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Gender und Vereinbarkeit

Título: Gender und Vereinbarkeit

Trabajo , 2009 , 27 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Djamila Endrulat (Autor)

Salud - Otros
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In Deutschland liegt die Geburtenziffer bereits unterhalb des Bestandserhaltungsniveaus, d.h. es sterben mehr Menschen, als Kinder geboren werden. In Folge dieser negativen natürlichen Bevölkerungsbilanz und damit einhergehend des demografischen Wandels rückt die Vereinbarkeitsproblematik von Familien- und Erwerbsarbeit in das Zentrum der öffentlichen Diskussion. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der Vereinbarkeit von Erziehungs- und Erwerbsarbeit. Die gegenwärtige Vereinbarkeitspolitik ist geprägt durch zwei historisch gewachsene Positionen, die sich innerhalb der Frauenbewegung herauskristallisierten. Ausgehend von der bürgerlichen Frauenbewegung steht die gesellschaftliche Bewertung der Familienarbeit im Vordergrund mit dem Ziel, die Familienarbeit im Vergleich zur Erwerbsarbeit aufzuwerten. Die proletarische Frauenbewegung hingegen verfolgte die Gleichstelllung der Frau durch verstärkte Beteiligung der Männer an der Familienarbeit und der Überwindung der vorherrschenden geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung. In Hinblick auf diese beiden Positionen möchte ich die Fragestellung untersuchen, inwieweit das am 5. Dezember 2006 erlassene Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz – BEEG) diesen Kriterien genügt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen zur Vereinbarkeitsproblematik

2.1 Wohlfahrtsstaat und Geschlechterverhältnisse

2.2 Familiale Arbeitsteilung und Vereinbarkeitsmodelle

2.3 Ausgewählte Arbeitsmarktheorien

2.4 Wohlfahrtsstaatliche Regulierungen familialer Arbeitsteilung

3 Evaluation des Gesetzes zum Elterngeld und zur Elternzeit

3.1 Elterngeld und Elternzeit

3.2 Inanspruchnahme von Elterngeld und Elternzeit

3.3 Arbeitsmarktpartizipation

3.4 Kinderbetreuung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht das am 5. Dezember 2006 erlassene Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (BEEG) im Hinblick auf seine Eignung, Familienarbeit gesellschaftlich aufzuwerten und die bestehende geschlechtsspezifische Arbeitsteilung durch eine stärkere Beteiligung von Vätern an der Betreuung zu überwinden.

  • Wohlfahrtsstaatliche Typologien und Geschlechterverhältnisse
  • Theoretische Ansätze zur familialen Arbeitsteilung und Arbeitsmarkttheorien
  • Evaluation der Inanspruchnahme von Elterngeld und Elternzeit
  • Herausforderungen der Arbeitsmarktpartizipation und Kinderbetreuung

Auszug aus dem Buch

2.1 Wohlfahrtsstaat und Geschlechterverhältnisse

Der Wohlfahrtsstaat bezeichnet einen Staat, der sich verschiedener Maßnahmen, Programmen und Politiken bedient, die der sozialen, materiellen und kulturellen Wohlfahrt der Bevölkerung zugute kommen. In der Tradition von Esping-Andersen unterscheidet man drei verschiedene Wohlfahrtsstaatsregime: den sozialdemokratischen, den liberalen und den konservativen Wohlfahrtsstaat. Den drei genannten Typen kommen verschiedene Bedeutungen von Staat, Markt und Familie (Wohlfahrtstriade) zu. Im Rahmen dieser Arbeit liegt der Schwerpunkt auf dem konservativen Wohlfahrtstaat, da Deutschland ein realtypischer Vertreter dieses Typs ist.

Konservative Wohlfahrtsstaaten besitzen sozioökonomisch-statusbezogene Sicherungssysteme. Für die Leistungsempfänger ist ihre Position auf dem Arbeitsmarkt entscheidend, da der Umfang der Sozialleistungen von den zuvor gezahlten einkommensbezogenen Beiträgen abhängig ist. Konservative Wohlfahrtsstaaten erreichen mittlere Grade der Dekommodifizierung. Darüber hinaus weisen sie eine starke Stratifizierung auf.

