Wenn die Gesellschaft charakterisiert wird, fallen oft die die Wörter Wissens-oder gar Informationsgesellschaft. Informationen, in der Regel über Medien bereitgestellt, sind zu einem bestimmten Element für die Wissenschaft und nicht nur auf die Freizeit beschränkt. Kinder, die Heute in einer sich rapide wandelnden Gesellschaft aufwachsen, gilt es, so früh wie möglich mit dem Umgang mit medialen Angeboten vertraut zu machen. Demzufolge hat Schule, die sich am Lebenswirklichen der Kinder orientiert,die Aufgabe, den Umgang mit Medien und deren Nutzung zu vermitteln. Der richtige Umgang mit Medien ist eine wichtige Schlüsselqualifikation für die Zukunft, wodurch vor allem Kinder in den Vordergrund gerückt werden. Der Institution Schule kommt eine zentrale Aufgabe zu, indem sie die Vermittlung der Schlüsselqualifikation sicherstellt und indem sie die Medien versucht in das Bildungssystem zu integrieren. Es stellt sich die Frage wie pädagogische Arrangements getroffen werden können um den Schülerinnen und Schülern Medienkompetenz zu vermitteln.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Bedeutsamkeit der Medienkompetenz
2.1. Was ist Medienkompetenz?
2.2. Medienerziehung als Bildungsauftrag
2.3. Bedeutung der Medienkompetenz in der Grundschule
2.4. Medienkompetenz von Lehrkräften
3. Grundschulkinder und Medien
3.1. Veränderte Bedürfnisse der Kinder
3.2. Medienkompetenz der Kinder
3.3. Genderspezifische Unterschiede
4. Einsatz und Gestaltung von Medien in der Grundschule
4.1. Mediennutzung und Medienprojekte
4.2. Praxisbeispiele
5. Fazit und Perspektiven
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Rolle der Medienkompetenz als unverzichtbare Schlüsselqualifikation im modernen Grundschulunterricht. Ziel ist es, pädagogische Ansätze zu identifizieren, die den souveränen und kritischen Umgang von Kindern mit digitalen Medien fördern, geschlechtsspezifische Unterschiede abzubauen und den Lehrkräften notwendige didaktische Impulse zu vermitteln.
- Stellenwert der Medienkompetenz im Bildungsauftrag der Schule
- Analyse des Nutzungsverhaltens und der Bedürfnisse von Grundschulkindern
- Untersuchung von geschlechtsspezifischen Stereotypen bei der Computernutzung
- Gestaltungsmöglichkeiten durch moderne Lernsoftware im Unterricht
- Integration von Medienprojekten in die schulische Praxis
Auszug aus dem Buch
2.1. Was ist Medienkompetenz?
Der Begriff der „Medienkompetenz“ ist zu einem bevorzugten Schlagwort in der bildungspolitischen Debatte geworden. Im Zuge der fortschreitenden Technisierung unserer Gesellschaft ist man sich einig, dass die Kompetenz im Umgang mit den vielfältigen Angeboten der Medien und der Informationstechnologie in unserer Gesellschaft zu den unentbehrlichsten Fähigkeiten zählt. Einer der ersten, der auf die Wichtigkeit von Kompetenzen, damals waren es noch Sprachkompetenzen, hinwies, war Noam Chomsky. Chomsky ging von einer endlichen Zahl grammatikalischer Regeln aus, die einem von Geburt an mitgegeben werden und mit denen eine unendliche Zahl an Ausdrucksweisen möglich sind. Diese Theorie wurde von Jürgen Habermas weiterentwickelt, der diese kommunikative Kompetenz nannte. Habermas war der Meinung, dass der Mensch sich nicht nur mittels Sprache ausdrücken, sondern sich auch mit Mimiken und Gestiken verständigen kann.
