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Anleitung zur Interpretation nach Oskar Bätschmann anhand einer Interpretation des Werkes Fountain (1917) von Marcel Duchamp

Titel: Anleitung zur Interpretation nach Oskar Bätschmann  anhand einer Interpretation des Werkes Fountain (1917) von Marcel Duchamp

Hausarbeit , 2007 , 18 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Julia Mrosek (Autor:in)

Kunst - Allgemeines, Kunsttheorie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Oskar Bätschmann vereinte die Ansätze verschiedener Methoden integrativ in einer Theorie, die mit Hilfe einer schrittweisen Herangehensweise die Interpretation eines Kunstwerks ermöglicht. Sein hermeneutischer Ansatz ist kein werkimmanenter, jedoch werden hierbei Erkenntnisse immer wieder auf das Werk zurückbezogen. Ein methodisch korrektes Vorgehen soll dazu führen, dass Vorwürfe nach Subjektivität verdrängt werden.
Ich werde in dieser Seminararbeit diesen Ansatz Bätschmanns auf ein Kunstwerk von Duchamp „Fountain“ anwenden und mich dabei kritisch mit ihm auseinandersetzen. Dabei gehe ich erst auf die theoretische Idee des Auslegungsprozesses ein, bevor ich beginne, mit Hilfe dessen das ausgewählte Kunstwerk zu interpretieren. Die theoretischen Inhalte entnehme ich seinem Aufsatz Anleitung zur Interpretation: Kunstgeschichtliche Hermeneutik., welcher in Kunstgeschichte. Eine Einführung. Von Martin Warnke veröffentlicht wurde.
Ich werde auf der einen Seite herausstellen, welche Möglichkeiten sich hierbei in Bezug auf die Interpretation eröffnen, aber auf der anderen Seite jedoch auch, an welche Grenzen ich bei der Anwendung der Theorie stoße. Bätschmann selbst schreibt nicht, dass eine Anwendung auf bestimmte Kunstgattungen unmöglich ist, er schreibt nur: „Die Übertragung auf andere Kunstgattungen (Architektur, Skulptur, Kunstgewerbe, Design) würde einen größeren Aufwand erfordern.“
Der Kunsthistoriker Dieter Daniels behauptete 1992 sogar,
„dass bei Duchamp viele der traditionellen kunstgeschichtlichen Methoden nicht mehr angewendet werden können. Die Verfahren der Stilanalyse und der Ikonographie, die von Cézanne über den Kubismus bis zur Abstraktion noch funktionieren, greifen bei Duchamp nicht.“

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Anleitung zur Interpretation: Kunstgeschichtliche Hermeneutik nach Oskar Bätschmann und die Anwendung der Interpretation Oskar Bätschmanns auf Marcel Duchamp: Fountain (1917)

2.1 Einstieg

2.2 Feststellung der Unverständlichkeit des Werks

2.3 Analyse, kreative Abduktion und Validierung

2.3.1 Die kunstgeschichtliche Einordnung und Biografie Duchamps

2.3.2 Die Auswahl

2.3.3 Zur Signatur R. Mutt

2.3.4 Zur Benennung des Kunstwerks als Fountain

2.3.5 Der Zettel

2.3.6 Ausstellungen des Fountain

2.3.7 Und das soll Kunst sein?

3 Fazit und Kritik

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die kunstgeschichtliche Hermeneutik nach Oskar Bätschmann kritisch auf Marcel Duchamps Readymade "Fountain" (1917) anzuwenden, um die Tauglichkeit dieser Methode für moderne, nicht-traditionelle Kunstwerke zu prüfen und die Grenzen der Anwendbarkeit aufzuzeigen.

  • Methodische Anwendung der Hermeneutik nach Oskar Bätschmann auf ein Readymade.
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Grenzen kunstgeschichtlicher Analyse bei modernen Werken.
  • Untersuchung der Entstehungskontexte und der Intention Duchamps hinter "Fountain".
  • Analyse der Rolle der Signatur und Benennung bei der Transformation von Alltagsgegenständen zu Kunst.
  • Reflexion über den Stellenwert von Originalität und Replikation in Duchamps Schaffen.

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Die Auswahl

In diesem Abschnitt nun, will ich der Frage, warum Duchamp ausgerechnet ein Urinal für die Darstellung dessen als Kunstwerk, ausgewählt hat.

