Besteht aus ausführlicher Inhaltsangabe, Analyse und Interpretation der Darstellung Jennis, sowie Hintergrundinformationen über Charles Sealfield, einen amerikanischen Schriftsteller, der in der Novelle Storms Erwähnung findet.
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt der Novelle
- Jennis Identitätskonflikt
- Charles Sealsfield
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Novelle „Von jenseit des Meeres“ von Theodor Storm beleuchtet die Herausforderungen der Identität und Zugehörigkeit im Kontext des Rassendiskurses im 19. Jahrhundert. Die Geschichte der jungen Jenni, die als uneheliche Tochter einer Mulattin und eines reichen Plantagenbesitzers zwischen zwei Welten gefangen ist, verdeutlicht die Folgen von Rassismus und Vorurteilen.
- Jennis Identitätskonflikt durch ihre ethnische Herkunft
- Die Auswirkungen des Rassendiskurses auf Jennis Selbstbild
- Die Rolle der Gesellschaft im Umgang mit „Fremdem“
- Die Bedeutung von Liebe und Akzeptanz als Mittel zur Überwindung von Vorurteilen
- Die Darstellung von Rassismus in der Literatur und seine Auswirkungen auf die Rezeption
Zusammenfassung der Kapitel
Die Novelle beginnt mit der Rahmenhandlung, in der der Erzähler von Jennis Geschichte berichtet. Jenni, die als Kind nach Deutschland gebracht wurde, um nach europäischen Maßstäben erzogen zu werden, kämpft mit ihrer Identität als „Heimat- und mutterlos Kind“. Sie begegnet Alfred, der sich für ihre Herkunft interessiert und tolerant gegenüber ihr ist. Später wird Jenni mit dem Rassendiskurs konfrontiert, der sie durch ihre Hautfarbe stigmatisiert.
Im zweiten Kapitel wird Jennis Identitätskonflikt näher beleuchtet. Sie wird durch die negative Darstellung von Schwarzen in Literatur und Gesellschaft beeinflusst, die ihre Selbstwahrnehmung prägt.
Das Kapitel über Charles Sealsfield analysiert seine literarische Darstellung von Schwarzen und Mestizen, die stark von Vorurteilen geprägt ist. Seine Romane spiegeln die zeitgenössische Vorstellung von „Fremdem“ wider, die Jenni in der Novelle konfrontiert.
Schlüsselwörter
Die Novelle „Von jenseit des Meeres“ befasst sich mit den Themen Rassismus, Identität, Zugehörigkeit, Vorurteile, ethnische Herkunft, Selbstbild, Literatur, Rassendiskurs, Charles Sealsfield, „Pflanzerleben“, „Die Farbigen“, Exotismus, Sexualität, Liebe, Akzeptanz, Familiengeschichte, Heimatlosigkeit, Integration, Kulturkonflikt, Traumatisierung, und gesellschaftliche Normen.
Häufig gestellte Fragen
Wovon handelt Theodor Storms Novelle "Von jenseit des Meeres"?
Sie thematisiert den Identitätskonflikt der jungen Jenni, die als Tochter einer Mulattin und eines Plantagenbesitzers zwischen verschiedenen Kulturen und Rassenvorurteilen steht.
Welche Rolle spielt der Rassismus in der Geschichte?
Jenni wird durch ihre Hautfarbe stigmatisiert, was ihr Selbstbild prägt und sie zur "Heimat- und mutterlosen" Außenseiterin in der Gesellschaft macht.
Wer war Charles Sealsfield und warum wird er erwähnt?
Sealsfield war ein amerikanischer Schriftsteller, dessen Darstellung von "Fremdem" und Schwarzen stark von zeitgenössischen Vorurteilen geprägt war und als Hintergrund für den Rassendiskurs dient.
Wie geht die Hauptfigur Jenni mit ihrer Herkunft um?
Jenni kämpft mit einem tiefen Identitätskonflikt, der durch die Erziehung nach europäischen Maßstäben und die gleichzeitige Ausgrenzung verschärft wird.
Welche Bedeutung haben Liebe und Akzeptanz in der Novelle?
Die Beziehung zu Alfred zeigt einen Weg zur Überwindung von Vorurteilen durch Toleranz und echtes Interesse an der individuellen Identität jenseits ethnischer Zuschreibungen.
- Quote paper
- Anna-Maria Heinemann (Author), 2005, Theodor Storm - Von jenseit des Meeres, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140872