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Erziehung und Ideologie - Theorie und Praxis der Erziehung in den offenen Jugendwerkhöfen der DDR

Titel: Erziehung und Ideologie - Theorie und Praxis der Erziehung in den offenen Jugendwerkhöfen der DDR

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Katharina Markmann (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit hat sich nicht zum Ziel gesetzt, die Geschichte der Jugendwerkhöfe in der DDR nachzuzeichnen, sondern sie möchte vielmehr der Frage nachgehen in welchem Zusammenhang Ideologie und Erziehung gestanden haben. Die Jugendwerkhöfe, die letzte Erziehungsinstanz vor dem Strafvollzug, bilden dabei eine Art Kristallisationspunkt. Wenn hier die gewünschte „Umerziehung“ scheitert, bedeutet das auch ein ideologisches Scheitern. Daher wird vor allem untersucht werden, wie die Ideologie des Marxismus-Leninismus auf das Erziehungsideal wirkte und welche genuin sozialistischen Erziehungsmethoden zum Ziel führen sollten. Bei einer derartigen Verknüpfung von Erziehung und Ideologie schließt sich daher die Frage an, inwiefern die DDR Erziehung, besonders in den Jugendwerkhöfen, zum staatlichen Repressionsinstrument wurde und welchen Stellenwert die Erziehung für die DDR hatte. Ich möchte mich in dieser Arbeit dabei auf die offenen Jugendwerkhöfe beschränken, da eine Auseinandersetzung mit der Geschichte des geschlossenen Jugendwerkhofes Torgau einer eigenen Arbeit bedürfte.
Zur Erarbeitung des Themas habe ich mich für folgendes Vorgehen entschieden: Eingangs erläutere ich, welche Stellung die Jugendwerkhöfe im Jugendhilfesystem hatten und aus welchen Gründen Jugendliche in eine solche Einrichtung eingewiesen wurden. Das zweite Kapitel beschäftigt sich vor allem mit der Frage nach der Verknüpfung von Ideologie und Pädagogik und stellt kurz die Kernelemente der Erziehung in der DDR vor. Durch den Rekurs auf die Ideologie soll deutlich werden, welche entscheidende Bedeutung der Erziehung in der Umsetzung ideologischer und politischer Ziele beigemessen wurde. Innerhalb dieses Abschnittes erfolgt ein Exkurs in die kriminologische Ursachenforschung von jugendlicher Delinquenz und abweichendem Verhalten. Der Blick auf die angenommenen Ursachen des in der DDR als Fehlverhalten Interpretierten ermöglicht ein besseres Verständnis für die Wahl der Erziehunsmethoden. Im dritten und letzten Kapitel wird dann ein Blick auf die praktische Umsetzung der vorgestellten Theorien geworfen, um im Anschluss ein Fazit bezüglich der Wirksamkeit dieser Erziehung zu ziehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Stellung und Aufgabe der Jugendwerkhöfe
    • Der JWH und die Jugendhilfe in der DDR
    • Gründe für die Einweisung in einen JWH
  • Erziehungsziele und pädagogische Methodik in der DDR
    • Erziehung und Ideologie
    • Die Erziehung zur allseitig gebildeten sozialistischen Persönlichkeit
    • Exkurs: Erklärungen für abweichendes Verhalten und Kriminalität
    • Kernelemente der DDR Pädagogik
  • Pädagogische Praxis in den Jugendwerkhöfen
    • Die Erzieher
    • Politisch ideologische Erziehung
    • Kollektiv, Arbeit und Disziplin
    • Erzieherische Mittel
  • Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Ideologie und Erziehung in der DDR miteinander verbunden waren, insbesondere im Kontext der Jugendwerkhöfe, die als letzte Erziehungsinstanz vor dem Strafvollzug fungierten. Die Arbeit untersucht den Einfluss des Marxismus-Leninismus auf das Erziehungsideal und die sozialistischen Erziehungsmethoden in den Jugendwerkhöfen. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, inwiefern die DDR-Erziehung als staatliches Repressionsinstrument diente und welche Bedeutung sie für die DDR hatte.

