Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Filosofía - Teoría (cognición, ciencia, lógica, idioma)

Von der Vorstellung der notwendigen Verknüpfung

Título: Von der Vorstellung der notwendigen Verknüpfung

Trabajo Escrito , 2002 , 12 Páginas

Autor:in: Michael Eugster (Autor)

Filosofía - Teoría (cognición, ciencia, lógica, idioma)
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Der schottische Philosoph David Hume (1711-1776), der mit seinem Erstlingswerk „Treatise of
Human Nature“ (1739) in jungen Jahren bereits für Furore unter den damaligen philosophischen
Weltanschauungen sorgte, wurde zu Lebzeiten nicht annähernd so gewürdigt, wie dies seit seinem
Tode der Fall ist. Erst ganz langsam wurden die Lehren des David Hume wirklich verstanden und
sein Gedankengut weitergeführt. So schrieb Immanuel Kant, dass es „die Erinnerung des David
Hume war, die meinen dogmatischen Schlummer unterbrach und meinen Untersuchungen im Felde
der spekulativen Philosophie eine ganz andere Richtung gab (Kant, Prolegomena, 1783)“, und
Arthur Schopenhauer meinte, dass „aus jeder Seite von Hume [...] mehr zu lernen [sei], als aus
Hegels, Herbarts und Schleiermachers sämtlichen philosophischen Werken zusammengenommen
(Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1892).“ Heute gilt Hume bei modernen
Philosophen und Philosophiehistorikern als einer der einflussreichsten und wichtigsten Philosophen
aus dem englischen Sprachraum, wenn nicht sogar als der Bedeutendste überhaupt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kritische Analyse der beiden Abschnitte des Textes „Von der Vorstellung der notwendigen Verknüpfung“ von Hume

2.1 Erster Teil

2.2 Zweiter Teil

3. Abschliessende Bemerkungen zu Humes Kausalitätstheorie und ihren Auswirkungen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, David Humes Kausalitätstheorie kritisch zu untersuchen, wobei der Fokus insbesondere auf der „Vorstellung der notwendigen Verknüpfung“ liegt. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie Hume die Vorstellung der Kausalität von logischer Notwendigkeit entkoppelt und stattdessen auf psychologische Mechanismen wie Erfahrung und Gewöhnung zurückführt.

  • Kritische Analyse von Humes Text „Von der Vorstellung der notwendigen Verknüpfung“.
  • Die psychologische Begründung der Kausalität durch Erfahrung und Gewöhnung.
  • Abgrenzung von Humes empirischem System gegenüber rationalistischen Kausaltheorien.
  • Die Auswirkungen der Kausalitätstheorie auf die praktische Philosophie und Moraltheorie.

Auszug aus dem Buch

2.1 Erster Teil

Hume beginnt den Text „Von der Vorstellung der notwendigen Verknüpfung“ („necessary connection“) mit einer polemischen Einleitung über die Unterschiede der metaphysischen von den mathematischen Wissenschaften. Die Vorstellungen („ideas“) der Letzteren seien stets klar und genau bestimmt, was ein einfaches Vorwärtskommen gewährleistet, während die Geisteswissenschaften durch die Dunkelheit der Vorstellungen und die Zweideutigkeit der Bezeichnungen nachhaltig daran gehindert werden. So wird zum Beispiel die Vorstellung eines Kreises nie mit der eines Quadrates verwechselt, jedoch entgehen uns die Vorstellungen der metaphysischen Tätigkeiten von Verstand und Geist sehr häufig. Obwohl wir die feinsten Gefühle und vielfältigsten Affekte in der Wirklichkeit unterscheiden, sind wir nicht einmal in der Selbstreflexion fähig, diese klar voneinander abzugrenzen. Diese Ungenauigkeit in der Metaphysik ist es, die Hume mit seiner Untersuchung auszumerzen versucht.

In einem früheren Abschnitt dieser „Untersuchung über den menschlichen Verstand“ hat Hume bereits die Gültigkeit des Satzes, „dass all unsere Vorstellungen nichts sind als Abbilder unserer Eindrücke, oder mit anderen Worten, dass es unmöglich ist, ein Ding zu denken, dass wir nicht zuvor entweder durch unsere äusseren oder inneren Sinne empfunden haben (Hume, Von der Vorstellung der notwendigen Verknüpfung, S. 76)“, gezeigt. An dieser Stelle führt Hume den Begriff des ‚Eindrucks’ („impression“) als Pendant zum Begriff der Vorstellung ein, der sich eben durch die unmittelbare, bewusste Wahrnehmung über innere/äussere Sinne definiert. Diese Eindrücke sind für Hume untrüglich und frei von jeglicher Zweideutigkeit. Da alle unsere Vorstellungen (mitunter jene der Kraft, Energie oder der notwendigen Verknüpfung) auf unzweideutigen Eindrücken basieren (siehe Fussnote 4), müsste es uns also möglich sein, ihre wahre Natur anhand einer eingehenden Prüfung dieser ihr zugrunde liegenden Eindrücke zu ergründen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel bettet David Hume in den philosophischen Kontext ein und erläutert sein Vorhaben, die Kausalitätstheorie von rationalistischen Annahmen hin zu einem empirisch-psychologischen Ansatz zu führen.

