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Das Einflusspotenzial des American Iranian Council und des National Iranian American Council in der Außenpolitik der USA

Title: Das Einflusspotenzial des American Iranian Council und des National Iranian American Council in der Außenpolitik der USA

Term Paper , 2009 , 28 Pages

Autor:in: Renard Teipelke (Author)

Politics - Region: USA
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In der hier vorliegenden Arbeit sollen im Folgenden die beiden führenden Interessenvertretungen der iranisch-amerikanischen Community in den amerikanisch-iranischen Beziehungen analysiert werden: Der American Iranian Council (AIC) und der National Iranian American Council (NIAC). Dabei wird am Fallbeispiel der iranischen Präsidentschaftswahlen im Jahre 2009 untersucht, inwiefern diese beiden Gruppen ein Einflusspotenzial in der amerikanischen Außenpolitik besitzen. Dieser Auswertung wird eine Vorstellung iranisch-amerikanischer Interessenorganisationen vorangestellt. Anschließend soll ein kurzer theoretischer Teil den politischen Prozess darstellen, in welchem diese Interessenorganisationen aktiv sind. Diesem Teil folgt eine Betrachtung der Ereignisse im Zuge der Wahl im Iran und der Reaktionen von offizieller Seite in den USA, die beide in den Kontext der amerikanisch-iranischen Beziehungen gestellt werden. Im Anschluss erfolgt die eigentliche Analyse des Einflusspotenzials des American Iranian Council (AIC) und des National Iranian American Council (NIAC) anhand einer Untersuchung ihrer Organisationsstruktur, ihren Mobilisierungsmöglichkeiten und der bisherigen Resonanz ihrer Botschaften. Zudem soll ein Blick auf die Opposition dieser Interessenvertretungen, den politischen Prozess, in welchem sie agieren sowie ihre Haltung zur iranischen Präsidentschaftswahl geworfen werden. Hieraus wird zu erkennen sein, inwiefern sie das vorher analysierte Einflusspotenzial in diesem Fallbeispiel nutzen konnten. Daraus wird abschließend ein Fazit über die beiden Organisationen entwickelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Iranisch-amerikanische Interessensorganisationen

3. Think Tanks und Interessengruppen auf dem Marktplatz politischer Ideen

4. Amerikanisch-iranischen Beziehungen

5. Iranische Präsidentschaftswahlen 2009

6. Reaktionen in der amerikanischen Politik

7. Analyse der Einflusspotenziale des AIC und des NIAC

7.1 Organisationen und ihre Ziele

7.2 Mobilisierungspotenzial des AIC und des NIAC

7.3 Resonanz ihrer Botschaften

7.4 Wesen und Stärke der Opposition

7.5 Außenpolitischer Prozess und bisherige Erfolge des AIC und des NIAC

7.6 Koalitionen und gegenseitige Unterstützung

7.7 Haltung des AIC und des NIAC zur iranischen Präsidentschaftswahl 2009

7.8 Urteil über das Einflusspotenzial des AIC und des NIAC im Fallbeispiel

8. Fazit

9. Bibliografie

9.1 Primärliteratur

9.2 Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Einflusspotenzial zweier führender Interessenvertretungen der iranisch-amerikanischen Community, des American Iranian Council (AIC) und des National Iranian American Council (NIAC), auf die amerikanische Außenpolitik. Am Fallbeispiel der iranischen Präsidentschaftswahlen 2009 wird analysiert, inwiefern diese Organisationen trotz ihrer Nischenposition innerhalb der komplexen US-Außenpolitik politische Prozesse beeinflussen konnten.

  • Analyse der Organisationsstrukturen und Zielsetzungen von AIC und NIAC
  • Untersuchung des Mobilisierungspotenzials innerhalb der iranisch-amerikanischen Community
  • Bewertung der Resonanz ihrer Botschaften auf politischer Ebene
  • Diskussion des Einflusses der politischen Opposition auf die Arbeit der Organisationen
  • Einordnung der Rolle beider Akteure während der iranischen Präsidentschaftswahlen 2009

Auszug aus dem Buch

7.4 Wesen und Stärke der Opposition

Die Stärke der Opposition bei diesem kontroversen Thema lässt sich gut von den politischen Vorschlägen der beiden Gruppen ableiten. Der AIC sieht in den bisherigen Politikempfehlungen in Washington vor allem fehlerhafte Vorschläge, die auf einem falschen Bild von Irans Ambitionen, Interessen und Potenzialen aufbauen. Der AIC fordert für die amerikanisch-iranischen Beziehungen einen grundlegenden Neuanfang, bei welchem beide Seiten einen hohen Preis zahlen müssen. Dabei wollen die Experten des Think Tanks, dass die USA sich vom Ziel des „Regime Change“ verabschieden, den Iran als ‚normales‘ Land und gleichberechtigten Partner am Verhandlungstisch begrüßen und zudem in einem starken Iran einen weniger bedrohlichen Iran sehen soll (Amirahmadi 2009). Die iranische Seite soll die Position der Arabischen Liga und Organisation der Islamischen Konferenz zur Zweistaatenlösung gemäß den UN-Resolutionen 242 und 338 akzeptieren und die militärische Unterstützung für die Hamas und Hisbollah beenden. Die Urananreicherung muss gestoppt werden und Wahlen im Iran sollen frei und gerecht sein. Um Iran an den Verhandlungstisch zu bekommen, sollen umfangreiche wirtschaftliche Anreize geboten werden (Amirahmadi 2009).

