Fächer im Fächerverbund sinnvoll zu unterrichten stellt eine Herausforderung dar, die bereits in der Geschichte der Pädagogik im Hinblick auf Ganzheitlichkeit überdacht wurde. Dies soll in dieser Arbeit näher betrachtet werden. Es wird dabei auf die politische Bildung und den Lehrerberuf im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich eingegangen. Anschließend wird ein Blick auf die Handlungsorientierung geworfen.
In der bayerischen Mittelschule erfolgt die politische Bildung im Fächerverbund und wird als Geschichte/Politik/Geografie (GPG) bezeichnet. Laut Fachprofil ist die Auseinandersetzung mit den wechselseitigen sozialen und politischen Beziehungen
der Menschen in ihrem unmittelbaren Umfeld und in ihrem jeweiligen Lebensraum, in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ein zentrales Anliegen des Faches.
Die Gegenstandsbereiche des Kompetenzstrukturmodels werden aus historischer, sozialwissenschaftlicher und geographischer Perspektive betrachtet und vernetzt. Aus dem Fachlehrplan ergeben sich vier Lernbereiche. Das gelernte soll der Allgemeinbildung dienen und die SchülerInnen dazu befähigen ihre erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten auf die Lebenswelt zu übertragen um ihren Platz als mündige Bürger und Bürgerinnen einzunehmen.
Als eine der wichtigsten Kompetenzen mündiger BürgerInnen gilt dabei die Anerkennung der freiheitlich demokratischen
Grundordnung. Die SchülerInnen lernen außerdem Natur- und Kulturräume der Erde kennen und entwickeln durch historisches Lernen ein Geschichtsbewusstsein.
Inhaltsverzeichnis
- Politische Bildung im Fächerverbund
- Die historischen Modelle im Hinblick auf die „,Fach-, Situations-, und Schülergemäßheit.\"
- Politische Bildung
- Handlungsorientierung im GPG Unterricht
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit setzt sich zum Ziel, die Herausforderungen und Möglichkeiten der politischen Bildung im Fächerverbund an der bayerischen Mittelschule, insbesondere im Fach Geschichte/Politik/Geografie (GPG), zu untersuchen. Dazu werden historische Modelle der Fächerintegration beleuchtet und deren Relevanz für die heutige Unterrichtspraxis diskutiert.
- Politische Bildung im Fächerverbund GPG
- Historische Modelle der Fächerintegration
- Relevanz der Fach-, Situations- und Schülergemäßheit
- Handlungsorientierung im GPG Unterricht
- Qualitätssicherung in Integrationsfächern
Zusammenfassung der Kapitel
1. Politische Bildung im Fächerverbund
Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung und den Stellenwert der politischen Bildung im Fach GPG an der bayerischen Mittelschule. Es werden die zentralen Inhalte des Fachprofils und die vier Lernbereiche des Lehrplans dargestellt. Zudem wird auf die Bedeutung der Entwicklung von mündigen Bürgern und Bürgerinnen hingewiesen.
2. Die historischen Modelle im Hinblick auf die „,Fach-, Situations-, und Schülergemäßheit.\""
In diesem Kapitel werden verschiedene historische Modelle der Fächerstrukturierung vorgestellt, die sich auf die Prinzipien der Fach-, Situations- und Schülergemäßheit beziehen. Es werden die Septem artes liberales, die schulpädagogischen Erträge der Reformation, die Arbeitsschule und die Projektarbeit, der Gesamtunterricht Berthold Ottos, der Epochalunterricht der Walddorfschule und die Lebensschule Hermann Meyers diskutiert. Dabei wird die Frage erörtert, inwieweit diese Modelle für die heutige Unterrichtspraxis relevant sind und wie sie die Prinzipien der Fach-, Situations- und Schülergemäßheit in einem Integrationsfach wie GPG unterstützen können.
Schlüsselwörter
Politische Bildung, Fächerverbund, GPG, Geschichte/Politik/Geografie, historische Modelle, Fach-, Situations-, und Schülergemäßheit, Handlungsorientierung, Integration, Qualitätssicherung, Unterrichtsgestaltung, Didaktik.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Praxisprobleme der politischen Bildung. Fächerverbund GPG integrativ, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1392731