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Faustlos. Gewaltprävention an der Grundschule

Titel: Faustlos. Gewaltprävention an der Grundschule

Praktikumsbericht / -arbeit , 2009 , 28 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Christoph Neupert (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Während meiner Praktikumszeit bin ich erstmals mit dem FAUSTLOS-Programm, der deutschen Version des US-amerikanischen Gewaltpräventions-Programms „Second Step“, das vom Committee for Children in Seattle entwickelt wurde und in den USA schon seit einigen Jahren mit Erfolg angewandt wird, in Berührung gekommen.
„FAUSTLOS beruht auf einer entwicklungspsychologisch fundierten theoretischen Basis und wurde und wird kontinuierlich evaluiert. Die Inhalte […] sind aus Forschungsbefunden und entwicklungspsychologischen Theorien zu den Defiziten aggressiver Kinder abgeleitet.“ Demnach fehlen Kindern sozial-emotionale Kompetenzen in den Bereichen Empathie, Impulskontrolle und Umgang mit Ärger und Wut.
Das Anliegen der 82. Grundschule ist es, eine humanistische, kindorientierte Lebens- und Lernstätte mit menschlicher Wärme und Geborgenheit zu schaffen und die Schule zu einem Ort der sozialen Begegnung zu machen, an dem Herz und Charakter gebildet werden. Um dieses Ziel erfolgreich zu erreichen, ist die Grundschule „Am Königswald“ nun eine von zehn Schulen in Dresden, die zur Zeit am Pilotprojekt ‚FAUSTLOS‘ teilnehmen, damit sich diese neue Form der Gewaltprävention bewährt und etabliert. Weil ich selbst mit an den im Zuge der durch GTA finanzierten Präventionsstunden teilnehmen durfte und so von der Art und Weise der Kompetenzvermittlung und ihrer Effektivität fasziniert wurde, die sich bspw. im Pausenverhalten der Kinder zeigte, möchte ich im Folgenden näher auf dieses Programm eingehen. Dabei möchte ich besonders auf die Fragestellung eingehen, wie FAUSTLOS funktioniert und für die Kinder unbewusst geschickt auf deren Aggressionsverhalten einwirkt und somit das Miteinander in und außerhalb der Schule ausschließlich positiv beeinflusst.

Leseprobe


Gliederung

1 Schulerkundung

2 FAUSTLOS – Gewaltprävention an der Grundschule

2.1 Warum FAUSTLOS?

2.2 Die Vision

2.3 Die drei Kompetenzen

2.3.1 Empathie

2.3.2 Impulskontrolle

2.3.3 Umgang mit Ärger und Wut

2.4 FAUSTLOS in der Praxis

2.4.1 Fortbildung

2.4.2 Materialien

2.5 Evaluation des Programms

2.6 Diskussion und Ausblick

2.7 Abschlussbetrachtung

3 Unterrichtsversuch

3.1 Schaffen einer vorbereiteten Umgebung

3.2 Aufgaben- und Bedingungsanalyse, Ziele der Stationen

3.3 Lehrplananalyse

3.4 Lernzielformulierung

3.5 Stundenverlauf und didaktisch-methodische Begründung

3.6 Reflexion zum Verlauf der Stunde

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit dokumentiert ein Blockpraktikum und setzt sich kritisch mit dem Gewaltpräventionsprogramm "FAUSTLOS" sowie einem eigenen Unterrichtsversuch im Fach Mathematik auseinander. Ziel ist es, die Wirksamkeit präventiver sozial-emotionaler Förderung zu untersuchen und die Erfahrungen aus der praktischen Unterrichtsgestaltung an einer Grundschule zu reflektieren.

  • Grundschulalltag und pädagogische Rahmenbedingungen
  • Entwicklungspsychologische Grundlagen von FAUSTLOS
  • Vermittlung sozialer Kompetenzen (Empathie, Impulskontrolle, Ärgerbewältigung)
  • Didaktik und methodische Durchführung von Stationsarbeit
  • Reflexion der eigenen Lehrerrolle und Autorität

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Empathie

Durch die Förderung der Empathie soll eine maßgebliche Grundlage für den Erwerb prosozialer Fähigkeiten geschaffen werden. Die Kinder sollen dabei lernen, Gefühle anderer zu erkennen, die Perspektiven anderer zu übernehmen – also den emotionalen Zustand anderer Menschen zutreffend einzuschätzen – und emotional angemessen auf diese zu reagieren. Empathie ist ein Antagonist aggressiven Verhaltens. Wie die Ergebnisse empirischer Untersuchungen zeigen, ist Empathie keine Persönlichkeitseigenschaft, sondern eine sozial-kulturell vermittelte Fähigkeit, die sich bereits im Alter von drei bis vier Jahren herausbildet und die durch gezieltes Üben erlernt werden kann.

„Im Empathietraining lernen die Kinder insbesondere Gefühle [anhand von Mimik, Gestik und situativen Anhaltspunkten] zu identifizieren und dass Menschen unterschiedliche Gefühle in bezug auf die gleiche Sache haben können, dass sich Gefühle ändern können und warum das so ist, Zusammenhänge zu erkennen, um Gefühle vorhersagen zu können, zu verstehen, dass Menschen unterschiedliche Vorlieben und Abneigungen haben, gezielte von ungezielten Handlungen zu unterscheiden, Gefühle durch die Verwendung von „Ich“-Botschaften mitzuteilen und über aktives Zuhören zu erfassen, Sorge und Mitgefühl für andere auszudrücken.“

So werden dadurch Missverständnisse in der Interpretation des Verhaltens anderer verringert und Ärgerreaktionen beim Beobachter reduziert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Schulerkundung: Beschreibt die Rahmenbedingungen, die Schulausstattung und den täglichen Ablauf an der Grundschule K. während des Praktikums.

