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Fusionsverhandlungen und endogene Unternehmenszusammenschlüsse. Die Fusion der US-amerikanischen Pharmaunternehmen Pfizer und Warner-Lambert

Title: Fusionsverhandlungen und endogene Unternehmenszusammenschlüsse. Die Fusion der US-amerikanischen Pharmaunternehmen Pfizer und Warner-Lambert

Bachelor Thesis , 2021 , 29 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Anonym (Author)

Economics - Industrial Economics
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Die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit, welcher das Modell endogener Fusionsbildung in Oligopolen mit zu asymmetrischen Stückkosten produzierenden Unternehmen nach Stadler und Neubecker zugrunde liegt, ist zunächst die Analyse des Modells und anschließender Anwendung auf den Fall von drei Wettbewerbern im Rahmen eines empirischen Fallbeispiels aus der Pharmabranche.

Das Phänomen Fusionswellen wird im Rahmen ökonomischer als auch politischer Natur nur allzu kontrovers diskutiert, so ist diesem Phänomen für beide Bereiche eine ausgesprochen aktuelle Relevanz immanent und ein, aus der Pandemie resultierender Anstieg der Fusionswelle, wird auch seitens des Bundeskartellamts erwartet.

Die Analyse von strategischen Fusionsmotiven als auch die Bewertung von Fusionen aus wohlfahrtstheoretischer Perspektive waren bereits Gegenstand einer Vielzahl von Publikationen im Forschungsfeld der Industrieökonomie. In vielen veröffentlichten Papieren werden Fusionen jedoch als ein exogener Wechsel in der Marktstruktur betrachtet, der das bestehende Cournot Gleichgewicht ersetzt. Diese Modelle finden eine adäquate Anwendung in der Untersuchung der Konsequenzen von Fusionen, die exogen gegeben sind. Die Analyse des Verhaltensmusters von Wettbewerbern bei Unternehmenszusammenschlüssen benötigt ein theoretisches Modell, welches die essentielle Komponente "Verhandlungen" miteinbezieht.

Die Arbeit ist wie folgt gegliedert: In Abschnitt 2 werden zunächst die theoretischen Grundlagen vorgestellt, die Modellannahmen eingeführt und die jeweiligen Ebenen des kooperativen Spiels für drei Wettbewerber formal betrachtet. Anschließend wird ein kurzer Ausblick auf die Erweiterung des Modells für vier Unternehmen gegeben. In Abschnitt 3 erfolgt die Anwendung des betrachteten Modells auf ein empirisches Beispiel: Die Übernahme des US-amerikanischen Pharmaunternehmens Warner-Lambert durch seinen US-Mitwettbewerber Pfizer vor dem Hintergrund zuvor erfolgter Fusionsverhandlungen zwischen Warner-Lambert und einem weiteren Pharmaunternehmen namens American Home Products. Abgeschlossen wird die Arbeit mit einer Zusammenfassung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Modell asymmetrischer Fusionsbildung

2.1 Theoretische Grundlagen

2.2 Das Modell und seine Annahmen

2.3 Der Pre-Merger Markt

2.4 Die Merger Ebene

2.5 Die Produktionsebene

2.6 Das Modell für drei Wettbewerber

2.7 Ausblick: Das Modell für vier Wettbewerber

3 Empirische Anwendung im Pharmasektor

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Dynamik endogener Fusionsbildungen in Oligopolen mit asymmetrischen Kostenstrukturen. Das primäre Ziel ist es, mittels spieltheoretischer Modelle zu analysieren, unter welchen Bedingungen Fusionsverhandlungen zu wohlfahrtssteigernden Ergebnissen führen und wie sich diese Erkenntnisse auf historische Beispiele aus der Pharmaindustrie, insbesondere die Fusion von Pfizer und Warner-Lambert, übertragen lassen.

  • Analyse endogener Fusionsentscheidungen mittels kooperativer Spieltheorie
  • Bedeutung von Kostenasymmetrien und Effizienzgewinnen in Fusionsmodellen
  • Vergleich von Vor- und Nach-Merger Marktstrukturen
  • Anwendung theoretischer Fusionsmodelle auf den Pharmasektor

Auszug aus dem Buch

2.1 Theoretische Grundlagen

Fusionen werden in der industrieökonomischen Theorie als Vereinigung von Unternehmen zu einer wirtschaftlichen Einheit beschrieben (Bester 2007, S. 150). Für die wohlfahrtstheoretische Betrachtung sind insbesondere Fusionen in oligopolistischen Märkten relevant, welche laut Bester (2007, S. 77) dadurch gekennzeichnet sind, dass in ihnen eine beschränkte Anzahl von Anbietern miteinander konkurrieren. Somit liegt weder ein Monopol noch vollständige Konkurrenz vor.

