Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit den Trinksitten der frühen Kelten, insbesondere den damit in Verbindung stehenden Funden, die als Import von den mediterranen Hochkulturen der Griechen und Etrusker nördlich der Alpen gelangten. Es wird der Frage nachgegangen, welchen Stellenwert diese mediterranen Importgüter nördlich der Alpen besaßen. Wussten die frühen Kelten um den Ablauf eines Symposions oder wollten sie bloß ihre Mitmenschen beeindrucken mit exotischen Protzereien? Tranken sie verdünnten Wein aus attischer Feinkeramik oder standen die qualitativen Schalen im Regal während mit Met und Bier gefeiert wurde? Dieser Frage widmet sich die vorliegende Arbeit. Anhand der Befunde der Heuneburg und des Fürstengrabs von Hochdorf sollen Beispiele für jenen Gütertransfer und mögliche Belege für einen Ideentransfer gezeigt werden. Anschließend werden die Wege und Gründe für solch eine Entwicklung dargestellt, sodass zum Schluss resümiert wird über den Stellenwert der Importe.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Frühe Kelten
- Raum und Zeit
- Überlieferte Getränke und Sitten
- Mediterrane Kontakte in Mitteleuropa
- Heuneburg
- Fürstengrab von Eberdingen-Hochdorf
- Gründe und Wege eines Kulturtransfers
- Resümee
- Quellen und Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Trinksitten der frühen Kelten in der Späthallstattzeit und beleuchtet dabei den Einfluss mediterraner Kontakte auf die Entwicklung des Alkoholkonsums in Mitteleuropa.
- Die Trinksitten der frühen Kelten
- Der Einfluss mediterraner Kontakte
- Die Rolle der Heuneburg und des Fürstengrabs von Hochdorf
- Gründe und Wege des Kulturtransfers
- Der Stellenwert mediterraner Importgüter in Mitteleuropa
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel gibt einen Überblick über die Untersuchung der Trinksitten der frühen Kelten und die Besonderheiten der verwendeten Quellen. Es werden die Entstehung und Verbreitung von Symposien im antiken Griechenland und die Ausbreitung griechischer Keramiken in der mediterranen Welt beleuchtet.
Das zweite Kapitel definiert den Begriff „Kelten“ und beschreibt die räumlichen und zeitlichen Rahmenbedingungen der Späthallstattzeit. Es werden die gesellschaftlichen Strukturen und die Bedeutung von Fürstensitzen und -gräbern innerhalb der frühen keltischen Welt erläutert.
Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit den überlieferten Getränken und Sitten der frühen Kelten. Es werden die Herstellung von Bier in Mitteleuropa und die verschiedenen Getränke, wie Bier, Wein und Met, sowie deren Verbreitung und Bedeutung in der Gesellschaft dargestellt.
Das vierte Kapitel beleuchtet die mediterranen Kontakte in Mitteleuropa am Beispiel der Heuneburg und des Fürstengrabs von Hochdorf. Es werden die archäologischen Befunde und deren Bedeutung für die Rekonstruktion der Trinksitten der frühen Kelten analysiert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Trinksitten der frühen Kelten in der Späthallstattzeit, dem Einfluss mediterraner Kontakte auf die Entwicklung des Alkoholkonsums in Mitteleuropa, der Heuneburg, dem Fürstengrab von Hochdorf, Importgütern, Wein, Bier, Met, Symposion und Kulturtransfer.
Häufig gestellte Fragen
Welche Getränke konsumierten die frühen Kelten?
Die frühen Kelten tranken primär selbst hergestelltes Bier, Met und später auch Wein, der als Importgut aus dem Mittelmeerraum zu ihnen gelangte.
Welchen Einfluss hatten Griechen und Etrusker auf die Kelten?
Durch Handelsbeziehungen gelangten mediterrane Importgüter wie attische Feinkeramik und Weingefäße nördlich der Alpen, was die Trinksitten und das Prestige der keltischen Elite beeinflusste.
Was verrät das Fürstengrab von Hochdorf über keltische Trinksitten?
Die Grabbeigaben, wie ein riesiger Bronzekessel für Met, zeigen die hohe Bedeutung von gemeinschaftlichem Trinken und Repräsentation in der keltischen Oberschicht.
Wussten die Kelten, wie man ein griechisches Symposion feiert?
Die Arbeit untersucht, ob die Kelten die Ideen des Symposions (ritualisiertes Trinken) übernahmen oder die griechischen Gefäße lediglich als exotische Statussymbole nutzten.
Welche Rolle spielte die Heuneburg beim Kulturtransfer?
Als bedeutender Fürstensitz war die Heuneburg ein zentraler Ort für den Güter- und Ideenaustausch zwischen der mediterranen Welt und Mitteleuropa.
Warum importierten die Kelten mediterrane Luxusgüter?
Die Importe dienten vor allem der sozialen Abgrenzung und der Machtdemonstration der Fürsten gegenüber ihrem Volk und anderen Stämmen.
- Arbeit zitieren
- Dominik Faber (Autor:in), 2018, Trinksitten der Späthallstattzeit und griechische Einflüsse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1368432