Die Spieltheorie befasst sich mit der Analyse von Systemen mit mehreren Akteuren. Sie stellt ein Teilgebiet der Mathematik dar und versucht unter anderem das rationale Entscheidungsverhalten der Akteure aus sozialen Konfliktsituationen abzuleiten. Dabei hängt der Erfolg des Einzelnen nicht nur vom eigenen Handeln, sondern auch von den Aktionen der Gegenspieler ab, was sie von der klassischen Entscheidungstheorie abgrenzt. Bei der klassischen Entscheidungstheorie werden nämlich ausschließlich Situationen betrachtet, in denen gegen die Natur gespielt wird. Dabei steht das Wort Natur für eine Wahrscheinlichkeitsverteilung über Umweltzustände, die vom eigenen Verhalten unabhängig ist.
Inhaltsverzeichnis
- Kapitel 1 – Definition
- Kapitel 2 - Gegenstand, Anwendungsgebiete, Geschichte, erster Einblick in die Spieltheorie
- Gegenstand
- Anwendungsgebiete
- Geschichte
- Kapitel 2 – Berühmte Probleme in der Spieltheorie
- Gefangenendilemma
- Kampf der Geschlechter (Battle of the Sexes)
- Tit-for-Tat-Strategie
- Nullsummenspiele vs. Win-Win-Strategie
- Übertragung auf die Mediation
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit "Spieltheorie in der Mediation" von Andreas Kelm befasst sich mit der Anwendung der Spieltheorie auf Konfliktlösungsstrategien in der Mediation. Die Zielsetzung ist es, die Prinzipien und Anwendungen der Spieltheorie zu erläutern und deren Relevanz für die Mediationspraxis zu verdeutlichen.
- Definition und Grundlagen der Spieltheorie
- Anwendungsgebiete und historische Entwicklung der Spieltheorie
- Wichtige Konzepte und Modelle der Spieltheorie
- Die Übertragung der Spieltheorie auf die Mediation
- Analyse von Konfliktlösungsstrategien im Kontext der Spieltheorie
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel definiert die Spieltheorie als ein mathematisches Teilgebiet, das sich mit der Analyse von Systemen mit mehreren Akteuren befasst. Dabei wird das rationale Entscheidungsverhalten der Akteure in sozialen Konfliktsituationen betrachtet, wobei der Erfolg des Einzelnen sowohl vom eigenen Handeln als auch von den Aktionen der Gegenspieler abhängt.
Kapitel 2 führt den Leser in die Thematik ein, indem es den Gegenstand der Spieltheorie, ihre Anwendungsgebiete, ihre Geschichte und erste grundlegende Konzepte beleuchtet. In diesem Kapitel werden die unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten der Akteure in komplexen Entscheidungssituationen und die mathematische Modellierung von Spielen erläutert. Ziel ist es, eine „Lösung“ für ein gegebenes Spiel zu ermitteln, wobei die Voraussetzungen, Fähigkeiten, Ziele und Informationen der Spieler eine entscheidende Rolle spielen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit "Spieltheorie in der Mediation" konzentriert sich auf die Bereiche Spieltheorie, Mediation, Konfliktlösung, Entscheidungsfindung, rationale Akteure, Strategien, Nash-Gleichgewicht, Anwendungsgebiete, Geschichte und berühmte Probleme der Spieltheorie.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Spieltheorie?
Die Spieltheorie ist ein Teilgebiet der Mathematik, das Systeme mit mehreren Akteuren analysiert. Sie untersucht das rationale Entscheidungsverhalten in sozialen Konfliktsituationen, in denen der Erfolg vom eigenen Handeln und den Aktionen der Gegenspieler abhängt.
Wie lässt sich die Spieltheorie auf die Mediation übertragen?
In der Mediation hilft die Spieltheorie dabei, Konfliktlösungsstrategien mathematisch zu modellieren und zu verstehen, wie Parteien durch Kooperation (Win-Win-Strategien) bessere Ergebnisse erzielen können als durch Konfrontation.
Was ist das Gefangenendilemma?
Das Gefangenendilemma ist ein berühmtes Problem der Spieltheorie, das zeigt, warum zwei rationale Individuen möglicherweise nicht kooperieren, selbst wenn es in ihrem besten Interesse zu sein scheint.
Was unterscheidet Spieltheorie von der klassischen Entscheidungstheorie?
Während die klassische Entscheidungstheorie Situationen betrachtet, in denen ein Akteur gegen die "Natur" (unabhängige Umweltzustände) spielt, berücksichtigt die Spieltheorie die wechselseitige Abhängigkeit der Entscheidungen mehrerer Akteure.
Was ist die Tit-for-Tat-Strategie?
Tit-for-Tat ("Wie du mir, so ich dir") ist eine Strategie, bei der ein Spieler im ersten Schritt kooperiert und danach immer die Aktion wiederholt, die der Gegenspieler im vorherigen Zug ausgeführt hat.
Was bedeutet ein Nash-Gleichgewicht?
Ein Nash-Gleichgewicht beschreibt eine Situation, in der kein Spieler seine Strategie einseitig ändern möchte, da er daraus keinen Vorteil ziehen würde, solange die anderen Spieler ihre Strategien beibehalten.
- Citation du texte
- Andreas Kelm (Auteur), 2009, Spieltheorie in der Mediation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145317