Die Wohlfahrtsstaatstypologie von Esping-Andersen ist in vielerlei Hinsicht kritisiert worden. Ostner monierte, dass nur Frauen betrachtet werden, die entweder erwerbstätig sind oder die von den abgeleiteten Sozialleistungen ihrer Ehemänner profitieren. Des Weiteren wird der Versorgungsleistung der Familie durch Frauen, besonders in Hinblick auf Familialismus, kein Eigengewicht zugestanden, das dem von Markt und Staat vergleichbar wäre.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die demografische Problematik und die Zielsetzung der Arbeit, das BEEG auf seine Effektivität hinsichtlich der Vereinbarkeitspolitik zu prüfen.

2 Theoretische Grundlagen zur Vereinbarkeitsproblematik: Darstellung wohlfahrtsstaatlicher Regimes, geschlechtertheoretischer Ansätze und ökonomischer Theorien zur Arbeitsmarktsegregation.

3 Evaluation des Gesetzes zum Elterngeld und zur Elternzeit: Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen, der Inanspruchnahme durch Eltern, der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und der Situation bei der Kinderbetreuung.

4 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage unter Berücksichtigung der theoretischen und empirischen Erkenntnisse zur Aufwertung der Familienarbeit und der väterlichen Beteiligung.

Schlüsselwörter

Vereinbarkeit, Elterngeld, Elternzeit, Wohlfahrtsstaat, Geschlechterrolle, familiale Arbeitsteilung, Arbeitsmarktpartizipation, Humankapitaltheorie, Gender, Diskriminierungstheorie, Erwerbsverlauf, Kinderbetreuung, Ernährermodell, adult worker model, Familienpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwiefern das deutsche Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (BEEG) dazu beiträgt, Familienarbeit aufzuwerten und die traditionelle geschlechtsspezifische Arbeitsteilung aufzubrechen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die wohlfahrtsstaatliche Familienpolitik, die theoretische Erklärung familialer Arbeitsteilung, arbeitsmarktökonomische Modelle sowie die Auswertung statistischer Daten zur Inanspruchnahme der neuen Elterngeldregelungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwieweit das BEEG die Familienarbeit im Vergleich zur Erwerbsarbeit aufwertet und ob es zu einer Überwindung der einseitigen geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung durch mehr väterliches Engagement führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer deskriptiven Evaluation existierender Datenberichte und Befragungen zur Nutzung familienpolitischer Maßnahmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Wohlfahrtsstaat, Arbeitsmarktheorien) und eine detaillierte Evaluation des BEEG, inklusive der Analyse von Partnermonaten, der Arbeitsmarktpartizipation von Eltern und des Angebots an Kinderbetreuung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Vereinbarkeit, Elterngeld, Geschlechterrolle, Humankapitaltheorie, Arbeitsmarktpartizipation und Ernährermodell.

Warum wird Deutschland als konservativer Wohlfahrtsstaat eingestuft?

Deutschland gilt aufgrund der Ausgestaltung seiner sozialen Sicherungssysteme, die stark an den Erwerbsstatus gekoppelt sind und eine traditionelle Arbeitsteilung innerhalb der Familie stützen, als typischer konservativer Wohlfahrtsstaat.

Welche Rolle spielen die sogenannten Partnermonate?

Die Partnermonate sind ein zentraler Anreiz des BEEG, um Väter zu einer aktiven Beteiligung an der Kinderbetreuung zu motivieren und somit die einseitige Last der Familienarbeit von Müttern zu reduzieren.

Final del extracto de 27 páginas  - subir

Detalles

Título
Gender und Vereinbarkeit
Universidad
University of Cologne  (Seminar für Sozialpolitik)
Curso
Hauptseminar
Calificación
1,3
Autor
Djamila Endrulat (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
27
No. de catálogo
V141206
ISBN (Ebook)
9783640513468
ISBN (Libro)
9783640511273
Idioma
Alemán
Etiqueta
Vereinbarkeitsproblematik Wohlfahrtsstaat Familiale Arbeitsteilung Vereinbarkeitsmodelle Arbeitsmarkttheorien Elternzeit und Elterngeld Geschlechterverhältnisse Arbeitsmarktpartizipation Kinderbetreuung Vereinbarkeit von Familie und Beruf Evaluation Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz Gender
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Djamila Endrulat (Autor), 2009, Gender und Vereinbarkeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141206
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