Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Lautgeschichte der griechischen Sprache vom Urindogermanischen über das Mykenische bis zum alphabetischen Griechisch. Dabei wird der Schwerpunkt auf die mykenische Phonologie gelegt und versucht, die Besonderheiten des Mykenischen zu veranschaulichen, indem die lautlichen Veränderungen in Zusammenhang mit den Veränderungen in den späteren griechischen Dialekten und mit der indogermanischen Phonologie gestellt werden.
Da die Vokale keine großen Veränderungen erleben, wird hauptsächlich der Konsonantismus behandelt. Daher versteht sich diese Arbeit nicht als eine komplette, sondern vielmehr als eine selektive Darstellung von bestimmten Aspekten der mykenischen Phonologie. Unter den vielen Unklarheiten in der Forschung über die Sprache wird nur auf die Problematik des Wirksamwerdens vom Graßmannschen Gesetz im Mykenischen eingegangen. Außerdem wird das mykenische Phoneminventar mit ein paar Anmerkungen kurz vorgestellt und der Lautwandel skizziert.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- MYKENISCHE PHONOLOGIE
- DAS PHONEMINVENTAR
- EINIGE BESONDERHEITEN ZUM VOKALISMUS
- Diphthongen
- Elision von Kurzvokalen
- Ablaut
- DER LAUTWANDEL
- VERSCHLUSSLAUTE
- DER ZISCHLAUT /S/
- RESONANTEN
- Syllabische Nasale und Liquidae
- Approximanten
- ERSATZDEHNUNG
- GRASSMANNSCHES GESETZ
- ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit widmet sich der Lautgeschichte der griechischen Sprache, ausgehend vom Urindogermanischen über das Mykenische bis zum alphabetischen Griechisch. Der Fokus liegt dabei auf der mykenischen Phonologie, mit dem Ziel, die Besonderheiten des Mykenischen aufzuzeigen. Die lautlichen Veränderungen im Mykenischen werden in Bezug zu den Veränderungen in späteren griechischen Dialekten und der idg. Phonologie betrachtet. Da die Vokale nur geringe Veränderungen erfahren, wird der Konsonantismus im Vordergrund stehen. Diese Arbeit stellt eine selektive Darstellung bestimmter Aspekte der mykenischen Phonologie dar, nicht eine vollständige Abhandlung. Die Problematik des Graßmannschen Gesetzes im Mykenischen wird im 4. Kapitel behandelt. Das mykenische Phoneminventar wird im 2. Kapitel kurz vorgestellt, während das 3. Kapitel den Lautwandel skizziert.
- Mykenische Phonologie als zentrale Untersuchungsgegenstand
- Vergleichende Analyse der Lautentwicklung im Mykenischen im Kontext des Urindogermanischen und der späteren griechischen Dialekte
- Fokus auf den Konsonantismus, da Vokale nur geringfügige Veränderungen erfahren
- Selektive Darstellung bestimmter Aspekte der mykenischen Phonologie
- Analyse des Graßmannschen Gesetzes im Mykenischen
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung - Die Einleitung stellt das Thema der Arbeit vor und skizziert den Fokus auf die mykenische Phonologie, sowie die Herangehensweise, die Veränderungen im Mykenischen in Bezug zu anderen Sprachstufen zu setzen.
- Kapitel 2: Mykenische Phonologie - Dieses Kapitel gibt eine kurze Übersicht über das Phoneminventar des Mykenischen, einschließlich der Vokale, Konsonanten und Diphthonge.
- Kapitel 3: Der Lautwandel - Dieses Kapitel behandelt die wichtigsten Lautwandelprozesse, die im Mykenischen stattgefunden haben, unterteilt in Abschnitte für Verschlusslaute, den Zischlaut /s/, Resonanten und Ersatzdehnung.
Schlüsselwörter
Mykenische Phonologie, Lautgeschichte, Urindogermanisch, Griechisch, Konsonantismus, Vokalismus, Diphthonge, Lautwandel, Graßmannsches Gesetz.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Schwerpunkt dieser Arbeit zur griechischen Lautgeschichte?
Der Schwerpunkt liegt auf der mykenischen Phonologie und deren Besonderheiten im Vergleich zum Urindogermanischen und den späteren griechischen Dialekten.
Warum wird hauptsächlich der Konsonantismus behandelt?
In der Entwicklung vom Urindogermanischen zum Griechischen erfuhren die Vokale keine großen Veränderungen, weshalb die lautlichen Entwicklungen bei den Konsonanten wissenschaftlich ergiebiger sind.
Was ist das Graßmannsche Gesetz im Mykenischen?
Das Graßmannsche Gesetz beschreibt die Hauchdissimilation. Die Arbeit untersucht die Problematik, ob und wie dieses Gesetz bereits in der mykenischen Sprachstufe wirksam war.
Welche Rolle spielen die Resonanten im Lautwandel?
Die Arbeit skizziert den Wandel von syllabischen Nasalen, Liquidae und Approximanten, die wichtige Bestandteile des mykenischen Lautsystems sind.
Was versteht man unter Ersatzdehnung in diesem Kontext?
Ersatzdehnung bezeichnet den Prozess, bei dem ein Vokal gedehnt wird, um den Verlust eines nachfolgenden Konsonanten (oft eines Resonanten oder Zischlauts) auszugleichen.
Welche Zeitspanne deckt die Untersuchung ab?
Die Arbeit betrachtet die Entwicklung vom Urindogermanischen über die mykenische Zeit (ca. 1600–1100 v. Chr.) bis hin zum alphabetischen Altgriechisch.
- Arbeit zitieren
- Rui Gao (Autor:in), 2022, Lautgeschichte der griechischen Sprache. Vom Urindogermanischen über das Mykenische bis zum Altgriechischen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1364584