In der vorliegenden Arbeit wird zunächst in das Konstrukt der Kognitiven Aktivierung und kognitiv aktivierende Aufgabenmerkmale eingeführt. Die von Hanisch entwickelte Checkliste für kognitiv aktivierende Rechtschreibaufgaben wird hier genauer erläutert. Anschließend wird auf den Gegenstand der Kommasetzung und die aktuelle Vermittlung im Deutschunterricht eingegangen. All dies dient als Grundlage für die Analyse des gestalteten Lehrmaterials. Aufgrund des Umfangs des Materials wird lediglich die erste Doppelseite detailliert vorgestellt, in seiner Konzeption begründet und mithilfe der Checkliste nach Hanisch analysiert.
Kognitive Aktivierung beschreibt die Anregung der Lernenden, sich besonders aktiv mental und intensiv mit einem Lerngegenstand auseinanderzusetzen und ihre Wissensstrukturen auszubauen und zu erweitern. Das Konstrukt gilt neben der Schüler*innenorientierung und Klassenführung als eine Grunddimension von gutem, erfolgreichem Unterricht. Um solch eine Szene beobachten zu können, muss das Unterrichtsangebot möglichst kognitiv aktivierend gestaltet werden. Im Rahmen des Seminars ,,Aufgaben im Sprachunterricht’’ erprobten wir die Gestaltung von möglichst kognitiv aktivierenden Aufgabensets: In einer Gruppenarbeit gestalteten wir Lehrbuchseiten zum Rechtschreibphänomen der Kommasetzung.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1. Theorie
- 2. Gegenstand
- 3. Aufgabenanalyse
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit dem Konstrukt der Kognitiven Aktivierung im Sprachunterricht, insbesondere im Hinblick auf die Gestaltung kognitiv aktivierender Aufgaben. Dabei wird die Checkliste für kognitiv aktivierende Rechtschreibaufgaben von Hanisch (2018) als Grundlage für die Analyse eines selbstentwickelten Lehrmaterials zur Kommasetzung herangezogen.
- Kognitive Aktivierung als Grunddimension guten Unterrichts
- Checkliste für kognitiv aktivierende Rechtschreibaufgaben nach Hanisch (2018)
- Kommasetzung als Lerngegenstand im Deutschunterricht
- Analyse von Lehrmaterial zur Kommasetzung anhand der Checkliste von Hanisch (2018)
- Beurteilung des Potenzials des Lehrmaterials zur kognitiven Aktivierung
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt den theoretischen Hintergrund der Kognitiven Aktivierung dar und erläutert die Bedeutung des Konstrukts für den Sprachunterricht. Sie beschreibt die Entstehung des selbstentwickelten Lehrmaterials und die Ziele der vorliegenden Arbeit.
1. Theorie
Dieses Kapitel beleuchtet die theoretischen Grundlagen der Kognitiven Aktivierung, insbesondere die Merkmale kognitiv aktivierender Aufgaben nach Lipowsky (2015) und Hanisch (2018). Es wird auf die Bedeutung von kognitiven Konflikten, die Förderung von Diskussionskultur und den Erwerb von unterschiedlichen Wissensformen eingegangen.
2. Gegenstand
Dieses Kapitel beschäftigt sich mit dem Lerngegenstand Kommasetzung und seiner aktuellen Vermittlung im Deutschunterricht. Es beleuchtet die Herausforderungen und Möglichkeiten der Kommasetzung im Unterricht.
3. Aufgabenanalyse
Das dritte Kapitel beinhaltet eine detaillierte Analyse des selbstentwickelten Lehrmaterials zur Kommasetzung. Die erste Doppelseite des Materials wird vorgestellt und anhand der Checkliste von Hanisch (2018) auf ihre kognitiv aktivierenden Eigenschaften hin untersucht.
Schlüsselwörter
Kognitive Aktivierung, Rechtschreibung, Kommasetzung, Lehrmaterialanalyse, Checkliste, Hanisch (2018), Lipowsky (2015), Unterrichtsgestaltung, Aufgabenmerkmale.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet kognitive Aktivierung im Unterricht?
Es beschreibt die Anregung der Lernenden, sich mental intensiv mit einem Gegenstand auseinanderzusetzen, um Wissensstrukturen aktiv auszubauen.
Was ist die Hanisch-Checkliste?
Eine von Hanisch (2018) entwickelte Checkliste zur Analyse und Gestaltung von Rechtschreibaufgaben, die das Ziel hat, die kognitive Aktivierung der Schüler zu maximieren.
Warum ist die Kommasetzung ein geeignetes Thema für kognitive Aktivierung?
Die Kommasetzung erfordert das Verständnis syntaktischer Strukturen und bietet Raum für kognitive Konflikte und Diskussionen über Sprachregeln.
Welche Merkmale haben kognitiv aktivierende Aufgaben?
Sie fördern das Entdecken von Regeln, erzeugen kognitive Konflikte, regen zur Diskussion an und knüpfen an das Vorwissen der Schüler an.
Warum ist kognitive Aktivierung ein Merkmal guten Unterrichts?
Neben Klassenführung und Schülerorientierung gilt sie als Grunddimension, die maßgeblich für den Lernerfolg und den Aufbau tieferen Verständnisses verantwortlich ist.
- Quote paper
- Anna Rücker (Author), 2022, Kognitiv aktivierende Rechtschreibaufgaben im Sprachunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1389285