Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention

Psychogene Depressionen

Title: Psychogene Depressionen

Term Paper , 2006 , 41 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Dipl. Sozialarbeiter/Sozialpädagoge Carsten Kiehne (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Ich habe das Thema der "Psychogenen Depression" ausgewählt, da diese psychische Störung, in der öffentlichen Meinung, den Ruf genießt eine Volkskrankheit zu sein. Mein Interesse weckt jenes aus mehreren Gründen. Zum einen ist eine Krankheit, die sehr verbreitet ist und voraussichtlich an Häufigkeit zunimmt, mit angrenzender Wahrscheinlichkeit auch Thema meines späteren, sozialarbeiterischen Klientels. Und zum anderen, kann es nur von Vorteil sein, Symptome, Verlauf und Therapiemöglichkeiten zu kennen, um etwaige eigene Krankheitszeichen, die in die Richtung depressiver Verstimmungszustände gehen, frühzeitig zu erkennen.
Aus dem Gesamtkomplex der Depression, habe ich überwiegend die psychisch bedingten, depressiven Störungen herausgenommen. Das ermöglicht mir, in diesem sehr umfangreichen Themengebiet nicht nur oberflächliche Erläuterungen und Zusammenfassungen darzustellen, sondern teils einzelne Zusammenhänge tiefgründig zu bearbeiten. Des Weiteren glaube ich, explizit für psychogene Depressionen mehr alternative Handlungsweisen und therapeutisch/ sozialarbeiterisch anwendbare Interventionen hervorheben zu können.

Im ersten Kapitel möchte ich einen Überblick über die differenzierten Depressionsarten geben.
Kapitel Zwei bezieht sich dann speziell auf die psychogenen Depressionen und ihre Unterformen.
Im dritten Abschnitt (Epidemiologie), möchte ich die tatsächlichen Zahlen herausarbeiten und die Fragen beantworten, ob depressive Erkrankungen tatsächlich eine Prävalenz im Sinne einer „Volkskrankheit“ aufweisen und, ob sich ihre Auftrittshäufigkeit noch vermehrt.
Die Vorzeichen einer Depression, die klassische Symptomatik und Anzeichen, die auf einen geplanten Suizid hinweisen, erläutere ich in Kapitel vier.
Der fünfte Teil dieser Arbeit, dient mir dazu, auf psychologische (psychoanalytische, kognitive und humanistische Theorien) und persönlichkeitstheoretische Erklärungsansätze näher einzugehen.
Abschnitt sechs beschreibt die diversen Behandlungsweisen für Depressionen, wobei die Psychotherapie, die Pharmakotherapie, die Soziotherapie und die Physiotherapie nach Wirkungsweise, Indikation und Kontraindikation (Nebenwirkungen) aufgeschlüsselt werden.
Im letzten Kapitel versuche ich Sinn und Möglichkeiten einer salutogenen, anstatt einer pathogenen, Annäherung an die Thematik aufzuzeigen. Hier bediene ich mich der Konzepte der Gesundheitsförderung, der Salutogenese und der Resilienz.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Abgrenzung

2.1 Verstimmungszustände

2.2 Trauer

2.3 Begriffsbestimmung Depression

2.3.1 Ätiologische Betrachtungsweise

2.3.2 Deskriptive Betrachtungsweise

3 Psychogene Depressionen

4 Epidemiologie

5 Symptomatik

5.1 Vorzeichen der Depression

5.2 Klassische Symptomatik

5.3 Wer ist vom Suizid gefährdet?

6 Erklärungsansätze

6.1 Psychologische Erklärungsansätze

6.1.1 Die psychoanalytische Ansicht

6.1.2 Kognitive Theorien

6.1.3 Humanistische Theorien

6.1.4 Persönlichkeitstheoretische Ansätze

6.2 Lebensereignisse als Depressionsauslöser

6.3 Multifaktorieller Ansatz

7 Depressionstherapien

7.1 Psychotherapie

7.1.1 Klassifikation und Wirksamkeit

7.1.2 Indikation und Nebenwirkungen

7.2 Pharmakotherapie

7.2.1 Klassifikation und Wirkungsweise

7.2.2 Indikation

7.2.3 Kontraindikation

7.2.4 Weitere Gefahren

7.2.5 Nicht- Psychopharmakonische Medikation

7.3 Soziotherapie

7.4 Physiotherapie

7.4.1 Methodik und Wirksamkeit

7.4.2 Indikation und Nebenwirkungen

7.5 Ergänzende Therapien

8 Gesundheitsförderung

8.1 Begriffsdifferenzierung

8.2 Modell der Salutogenese

8.3 Resilienzfaktoren

8.3.1 Glaube als Einflussfaktor auf die Heilung

8.3.2 Selbstwertgefühl als Entscheidungsgröße

9 Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, ein tiefgreifendes Verständnis für die „Psychogene Depression“ zu entwickeln, um Symptome, Verläufe und therapeutische sowie sozialarbeiterische Interventionsmöglichkeiten zu identifizieren. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf die Abgrenzung von psychogenen Depressionen zu anderen Zuständen, die Analyse der Epidemiologie und die Erarbeitung salutogener Ansätze zur Unterstützung von Betroffenen.