Zahlreichen Autoren war daran gelegen, Medienkompetenz umfassend zu beschreiben (Gröschner 2005, S. 28). Laut Gröschner, hat Dieter Baacke, Bielefelder Medienpädagoge, den Begriff in „seiner deutschen Herkunfts- und Entwicklungsgeschichte, wie allgemein betont, entscheidend geprägt.“ (ebd.) Für ihn stellt Medienkompetenz einen Bestandteil der kommunikativen Kompetenz dar, sie findet nicht in Face-to-Face Situationen statt, sondern in der „parasozialen Interaktion mit Medienbotschaften und ihren Trägern“ (ebd.). Die kommunikative Kompetenz geht prinzipiell von der Erziehbarkeit des Menschen aus, indem dieser durch die Fähigkeit zu sprachlichem Handeln befähigt ist, aktiv an der Weltkonstruktion teilzunehmen. Der Kompetenzbegriff setzt dabei voraus, dass jeder Mensch über Sprach-, Ausdrucks- sowie Kommunikationskompetenz und auf diese Weise auch über Medienkompetenz verfügt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Medienkompetenz in der heutigen Informationsgesellschaft ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich pädagogischer Arrangements in der Grundschule.
2. Die Bedeutsamkeit der Medienkompetenz: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Begriff der Medienkompetenz, beleuchtet deren Rolle im Bildungsauftrag und thematisiert die Anforderungen an die Lehrkräfte.
3. Grundschulkinder und Medien: Hier wird das Mediennutzungsverhalten von Kindern analysiert, wobei besonderes Augenmerk auf geschlechtsspezifische Unterschiede und bestehende Stereotypisierungen gelegt wird.
4. Einsatz und Gestaltung von Medien in der Grundschule: In diesem Kapitel werden didaktische Möglichkeiten zur Einbindung von Lernsoftware und konkrete Portfolio-Konzepte aus der Praxis diskutiert.
5. Fazit und Perspektiven: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer frühzeitigen Vermittlung von Medienkompetenz zusammen und gibt Ausblicke auf notwendige Weiterentwicklungen in der Bildungslandschaft.
Schlüsselwörter
Medienkompetenz, Grundschule, Medienerziehung, Mediennutzung, Informatik, Lehrkräfte, geschlechtsspezifische Unterschiede, Lernsoftware, digitale Medien, Bildungsauftrag, Pädagogik, Medienprojekte, Schulalltag, Informationsgesellschaft, Kompetenzentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und den Möglichkeiten, Medienkompetenz bereits im Grundschulalter als vierte Kulturtechnik neben Lesen, Schreiben und Rechnen zu verankern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Medienkompetenz, der Rolle der Lehrkräfte, dem Nutzungsverhalten von Kindern und der genderspezifischen Untersuchung beim Umgang mit Computern.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie pädagogische Arrangements in der Grundschule gestaltet sein müssen, um Schülern eine umfassende Medienkompetenz effektiv zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch medienpädagogische Fachliteratur sowie der Analyse empirischer Studien zur Computernutzung von Jungen und Mädchen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert theoretische Konzepte, beleuchtet die kindliche Medienwelt, untersucht Geschlechterunterschiede bei der Computernutzung und stellt praxisorientierte Medienprojekte vor.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Medienkompetenz, Grundschule, Medienerziehung, Informatik, Lernsoftware und genderspezifische Förderung.
Wie unterscheidet sich die Computernutzung zwischen Mädchen und Jungen?
Die Studie zeigt, dass Jungen oft als experimentierfreudiger gelten und ihnen Technikkompetenzen eher zugeschrieben werden, während Mädchen den Computer häufiger für spezifische Lernaufgaben wie Mathematikprogramme nutzen.
Welche Rolle spielt die Lehrkraft bei der Medienvermittlung?
Lehrkräfte fungieren als zentrale Akteure, die nicht nur technische Rahmenbedingungen schaffen, sondern durch pädagogische Begleitung und Reflexion einen kritischen Umgang mit Inhalten erst ermöglichen.
Können Medienkompetenzen durch Portfolios gefördert werden?
Ja, Portfoliokonzept bieten eine Möglichkeit, Medienkompetenzen systematisch zu dokumentieren und den Lernprozess der Schüler zu reflektieren, sofern sie methodisch in den Unterricht eingebettet sind.
- Quote paper
- Christin Zienecke (Author), 2009, Medienkompetenz bei Grundschulkindern - Eine Aufgabe für die Lehrkräfte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144947