Die Werke Rue de bicyclette, sowie Fountain, aber auch andere seiner Werke sind sogenannte Readymades. Der ausschlaggebende Gedanke für die Erstellung von Readymades war dieser, dass es niemals eine beständige, ewig gültige Definition von Kunst gegeben hat. Duchamp überschreitet mit seinen Werken die konventionellen Grenzen zwischen Leben und Kunst; zusätzlich stellt er hiermit den sogenannten „guten Geschmack“ in Frage. Wer kann behaupten, etwas ist hohe Kunst? Wer hat das Recht zu sagen, dass dieses oder jenes Kunstwerk nichts Wert ist?

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert den theoretischen Ansatz der kunstgeschichtlichen Hermeneutik nach Bätschmann und definiert das Ziel der kritischen Anwendung auf Duchamps Werk.

2 Anleitung zur Interpretation: Kunstgeschichtliche Hermeneutik nach Oskar Bätschmann und die Anwendung der Interpretation Oskar Bätschmanns auf Marcel Duchamp: Fountain (1917): Dieses Hauptkapitel führt Schritt für Schritt durch den interpretatorischen Prozess, von der ersten Begegnung mit dem Objekt bis hin zur detaillierten Analyse von Signatur, Benennung und Ausstellungsgeschichte.

3 Fazit und Kritik: Im Fazit wird reflektiert, dass die methodischen Vorgaben Bätschmanns bei einem Readymade auf konzeptionelle Grenzen stoßen, da traditionelle Parameter wie Auftraggeber oder Schaffensprozess hier kaum greifbar sind.

Schlüsselwörter

Oskar Bätschmann, Kunstgeschichtliche Hermeneutik, Marcel Duchamp, Fountain, Readymade, Interpretation, Kunstgeschichte, R. Mutt, Moderne Kunst, Ästhetik, Entfremdung, Institutionalisierung, Rezeption, Kunstwerkdefinition, Objekthaftigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit ist eine methodisch-kritische Auseinandersetzung mit der Anwendung der kunstgeschichtlichen Hermeneutik nach Oskar Bätschmann auf das berühmte Readymade "Fountain" von Marcel Duchamp.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die Methoden der Kunstbetrachtung, der Wandel des Kunstbegriffs durch die Moderne, die Rolle des Künstlers als Konzeptgeber sowie die Rezeption von Readymades.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit Bätschmanns strukturierte Anleitung zur Interpretation als Werkzeug geeignet ist, um ein so unkonventionelles Objekt wie Duchamps Urinal wissenschaftlich zu erfassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die "kunstgeschichtliche Hermeneutik" nach Oskar Bätschmann angewandt, die eine schrittweise Analyse, Abduktion und Validierung vorsieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in praktische Interpretationsschritte, darunter die Biografie Duchamps, die Analyse der Signatur "R. Mutt", die Wortbedeutung von "Fountain" sowie eine historische Aufarbeitung der verschiedenen Ausstellungen des Werkes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Hermeneutik, Readymade, Duchamp, Kunstbegriff und Analyse beschreiben.

Warum war die Signatur "R. Mutt" für die Interpretation so entscheidend?

Die Signatur diente Duchamp dazu, die persönliche Urheberschaft zu verschleiern, den "guten Geschmack" zu unterwandern und den Fokus vom Schaffensprozess auf die Konzeption zu verschieben.

Zu welchem Schluss kommt der Autor hinsichtlich der Anwendbarkeit der Methode?

Der Autor stellt fest, dass Bätschmanns Methode zwar einen guten Zugang bietet, jedoch bei Werken der Moderne, die keine traditionellen Schaffensprozesse oder Auftraggeber aufweisen, an ihre Grenzen stößt.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Anleitung zur Interpretation nach Oskar Bätschmann anhand einer Interpretation des Werkes Fountain (1917) von Marcel Duchamp
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Veranstaltung
Methoden der Kunstbetrachtung
Note
2,3
Autor
Julia Mrosek (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
18
Katalognummer
V142439
ISBN (eBook)
9783640516322
ISBN (Buch)
9783640516568
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Anleitung Interpretation Oskar Bätschmann Interpretation Werkes Fountain Marcel Duchamp
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Mrosek (Autor:in), 2007, Anleitung zur Interpretation nach Oskar Bätschmann anhand einer Interpretation des Werkes Fountain (1917) von Marcel Duchamp, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142439
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Leseprobe aus  18  Seiten
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