  • Die Rolle der Jugendwerkhöfe im DDR-Jugendhilfesystem
  • Die Verknüpfung von Ideologie und Pädagogik in der DDR
  • Die Kernelemente der DDR-Erziehung, insbesondere in den Jugendwerkhöfen
  • Die praktische Umsetzung der Erziehungsmethoden in den Jugendwerkhöfen
  • Der Stellenwert der Erziehung für die DDR und die Bedeutung der Jugendwerkhöfe als Repressionsinstrument

Zusammenfassung der Kapitel

Das erste Kapitel beleuchtet die Stellung der Jugendwerkhöfe im Jugendhilfesystem der DDR und erläutert die Gründe für die Einweisung von Jugendlichen in diese Einrichtungen. Dabei werden die rechtlichen Grundlagen, die politischen Rahmenbedingungen und die unterschiedlichen Einweisungstypen sowie die Bedeutung der Jugendwerkhöfe als Repressionsinstrument thematisiert.

Das zweite Kapitel widmet sich den Erziehungszielen und -methoden der DDR, insbesondere dem Einfluss der Ideologie des Marxismus-Leninismus auf die Erziehung. Es werden die zentralen Elemente der sozialistischen Erziehung vorgestellt und ein Exkurs in die kriminologische Ursachenforschung von jugendlicher Delinquenz und abweichendem Verhalten in der DDR unternommen. Dieser Exkurs verdeutlicht die Interpretation von Fehlverhalten und dient dazu, die Wahl der Erziehungsmethoden besser zu verstehen.

Das dritte Kapitel befasst sich mit der praktischen Umsetzung der pädagogischen Theorien in den Jugendwerkhöfen. Es werden die Rolle der Erzieher, die Methoden der politisch-ideologischen Erziehung, die Bedeutung von Arbeit und Disziplin sowie die verschiedenen erzieherischen Mittel im JWH-Alltag beleuchtet.

Schlüsselwörter

Jugendwerkhöfe, DDR, Jugendhilfe, Erziehung, Ideologie, Marxismus-Leninismus, Sozialistische Erziehung, Repression, Umerziehung, Kollektiv, Arbeit, Disziplin, Fehlverhalten, Delinquenz, Pädagogische Praxis, Erzieher, Torgau.

Häufig gestellte Fragen

Was war die Aufgabe der Jugendwerkhöfe in der DDR?

Jugendwerkhöfe (JWH) dienten als letzte Instanz der Jugendhilfe für „schwererziehbare“ Jugendliche. Ziel war die „Umerziehung“ zu sozialistischen Persönlichkeiten, bevor als letzte Stufe der Strafvollzug drohte.

Wie hängen Ideologie und Erziehung in den JWH zusammen?

Die Erziehung basierte auf dem Marxismus-Leninismus. Ein Scheitern der Umerziehung wurde oft als ideologisches Scheitern gewertet, weshalb die Pädagogik stark politisch aufgeladen war.

Was sind die Kernelemente der DDR-Pädagogik in diesen Einrichtungen?

Zentrale Säulen waren das Kollektiv, körperliche Arbeit und strikte Disziplin. Der Einzelne sollte sich in die Gemeinschaft einordnen und durch Arbeit „gebessert“ werden.

Welche Gründe führten zu einer Einweisung in einen Jugendwerkhof?

Gründe waren oft „abweichendes Verhalten“, Arbeitsverweigerung, kleine Delikte oder eine politische Einstellung, die nicht dem sozialistischen Ideal entsprach.

Wurde die Erziehung in den JWH als Repressionsinstrument genutzt?

Ja, die Einrichtungen dienten auch der Disziplinierung von Jugendlichen, die sich dem System entzogen. Die Grenze zwischen pädagogischer Hilfe und staatlicher Repression war oft fließend.

Was unterscheidet „offene“ Jugendwerkhöfe vom Standort Torgau?

Offene JWH hatten zwar strenge Regeln, boten aber mehr Freiheiten als der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau, der als Disziplinierungseinrichtung mit gefängnisähnlichen Zuständen bekannt war.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erziehung und Ideologie - Theorie und Praxis der Erziehung in den offenen Jugendwerkhöfen der DDR
Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
1,0
Autor
Katharina Markmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
26
Katalognummer
V144357
ISBN (eBook)
9783640528011
ISBN (Buch)
9783640527731
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erziehung Ideologie Theorie Praxis Erziehung Jugendwerkhöfen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Markmann (Autor:in), 2009, Erziehung und Ideologie - Theorie und Praxis der Erziehung in den offenen Jugendwerkhöfen der DDR, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144357
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Leseprobe aus  26  Seiten
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