Im vorliegenden Modell werden lediglich horizontale Fusionen betrachtet, die durch Bühler und Jaeger (2002, S. 105) wie folgt definiert werden: „Zwei oder mehrere Unternehmen, die im selben (z.B. geographischen) Markt operieren und ein homogenes oder differenziertes Gut produzieren, schließen sich zusammen.“ Der Fokus auf horizontale Fusionen lässt sich insofern empirisch begründen, als dass 2010 der Anteil dieser an der Gesamtzahl von Fusionen bei 80,75% lag (vgl. Andree 2012, S. 16).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Fusionsanalyse ein und skizziert die Zielsetzung der Arbeit, endogene Fusionsbildung in asymmetrischen Oligopolen zu untersuchen.

2 Das Modell asymmetrischer Fusionsbildung: In diesem Kapitel werden die theoretischen Rahmenbedingungen und die spieltheoretischen Annahmen für die Analyse von Fusionsverhandlungen und Marktstrukturen dargelegt.

3 Empirische Anwendung im Pharmasektor: Das Modell wird hier auf den konkreten Fall der Pharmabranche angewendet, um die theoretischen Prognosen mit tatsächlichen Marktbeobachtungen zu vergleichen.

4 Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen theoretischen Erkenntnisse sowie die praktischen Implikationen für die Fusionspolitik zusammen.

Schlüsselwörter

Endogene Fusion, Oligopol, Kostenasymmetrie, Spieltheorie, Industrieökonomik, Marktstruktur, Pharmaindustrie, Wohlfahrtstheorie, Horizontale Fusion, Wettbewerb, Effizienzgewinne, Pfizer, Warner-Lambert, Decisive Group of Owners, Binary Dominance Relation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die ökonomische Analyse von Unternehmensfusionen, insbesondere wie Firmen unter asymmetrischen Kostenbedingungen endogen entscheiden, zu fusionieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die horizontale Fusionsbildung, die industrieökonomische Oligopoltheorie und die Anwendung von spieltheoretischen Modellen auf reale Marktereignisse im Pharmasektor.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen Fusionsentscheidungen für die beteiligten Akteure profitabel sind und welche Auswirkungen dies aus wohlfahrtstheoretischer Sicht auf den Markt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird das Konzept der kooperativen Spieltheorie genutzt, insbesondere die „Binary Dominance Relation“ und „Decisive Groups of Owners“, um das Ranking von Marktstrukturen zu bestimmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die formale Herleitung des Modells asymmetrischer Fusionsbildung für drei und vier Wettbewerber sowie die anschließende empirische Anwendung auf die Fusion von Pfizer und Warner-Lambert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Kostenasymmetrie, endogene Fusion, Oligopoltheorie und Industrieökonomik charakterisieren.

Warum unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Kostenasymmetrien?

Die Höhe der Asymmetrie entscheidet darüber, ob eine Fusion profitabel ist oder ob beispielsweise ein weniger effizientes Unternehmen als eigenständiger Wettbewerber am Markt verbleibt.

Welche Rolle spielt die Fusion von Pfizer und Warner-Lambert als Fallbeispiel?

Sie dient als empirischer Beleg dafür, dass das theoretische Modell auch bei Megafusionen in volatilen Branchen wie der Pharmaindustrie valide Ergebnisse hinsichtlich der Synergieeffekte liefern kann.

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Details

Title
Fusionsverhandlungen und endogene Unternehmenszusammenschlüsse. Die Fusion der US-amerikanischen Pharmaunternehmen Pfizer und Warner-Lambert
College
University of Tubingen  (Economics)
Course
Industrieökonomik
Grade
1.0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
29
Catalog Number
V1423644
ISBN (PDF)
9783346978639
ISBN (Book)
9783346978646
Language
German
Tags
Endogenous Merger Formation Fusionen Spieltheorie Unternehmenszusammenschlüsse Asymmetric Markets
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Fusionsverhandlungen und endogene Unternehmenszusammenschlüsse. Die Fusion der US-amerikanischen Pharmaunternehmen Pfizer und Warner-Lambert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1423644
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