Warum ist Economics of shortage ein sowjetisches Phänomen?
Diese Hausarbeit, im Rahmen des Seminars „Economic History of Russia and Eurasia“, befasst sich mit dem Thema Economics of shortage. Es geht um die sowjetische Planwirtschaft. Zeitlich gesehen befindet sich das Phänomen sozialistische Planwirtschaft in der Ära des Kalten Krieges, der zwischen den USA und der Sowjetunion ausgefochten wurde. Im Westen sind die USA der Leitstaat. Die Sowjetunion bildet im Ostblock den Leitstaat und dient als solcher bei dem Wirtschaftssystem der weiteren Staaten des sozialistischen Lagers. Der Fokus dieser Hausarbeit wird aber auf den negativen Eigenschaften der sowjetischen Planwirtschaft liegen.
Diese Hausarbeit beinhaltet eine empirische Analyse auf der Basis von Texten. Die abhängige Variable der Hausarbeit ist somit Economics of shortage. Zu den unabhängigen Variablen zählen die Produktion der Konsumgüter und Güter der Schwerindustrie, sowie das GDP per head in der sozialistischen Planwirtschaft. Die Hypothesen der Hausarbeit lauten: Economics of shortage entstand im Sozialismus und ist ein sowjetisches Phänomen. Das Budget war für die Schwerindustrie zu groß und es mangelte an Geld für die anderen Industrien, wie der Ölwirtschaft. Dieses wird durch die Produktionszahlen-, in Mio. Tonnen verdeutlicht. Der Untersuchungszeitraum umfasst die Phase der Existenz der Sowjetunion. Diese wurde 1922 gegründet und zerfiel im Jahr 1991. Weltgeschichtlich spielt die Sowjetunion im Kalten Krieg, der nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzte, eine Rolle. Diese Hausarbeit stellt eine empirische Analyse dar. Die erste Hypothese besagt, dass es sich bei der die sowjetischen Ökonomie um eine ressourcenabhängige Wirtschaft handelt. Die zweite Hypothese beinhaltet, dass Economics of shortage, die sowjetische Misswirtschaft, durch das Übergewicht der Schwerindustrie entsteht.
Die Hausarbeit beschreibt nach der Einleitung zunächst die Planwirtschaft als Wirtschaftssystem, die das Gegenteil des kapitalistischen Wirtschaftssystems in der Ära des Kalten Krieges war. Das nächste Kapitel befasst sich mit dem Scherpunkt der Hausarbeit, mit Economics of shortage. Es folgen die Auswertung, Literaturliste und Selbstständigkeitserklärung. Damit leitet die Hausarbeit zur Planwirtschaft über.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Planwirtschaft
- Die sowjetische Planwirtschaft
- Economics of shortage - Die sowjetische Misswirtschaft
- Allgemeines
- Die Erdöl- und Erdgasproduktion in der Sowjetunion
- Economics of shortage – Die sowjetische Misswirtschaft in der Landwirtschaft
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert das Phänomen der "Economics of shortage" im Kontext der sowjetischen Planwirtschaft. Sie untersucht die Gründe für die Entstehung dieser Misswirtschaft und beleuchtet die Herausforderungen, denen die sowjetische Wirtschaft in der Ära des Kalten Krieges gegenüberstand.
- Die sowjetische Planwirtschaft im Vergleich zum kapitalistischen Wirtschaftssystem
- Die Herausforderungen der Ressourcenbeschränkung in der sowjetischen Ökonomie
- Die Auswirkungen des Übergewichts der Schwerindustrie auf die Konsumgüterproduktion
- Die Rolle der Erdöl- und Erdgasproduktion in der sowjetischen Wirtschaft
- Die Besonderheiten der "Economics of shortage" in der Landwirtschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Die Hausarbeit beginnt mit einer Einleitung, die das Thema der "Economics of shortage" und die Forschungsfrage einführt. Anschließend wird die sowjetische Planwirtschaft im Kontext des Kalten Krieges beschrieben. Der Fokus liegt dabei auf den negativen Eigenschaften der Planwirtschaft und den Herausforderungen, denen sie gegenüberstand.
Das Kapitel über "Economics of shortage" untersucht die Ursachen dieser Misswirtschaft. Es wird auf die Ressourcenbeschränkungen und die Dominanz der Schwerindustrie eingegangen, die zu einer unzureichenden Produktion von Konsumgütern führten. Dieses Kapitel befasst sich auch mit der Rolle der Erdöl- und Erdgasproduktion in der sowjetischen Wirtschaft.
Das Kapitel über die "Economics of shortage" in der Landwirtschaft beleuchtet die spezifischen Herausforderungen, die die sowjetische Landwirtschaft im Kontext der Planwirtschaft zu bewältigen hatte.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Hausarbeit sind: "Economics of shortage", "sowjetische Planwirtschaft", "Ressourcenbeschränkung", "Schwerindustrie", "Konsumgüterproduktion", "Erdöl", "Erdgas", "Landwirtschaft" und "Kalter Krieg". Die Arbeit konzentriert sich auf die Analyse der sowjetischen Misswirtschaft und die Ursachen dafür.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet der Begriff „Economics of Shortage“?
Der Begriff (geprägt von János Kornai) beschreibt die chronische Mangelwirtschaft in sozialistischen Planwirtschaften, in denen die Nachfrage das Angebot systematisch übersteigt.
Warum war die sowjetische Planwirtschaft so anfällig für Mangel?
Die einseitige Bevorzugung der Schwerindustrie und des Militärs führte zu massiven Ressourcenengpässen in der Konsumgüterproduktion und der Landwirtschaft.
Welche Rolle spielte die Erdölproduktion in der UdSSR?
Die sowjetische Wirtschaft war stark ressourcenabhängig. Erdölexporte dienten als Devisenquelle, konnten aber die strukturellen Defizite der Misswirtschaft langfristig nicht ausgleichen.
Warum funktionierte die sowjetische Landwirtschaft nicht effizient?
Zentralistische Planung, mangelnde Anreize für Bauern und technische Rückständigkeit führten dazu, dass die UdSSR trotz riesiger Flächen oft Getreide importieren musste.
Was ist der Unterschied zwischen Planwirtschaft und Marktwirtschaft?
In der Planwirtschaft bestimmt der Staat Preise und Produktionsmengen zentral, während in der Marktwirtschaft Angebot und Nachfrage über den Preisregler entscheiden.
Wie beeinflusste der Kalte Krieg die sowjetische Ökonomie?
Der Rüstungswettlauf mit den USA verschlang einen Großteil des Bruttoinlandsprodukts, was den Lebensstandard der Bevölkerung drückte und die Mangelwirtschaft verschärfte.
- Quote paper
- Daniela Köhler (Author), 2020, Economics of shortage. Die sowjetische Misswirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1351704