Aus dieser AIC-Position erwächst eine Opposition auf mehreren Seiten: Im Iran würde kaum jemand den Forderungen, besonders bezüglich der Nahost-Problematik, zustimmen, zumal ihnen eine muslimische Mehrheit überaus feindlich gegenüber steht (Amirahmadi 2009). Eine ‚Zuckerbrot und Peitschen‘-Politik wird von den Iranern als beleidigend empfunden und lässt die USA als imperialistische und arrogante Großmacht erscheinen (NIAC 2009e: 7). Hinzu kommt, dass die iranische Führung zwar an einer Verbesserung der Beziehungen, nicht aber an einer Normalisierung interessiert sein kann, weil dies auch ein Ende der islamischen Revolution bedeuten würde (Amirahmadi 2009).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die demografische Situation und politische Inaktivität der iranisch-amerikanischen Community sowie Vorstellung der Forschungsfrage.

2. Iranisch-amerikanische Interessensorganisationen: Überblick über verschiedene Organisationen wie IABA, PAAIA und IPC und deren jeweilige innen- oder außenpolitische Ausrichtung.

3. Think Tanks und Interessengruppen auf dem Marktplatz politischer Ideen: Theoretische Darstellung des US-amerikanischen politischen Systems und der Arbeitsweise von Think Tanks bei der Einflussnahme.

4. Amerikanisch-iranischen Beziehungen: Historischer Rückblick auf die letzten 30 Jahre diplomatischer Verwerfungen zwischen den USA und dem Iran.

5. Iranische Präsidentschaftswahlen 2009: Darstellung der Abläufe der Wahl, der umstrittenen Ergebnisse und der nachfolgenden Proteste im Iran.

6. Reaktionen in der amerikanischen Politik: Analyse, wie der US-Kongress und die Obama-Administration auf die Ereignisse nach der Wahl reagierten.

7. Analyse der Einflusspotenziale des AIC und des NIAC: Detaillierte Untersuchung der Organisationen, ihres Mobilisierungspotenzials, ihrer Resonanz, der Opposition sowie ihrer Erfolge und Haltungen.

8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit von AIC und NIAC im Kontext der außenpolitischen Prozesse der USA.

9. Bibliografie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie Internetquellen.

Schlüsselwörter

AIC, NIAC, US-Außenpolitik, Iran, Präsidentschaftswahl 2009, Think Tank, Interessengruppen, Diplomatie, Iranisch-Amerikaner, Lobbying, Obama-Administration, Politische Einflussnahme, Nahostpolitik, Nukleare Proliferation, Politische Partizipation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob und wie zwei spezifische Interessenvertretungen der iranisch-amerikanischen Community, der AIC und der NIAC, Einfluss auf die Gestaltung der amerikanischen Außenpolitik gegenüber dem Iran nehmen konnten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Felder sind die Rolle von Interessengruppen und Think Tanks im US-Außenpolitikprozess, die historischen amerikanisch-iranischen Beziehungen und die politische Mobilisierung von Exil-Gemeinschaften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, an einem konkreten Fallbeispiel – den iranischen Präsidentschaftswahlen 2009 – zu prüfen, welches Einflusspotenzial die genannten Organisationen besitzen und inwieweit sie dieses nutzen konnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse anhand von Einflussindikatoren nach Haney und Vanderbush, ergänzt durch eine Untersuchung von Organisationsstruktur, Mobilisierungspotenzial und medialer Resonanz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Strukturen, Ziele, Mobilisierungsmöglichkeiten und die wahrgenommene Resonanz von AIC und NIAC sowie deren spezifische Haltung zu den Ereignissen rund um die Wahl im Iran 2009.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Begriffe sind American Iranian Council, NIAC, US-Außenpolitik, Politische Partizipation, Lobbying, Iran-Konflikt und Diplomatische Interessenvertretung.

Wie unterscheidet sich der AIC vom NIAC in seiner Arbeitsweise?

Der AIC agiert primär als Think Tank mit Fokus auf wissenschaftliche Analysen und langfristige Strategieempfehlungen, während der NIAC als Grassroots-Organisation stärker auf Mobilisierung und kurzfristige, öffentlichkeitswirksame Kommunikation setzt.

Welchen Einfluss hatte die Opposition auf diese Organisationen?

Beide Organisationen sahen sich mit starkem Gegenwind konfrontiert: Der AIC insbesondere durch konservative "Falken" und Befürworter eines Regimewechsels, der NIAC durch Vorwürfe der Verharmlosung von Menschenrechtsverletzungen sowie durch islamistische Extremisten.

Wie bewertet der Autor den Erfolg des AIC im Fallbeispiel?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der AIC im Fallbeispiel der Wahlen 2009 keine wesentliche Rolle spielte, da er auf langfristige Strategien ausgelegt ist und sich bei kurzfristigen Krisen eher zurückhielt.

Welches Fazit zieht die Arbeit für den NIAC?

Der NIAC konnte das Ereignis 2009 als Bewährungstest nutzen, da seine Vernetzung mit Iranern vor Ort eine authentische Berichterstattung ermöglichte und er sich aktiv in den politischen Diskurs in Washington einbringen konnte.

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Details

Title
Das Einflusspotenzial des American Iranian Council und des National Iranian American Council in der Außenpolitik der USA
College
Free University of Berlin  (John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien)
Course
Interessengruppen und Think Tanks in der US-Außenpolitik
Author
Renard Teipelke (Author)
Publication Year
2009
Pages
28
Catalog Number
V141674
ISBN (eBook)
9783640494736
ISBN (Book)
9783640494972
Language
German
Tags
Einfluss American Iranian Council National Iranian American Council Außenpolitik USA Iran Präsidentschaftswahlen 2009 Think Tank Interessengruppe AIC NIAC Trita Parsi Lobby Hooshang Amirahmadi
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Renard Teipelke (Author), 2009, Das Einflusspotenzial des American Iranian Council und des National Iranian American Council in der Außenpolitik der USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141674
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