2. Kritische Analyse der beiden Abschnitte des Textes „Von der Vorstellung der notwendigen Verknüpfung“ von Hume: In diesem Hauptteil wird Humes Argumentation detailliert nachgezeichnet, wobei der Fokus auf der Dekonstruktion von notwendigen Kausalverbindungen zugunsten einer auf Gewöhnung basierenden Erklärung liegt.

2.1 Erster Teil: Hier wird untersucht, wie Hume durch die Analyse von Eindrücken und Selbstreflexion aufzeigt, dass wir keine rein logische Notwendigkeit in der Verbindung von Ursache und Wirkung finden können.

2.2 Zweiter Teil: Dieses Kapitel fasst Humes Schlussfolgerung zusammen, dass die Vorstellung von Kausalität primär auf der Gewöhnung an wiederholte Beobachtungen basiert, statt auf einer inhärenten Kraft der Objekte selbst.

3. Abschliessende Bemerkungen zu Humes Kausalitätstheorie und ihren Auswirkungen: Der Abschluss reflektiert die Konsequenzen der Humeschen Theorie für die praktische Philosophie und zeigt auf, dass das Prinzip der Notwendigkeit auch für menschliche Handlungen und Moralvorstellungen zentral bleibt.

Schlüsselwörter

David Hume, Kausalitätstheorie, notwendige Verknüpfung, Empirismus, Eindruck, Vorstellung, Gewöhnung, Erfahrung, Selbstreflexion, praktische Philosophie, Willensakt, Gleichförmigkeit, Kausalsystem, Metaphysik, Wahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert David Humes Text „Von der Vorstellung der notwendigen Verknüpfung“ und untersucht, wie Hume das Konzept der Kausalität auf eine empirische Basis stellt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Natur von Eindrücken und Vorstellungen, die Problematik des Kausalitätsbegriffs und dessen Bedeutung für die praktische Philosophie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Hume die Vorstellung der notwendigen Verknüpfung von einer logisch-metaphysischen Betrachtung zu einer psychologischen Erklärung transformiert.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine textkritische Analyse der Humeschen Argumentation durch, ergänzt durch eine Auseinandersetzung mit philosophischen Grundbegriffen.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine zweistufige Analyse der „Vorstellung der notwendigen Verknüpfung“, wobei die Grenzen menschlicher Erkenntnis bezüglich wirkender Kräfte im Zentrum stehen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Kausalität, Empirismus, Gewöhnung, Eindruck, Vorstellung und die Notwendigkeit von Handlungen.

Wie begründet Hume die Unmöglichkeit der Erkenntnis einer inneren Kraft?

Hume argumentiert, dass wir weder durch Selbstreflexion noch durch Beobachtung der Natur einen direkten Eindruck von einer „notwendigen Verbindung“ erhalten, weshalb diese nur eine Projektion unseres Geistes darstellt.

Welche Rolle spielt der Begriff „Gewöhnung“ in Humes System?

Die Gewöhnung dient Hume als Lösungsvorschlag: Durch die wiederholte Beobachtung von Ereignissen in konstanter Abfolge bildet unser Geist die Erwartung, dass Ursache und Wirkung auch in Zukunft verknüpft sein werden.

Wie beeinflusst Humes Kausalitätstheorie die Moralphilosophie?

Hume überträgt das Prinzip der Notwendigkeit auf den Bereich des menschlichen Handelns, indem er postuliert, dass moralische Handlungen ebenso wie natürliche Ereignisse einer gewissen Gleichförmigkeit unterliegen.

Final del extracto de 12 páginas  - subir

Detalles

Título
Von der Vorstellung der notwendigen Verknüpfung
Universidad
University of Zurich
Autor
Michael Eugster (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
12
No. de catálogo
V139689
ISBN (Ebook)
9783640481262
ISBN (Libro)
9783640481415
Idioma
Alemán
Etiqueta
Vorstellung notwendig Verknüpfung Hume Human Nature
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michael Eugster (Autor), 2002, Von der Vorstellung der notwendigen Verknüpfung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139689
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  12  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint