Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Effektivität des Teamteachings als Lehr-/Lernform zu erforschen und dessen Potenzial für eine differenzierte Unterrichtsgestaltung in berufsbildenden Schulen zu beleuchten.
Inmitten des gesellschaftlichen Wandels und der steigenden Anforderungen nach flexiblen Formen der schulischen Zusammenarbeit gilt es, eine Balance zwischen Fachinhalten, Teamorientierung, Kompetenzaufbau und Kreativität zu finden. Als Reaktion auf neue Bildungsstandardentwicklungen werden im deutschen Bildungswesen angepasste Unterrichtsmethoden entworfen und auf ihre Tauglichkeit geprüft. In diesem Kontext bietet das Teamteaching eine Antwort auf die Heterogenität der Schüler*innen in berufsbildenden Schulen, indem es die effektive Lernzeit erhöht und mehr Differenzierungsmöglichkeiten bietet. Die Arbeit betrachtet bestehende Erfahrungen mit gemeinsamer Unterrichtsplanung und -durchführung und unterstreicht die wachsende Bedeutung der Zusammenarbeit im Lehrkontext, insbesondere vor dem Hintergrund der interkulturellen und inklusiven Erziehung.
Der gesellschaftliche Wandel und die Anforderungen nach flexiblen Formen der schul- und unterrichtsbezogenen Zusammenarbeit stellen Lehrpersonen vor die Aufgabe, eine Balance zwischen Fachinhalten, Teamorientierung, Kompetenzaufbau, Kreativität, selbstständige Problemlösungen und Prozessgestaltung zu finden. Im Zuge von neuen Bildungsstandardentwicklungen werden im Bildungswesen nivellierte Methoden entworfen und getestet. In dieser Arbeit werden die Ausgangssituation und die Problemstellung beschrieben, um die Relevanz des Teamteachings zu verdeutlichen, dafür wird empirisch vorgegangen.
Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
- 1.2 Zielsetzung des Vorhabens und Gang der Untersuchung
- 1.3 Einordnung in die APVO-Lehr
- 2 Diagnostik des Teamteachings
- 2.1 Organisation von Teamteaching
- 2.2 Entwicklungsprozessphasen von Teamteaching
- 2.3 Formen und methodische Gestaltung des Teamteachings
- 3 Empirische Umsetzung des kooperativen Unterrichtes
- 3.1 Methodisches Vorgehen und der Fragebogen
- 3.2 Analyse und Auswertung der Ergebnisse
- 4 Kritische, zusammenfassende Reflexion und Ausblick
- Literaturverzeichnis
- Anhang
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die schriftliche Arbeit analysiert das Konzept des Teamteachings in heterogenen Lerngruppen an berufsbildenden Schulen. Ziel ist es, die Vorzüge und Herausforderungen dieser Unterrichtsform zu evaluieren und deren Potenzial für die Gestaltung eines effektiven und individualisierten Lernprozesses zu beleuchten. Die Arbeit setzt sich mit der Organisation, den Entwicklungsprozessphasen und den methodischen Gestaltungsmöglichkeiten von Teamteaching auseinander.
- Der gesellschaftliche Wandel und die wachsende Heterogenität an berufsbildenden Schulen
- Die Bedeutung von Teamfähigkeit und Kooperation in der Berufswelt
- Die Vorteile und Herausforderungen von Teamteaching in der Praxis
- Die Rolle der Individualisierung und Differenzierung im Unterricht
- Die Relevanz von Teamteaching für die Gestaltung einer effektiven und lernförderlichen Umgebung
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel der Arbeit stellt die Ausgangssituation und die Problemstellung dar. Es wird die Notwendigkeit der Anpassung von Unterrichtsformen an die veränderten Anforderungen der heutigen Zeit und die wachsende Heterogenität in berufsbildenden Schulen herausgestellt. Das zweite Kapitel beleuchtet die Diagnostik des Teamteachings. Es werden die Organisation, die Entwicklungsprozessphasen und verschiedene Formen des Teamteachings sowie deren methodische Gestaltung diskutiert. Das dritte Kapitel widmet sich der empirischen Umsetzung des Teamteachings. Es werden das methodische Vorgehen und die Ergebnisse einer durchgeführten Befragung von Lehrkräften und Lernenden analysiert.
Schlüsselwörter
Teamteaching, Heterogenität, Berufsbildung, Berufsschule, Kooperativer Unterricht, Individualisierung, Differenzierung, Lernkultur, Methodenvielfalt, Differenzierungsmöglichkeiten, Bildungsstandardentwicklungen, Handlungsorientierter Unterricht, Kompetenzorientierung, Teamfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Zusammenarbeit, Selbstständiges Lernen, Problemlösungskompetenz, Teamstrukturen, gemeinsames Lernen, geteilter Verantwortung, Lehr- und Lernkultur.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Teamteaching an berufsbildenden Schulen?
Teamteaching ist eine kooperative Lehrform, bei der zwei oder mehr Lehrkräfte gemeinsam den Unterricht planen, durchführen und auswerten, um heterogenen Lerngruppen besser gerecht zu werden.
Welche Vorteile bietet Teamteaching für Schüler?
Es ermöglicht eine stärkere Individualisierung und Differenzierung, erhöht die effektive Lernzeit und bietet Unterstützung bei interkulturellen oder inklusiven Herausforderungen.
Was sind die größten Herausforderungen für Lehrkräfte im Team?
Herausforderungen liegen in der Organisation, der gemeinsamen Abstimmung der pädagogischen Haltung sowie der Balance zwischen Fachinhalten und Teamorientierung.
Welche Phasen durchläuft ein Teamteaching-Entwicklungsprozess?
In Kapitel 2 werden die verschiedenen Phasen der Teambildung und die methodische Gestaltung erläutert, die für eine erfolgreiche Zusammenarbeit notwendig sind.
Wie wurde die Effektivität des kooperativen Unterrichts untersucht?
Die Arbeit nutzt ein empirisches Vorgehen mit Fragebögen für Lehrkräfte und Lernende, um die Vorzüge und Probleme in der Praxis zu evaluieren.
Warum ist Teamteaching heute relevanter denn je?
Durch den gesellschaftlichen Wandel und die steigende Heterogenität (Inklusion, Migration) stoßen traditionelle Unterrichtsformen oft an ihre Grenzen; Kooperation bietet hier neue Lösungen.
- Arbeit zitieren
- Christoph Mikat (Autor:in), 2022, "Teamteaching" in heterogenen Lerngruppen an berufsbildenden Schulen. Eine Evaluation der Vorzüge und Herausforderungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1366184