2 FAUSTLOS – Gewaltprävention an der Grundschule: Analysiert das Konzept von FAUSTLOS, dessen psychologische Grundlagen und die Umsetzung in der Praxis.

2.1 Warum FAUSTLOS?: Beleuchtet den Bedarf an gewaltpräventiven Maßnahmen an Grundschulen zur Stärkung sozial-emotionaler Kompetenzen.

2.2 Die Vision: Erläutert die Entstehung des Programms, dessen Pilotphasen und Zielsetzungen.

2.3 Die drei Kompetenzen: Stellt die Schwerpunkte Empathieförderung, Impulskontrolle sowie Umgang mit Ärger und Wut im Curriculum dar.

2.3.1 Empathie: Erklärt die Bedeutung der Perspektivenübernahme für prosoziales Verhalten.

2.3.2 Impulskontrolle: Beschreibt Strategien zur Problemlösung und zum Training sozialer Fertigkeiten.

2.3.3 Umgang mit Ärger und Wut: Diskutiert Techniken zur Stressreduktion und Emotionsregulation.

2.4 FAUSTLOS in der Praxis: Behandelt die praktische Integration des Programms und die notwendigen Fortbildungen für Lehrkräfte.

2.4.1 Fortbildung: Beschreibt den Aufbau der Schulung für Pädagogen.

2.4.2 Materialien: Listet die für den FAUSTLOS-Unterricht benötigten Materialien und deren Einsatz auf.

2.5 Evaluation des Programms: Führt Ergebnisse zur Wirksamkeit des Programms basierend auf Eltern- und Lehrerrückmeldungen an.

2.6 Diskussion und Ausblick: Kritische Reflexion über die beobachtete Wirksamkeit und mögliche Forschungsfelder.

2.7 Abschlussbetrachtung: Führt die zentralen Argumente für die Relevanz des FAUSTLOS-Projekts zusammen.

3 Unterrichtsversuch: Dokumentiert die Planung und Durchführung einer Mathematikstunde als Stationsarbeit.

3.1 Schaffen einer vorbereiteten Umgebung: Beschreibt die organisatorischen Vorbereitungen für den Lernzirkel.

3.2 Aufgaben- und Bedingungsanalyse, Ziele der Stationen: Analysiert die mathematischen Anforderungen der gewählten Stationen.

3.3 Lehrplananalyse: Setzt die Stunde in den Kontext der Anforderungen des Mathematik-Lehrplans.

3.4 Lernzielformulierung: Definiert die kognitiven und sozialen Ziele des Unterrichtsversuchs.

3.5 Stundenverlauf und didaktisch-methodische Begründung: Erläutert die didaktischen Schritte und den Aufbau der Stunde.

3.6 Reflexion zum Verlauf der Stunde: Reflektiert die methodischen Erfolge, Schwierigkeiten und die eigene Lehrerrolle.

Schlüsselwörter

FAUSTLOS, Gewaltprävention, Grundschule, Soziale Kompetenz, Empathie, Impulskontrolle, Lernzirkel, Mathematikdidaktik, Stationsarbeit, Schulpraktikum, Inklusive Pädagogik, Konfliktlösung, Verhaltensprävention, Unterrichtsreflexion, Grundschulalltag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit reflektiert die Erfahrungen eines Praktikums an einer Grundschule, wobei ein Schwerpunkt auf der Einführung und Anwendung des Gewaltpräventionsprogramms FAUSTLOS liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen bei Kindern, die methodische Umsetzung von offenem Unterricht sowie die kritische Selbstreflexion der eigenen pädagogischen Rolle.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Dokumentation und fachliche Einordnung des FAUSTLOS-Programms sowie die methodische Planung, Durchführung und Reflexion einer Mathematikstunde im Lernzirkel-Format.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor nutzt die teilnehmende Beobachtung, Hospitationsprotokolle sowie die Auseinandersetzung mit Fachliteratur und Lehrplänen zur theoretischen Fundierung seiner Beobachtungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche Darstellung des FAUSTLOS-Curriculums mit seinen drei Kernkompetenzen und eine detaillierte Analyse des eigenen Unterrichtsversuchs inklusive Lehrplanbezug und Reflexion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören FAUSTLOS, Gewaltprävention, soziale Kompetenz, Stationsarbeit und Unterrichtsreflexion.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "Kann" und "Muss" bei den Stationen relevant?

Diese Differenzierung dient der Binnendifferenzierung und der Anlehnung an bereits bekannte Arbeitsstrukturen der Klasse, um die Selbstständigkeit der Schüler zu fördern.

Welches Problem hatte der Autor bei der Durchführung seines ersten Unterrichtsversuchs?

Der Autor berichtet von Herausforderungen in seiner Lehrerrolle, insbesondere der Schwierigkeit, eine professionelle Autorität gegenüber den Schülern zu wahren, da er eher als Freund auf gleicher Ebene wahrgenommen wurde.

Wie bewertet der Autor den Nutzen von FAUSTLOS für die Schule?

Der Autor sieht FAUSTLOS als wirksame Methode, um Kindern konstruktive Konfliktlösungsstrategien zu vermitteln, was langfristig das Klassenklima verbessert und Zeit für den eigentlichen Fachunterricht schafft.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Faustlos. Gewaltprävention an der Grundschule
Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
2,0
Autor
Christoph Neupert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
28
Katalognummer
V144585
ISBN (eBook)
9783640546503
ISBN (Buch)
9783640546190
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gewaltprävention Grundschule Faustlos Praktikumsbericht Blockpraktikum Unterrichtsversuch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph Neupert (Autor:in), 2009, Faustlos. Gewaltprävention an der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144585
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Leseprobe aus  28  Seiten
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