Kerngeschäft. Durch diese Kultur der Spezialisierung auf ihre Kernkompetenzen nimmt die vertikale Integration, also der Grad an Eigenfertigung der Unternehmensleistung, ab. Daraus folgt, dass bei geringer Eigenfertigung ein höherer Anteil an Beschaffung notwendig ist und folglich auch die Zahl an Schnittstellen zu anderen Unternehmen ansteigt.

Zunehmend erkennen Unternehmen, dass sie ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit steigern können, wenn auf das Mittel der Kooperation mit anderen Unternehmen und der Bildung von Netzwerken zurückgegriffen wird. Die klassische Frage nach „make or buy“ wird durch die Frage nach „make or cooperate“ ersetzt (vgl. Fladnitzer, 2006, S.57f.). Ein besonderes, in der zeitgenössischen Literatur vielfach berücksichtigtes Konzept, um die Steuerung von unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsprozessen vor dem Hintergrund der schon angedeuteten Komplexität und neuen Herausforderungen erfolgreich und optimal umzusetzen, stellt das Supply Chain Management dar. Im Supply Chain Management liegt der Fokus auf einer Optimierung der unternehmensübergreifenden Güter- und Informationsflüsse, bei der sämtliche Lieferanten entlang der Wertschöpfungskette in ein ganzheitliches Konzept integriert werden, das es ermöglichen soll, ein Gesamtoptimum zu erreichen, welches den Kundenansprüchen gerecht wird und frei von Partikularinteressen einzelner Wertschöpfungspartner ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik steigender Marktkomplexität ein und begründet den Bedarf an neuen Koordinationsformen in Unternehmensnetzwerken.

2. Kooperation in Netzwerken: Hier werden die theoretischen Grundlagen von Unternehmensnetzwerken erarbeitet, wobei der Fokus auf den Faktoren Komplexität, Dynamik und der hybriden Organisationsform zwischen Markt und Hierarchie liegt.

3. Supply Chain Management: Das Kapitel erläutert das SCM als spezifisches Netzwerkmodell, beleuchtet dessen Ziele und kritische Aspekte wie Machtasymmetrien und die Gefahr des Opportunismus.

4. Integration und Koordination durch Vertrauen: Dies ist das Kernkapitel, in dem Vertrauen als Instrument definiert, in seiner Wirkung analysiert und in das Verhältnis zu Kontrollmechanismen sowie zum SCM gesetzt wird.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Rolle von Vertrauen als Erfolgsfaktor und Mittel zur Komplexitätsreduktion zusammen und identifiziert Ansatzpunkte für zukünftige Forschung.

Schlüsselwörter

Supply Chain Management, Vertrauen, Netzwerkkooperation, Komplexitätsreduktion, Transaktionskosten, Wettbewerbsvorteile, Wertschöpfungskette, Vertrauensaufbau, Koordination, Machtasymmetrie, Opportunismus, Systemvertrauen, Reziprozität, Integration, Unternehmensnetzwerk.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die koordinierende und integrierende Funktion von Vertrauen innerhalb des Supply Chain Managements, insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Marktkomplexität.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Kernbereichen gehören Netzwerktheorien, das Supply Chain Management als Managementkonzept, die ökonomische und soziale Analyse von Vertrauen sowie das Zusammenspiel von Vertrauen und Kontrolle.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Vertrauen als indirektes Koordinationsinstrument fungieren kann, um die Effizienz in komplexen, vernetzten Wertschöpfungsketten zu steigern und die strukturellen Schwächen traditioneller Kontrollmechanismen auszugleichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der theoretischen Einordnung von betriebswirtschaftlichen, soziologischen und psychologischen Konzepten zur Vertrauensbildung in Organisationen.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung von Netzwerken, eine kritische Betrachtung des SCM, die detaillierte Untersuchung verschiedener Vertrauensarten und deren Anwendung zur Koordination in Supply Chains.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Zentrale Begriffe sind Vertrauen, Supply Chain Management, Komplexitätsreduktion, Netzwerkkooperation und die hybride Organisationsform zwischen Markt und Hierarchie.

Inwiefern beeinflusst die "Zeitschere" das SCM?

Die Arbeit beschreibt die Zeitschere als Zustand, in dem die steigende Komplexität mehr Zeit für die Koordination erfordert, während der Marktdruck durch zunehmende Dynamik gleichzeitig weniger Zeit dafür erlaubt; Vertrauen dient hierbei als lösungsbringendes Vereinfachungsmittel.

Warum lässt sich das "Gefangenendilemma" auf das SCM übertragen?

Es dient als Modell für Situationen, in denen das Fehlen von Vertrauen zu suboptimalen Ergebnissen führt und zeigt auf, wie Kommunikation und langfristige Beziehungen (Vertrauen) aus diesem Dilemma herausführen können.

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Details

Title
Integration und Koordination durch Vertrauen am Beispiel des Supply Chain Management
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
1,0
Author
B.Sc. Steven Schielke (Author)
Publication Year
2009
Pages
39
Catalog Number
V145398
ISBN (eBook)
9783640562701
ISBN (Book)
9783640562503
Language
German
Tags
Supply Chain Supply Chain Management Vertrauen Integration Koordination Netzwerk vernetzt Kooperation Wertschöpfung Wertschöpfungskette Komplexität Sydow Opportunitätskosten opportunistisch vertikal horizontal Wettbewerbsvorteile Reziprozität reziprok Coopetition Koopkurrenz Transaktionskosten Peitschenschlageffekt bullwhip Bretzke Kontrolle Luhmann Systemvertrauen Gefangenendilemma Vertrauensgeber Vertrauensnehmer Vertrauensbruch Misstrauen Relianz Toyota
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.Sc. Steven Schielke (Author), 2009, Integration und Koordination durch Vertrauen am Beispiel des Supply Chain Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145398
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