Die Finanzierung der Kosten von Krankenhausleistungen stellt das Gesundheitswesen vor wachsende Probleme. Fasst man das Krankenhaus als einen Produktionsbetrieb auf, so ist sein Produkt die Gesundheit der Patienten. Dieses Produkt ist jedoch schwer zu erfassen, und entsprechend schwierig ist es, hiefür einen Preis anzugeben. Aus diesem Grund erfolgt die Erfassung der Krankenhausleistung mehr oder weniger inputorientiert. Je mehr Input, desto mehr Leistung. Diese Art der Leistungsbemessung gibt dem Krankenhaus jedoch die Möglichkeit, den Umgang seiner Leistung im Sinne der Einnahmenmaximierung auszudehnen und auf diese Weise die Kosten der Krankenhausleistungen in die Höhe zu treiben. Es gibt verschiedene Vergütungssysteme für Krankenhausleistungen, mit deren Hilfe versucht wird, dieser Gefahr zu begegnen.
Dieses Unterthema befasst sich speziell mit dem Vergütungssystem der Diagnosis Related Groups (DRGs) und den gesundheitsökonomischen Auswirkungen dieses Systems.
Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Einordnung der DRGs in den gesundheitsökonomischen Kontext
- 2.1 Patientenklassifikationssysteme
- 2.2 Das bisherige Vergütungssystem
- 3. Diagnosis Related Groups (DRGs)
- 3.1 DRGs als Patientenklassifikationssystem
- 3.2 DRGs als Basis für ein fallpauschaliertes Vergütungssystem
- 4. Auswirkungen eines auf DRGs basierenden Vergütungssystems
- 4.1 Auswirkungen der DRGs im amerikanischen Gesundheitssystem
- 4.2 Weitere Auswirkungen nach Einführung der DRGs in Deutschland
- 5. Zusammenfassende Beurteilung
- 6. Diskussionsbedarf
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit untersucht die Auswirkungen des Vergütungssystems der Diagnosis Related Groups (DRGs) auf die Gesundheitsökonomie. Der Fokus liegt auf der Einordnung der DRGs in den Kontext der Patientenklassifikationssysteme und dem Vergleich mit dem vorherigen Vergütungssystem.
- Patientenklassifikationssysteme im Gesundheitswesen
- Vergütungsmodelle für Krankenhausleistungen
- Die Funktionsweise und Anwendung von DRGs
- Auswirkungen von DRGs auf die Kosten und Effizienz im Gesundheitssystem
- Kritikpunkte und Diskussionsbedarf im Zusammenhang mit DRGs
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Krankenhausleistungen und deren Vergütung ein und stellt die Problematik der Kostenexplosion im Gesundheitswesen dar. Kapitel 2 beschreibt die Einordnung der DRGs in den gesundheitsökonomischen Kontext, indem verschiedene Patientenklassifikationssysteme und das bisherige Vergütungssystem beleuchtet werden. Kapitel 3 erläutert die Funktionsweise der DRGs als Patientenklassifikationssystem und als Basis für ein fallpauschaliertes Vergütungssystem. Kapitel 4 untersucht die Auswirkungen eines auf DRGs basierenden Vergütungssystems, sowohl in den USA als auch in Deutschland.
Schlüsselwörter
Die Seminararbeit befasst sich mit zentralen Begriffen der Gesundheitsökonomie, insbesondere im Kontext von Krankenhausleistungen und deren Vergütung. Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind: Diagnosis Related Groups (DRGs), Patientenklassifikationssysteme, Vergütungssystem, Gesundheitsökonomie, Kostenkontrolle, Effizienzsteigerung, Input- und Output-Orientierung. Weitere wichtige Begriffe sind: International Classification of Diseases (ICD), Patient Management Categories (PMCs), Case Mix Index (CMI), Bundespflegesatzverordnung (BPfIV) und Fallpauschalen.
Häufig gestellte Fragen
Was sind Diagnosis Related Groups (DRGs)?
DRGs sind ein Patientenklassifikationssystem, bei dem Krankenhausleistungen über Fallpauschalen statt über Einzelleistungen oder Tage abgerechnet werden.
Welche ökonomischen Ziele verfolgt das DRG-System?
Hauptziele sind die Kostenkontrolle, die Steigerung der Effizienz in Krankenhäusern und die Abkehr von rein inputorientierten Vergütungsmodellen.
Wie wirken sich DRGs auf die Patientenversorgung aus?
Es besteht die Gefahr von "blutigen Entlassungen" (zu frühe Entlassung), um Kosten zu sparen, was jedoch durch Qualitätskontrollen begrenzt werden soll.
Was ist der Case Mix Index (CMI)?
Der CMI ist eine Kennzahl, die den durchschnittlichen Schweregrad der behandelten Fälle eines Krankenhauses beschreibt.
Welche Erfahrungen gab es mit DRGs in den USA?
Das US-System diente als Vorbild und zeigte, dass fallpauschalierte Systeme zu kürzeren Liegezeiten und einer stärkeren Prozessoptimierung führen.
- Citar trabajo
- Ulrich Bergmann (Autor), 2003, Gesundheitsökonomische Auswirkungen von DRGs, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13996