  • Differenzierung von Depressionsarten und Abgrenzung zu Trauer und Verstimmungszuständen.
  • Analyse psychologischer Erklärungsmodelle (psychoanalytisch, kognitiv, humanistisch).
  • Untersuchung von Behandlungsansätzen (Psychotherapie, Pharmakotherapie, Sozio- und Physiotherapie).
  • Bedeutung von Salutogenese und Resilienzfaktoren für die Heilung.

Auszug aus dem Buch

6.1.1 Die psychoanalytische Ansicht

Sigmund Freud („Trauer und Melancholie“, 1917) und Karl Abraham entwickelten die erste psychoanalytische Theorie und sahen die Depression in „frühkindlichen Mangelerfahrungen“ zugrunde liegen. Ein zu wenig, oder ein zu viel an Bedürfnisbefriedigung in der oralen Phase, bewirkt dass das Kind in dieser Entwicklungsstufe stecken bleibt und von der Erfüllung nicht adäquat gedeckter Bedürfnisse in hohem Maße abhängig wird. (vgl. Comer 1995, S.294; Davison u.a. 1998, S.257f.) Dem sich minderwertig fühlenden (von außen auf Anerkennung angewiesenen), emotional überbedürftigen und verletzbaren (hoher Grad an Hilflosigkeit) Menschen ist es kaum möglich ein Verlusterlebnis anzunehmen und den Gegenstand der Kummer trauernd loszulassen. (vgl. Wolfersdorf 2001, S.99) Nach Freud identifiziert sich diese Person unbewusst mit dem „Objekt der Trauer“ (Introjektion) und richtet alle, auch negativ empfundenen Gefühle, wie Wut und Zorn (die an und für sich gegen den Verlorenen gerichtet waren), nun gegen sich selbst. (vgl. Davison u.a. 1998, S.258) „Bei übermäßig abhängigen Menschen kann die Trauerarbeit missglücken und in einen andauernden Prozess der Selbstverachtung, Selbstbeschuldigung und Depression münden.“ (Davison u.a. 1998, S.258)

Die Fakten, dass einerseits, kritische Lebensereignisse (z.B. Verlusterlebnisse, wie Tod eines nahe stehenden Menschen, Scheidung, Verlust der Arbeit etc.) durchaus eine Depression auslösen können und andererseits, diejenigen Personen weitaus häufiger von der Krankheit betroffen sind, die in ihrer Kindheit oben erwähnte Mangelerfahrungen durchlebten, sprechen für diese Theorie. (vgl. Parker: „Handbook of Affective Disorders“ 1992, in: Comer 1995, S.297)

Andere Untersuchungen bestätigen dieses Modell hingegen nicht. Zum Beispiel schätzten Paykel und Cooper (vgl. „Live events and social stress“ 1992, in: Comer 1995, S.297), dass nur etwa zehn Prozent aller Menschen, die gravierende Verlusterlebnisse zu verarbeiten hatten, depressiv wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der psychogenen Depression, Relevanz für den sozialarbeiterischen Kontext und Vorstellung der inhaltlichen Schwerpunkte.

2 Abgrenzung: Definition der Depression durch Abgrenzung zu normalen Verstimmungszuständen und Trauerprozessen.

3 Psychogene Depressionen: Spezifische Erläuterung psychogener (seelisch ausgelöster) Depressionen und deren Unterformen wie der reaktiven oder neurotischen Depression.

4 Epidemiologie: Betrachtung der Verbreitung der Depression, Statistiken zur Prävalenz und die Einordnung als „Volkskrankheit“.

5 Symptomatik: Darstellung der Anzeichen einer Depression, von Vorzeichen bis zur klassischen Symptomatik und Suizidgefährdung.

6 Erklärungsansätze: Detaillierte Analyse psychologischer Theorien (Psychoanalyse, Kognition, Humanismus) sowie der Einfluss von Lebensereignissen.

7 Depressionstherapien: Übersicht verschiedener Interventionsformen, darunter Psychotherapie, Pharmakotherapie, Soziotherapie und physiotherapeutische Maßnahmen.

8 Gesundheitsförderung: Einführung der Konzepte der Salutogenese und Resilienz zur Förderung der psychischen Widerstandskraft.

9 Schlussfolgerungen: Synthese der Ergebnisse mit einem Ausblick auf den gesellschaftlichen Kontext und die Bedeutung von Resilienzfaktoren.

Schlüsselwörter

Psychogene Depression, Psychologie, Soziale Arbeit, Symptomatik, Psychotherapie, Pharmakotherapie, Salutogenese, Resilienz, Lebensereignisse, Volkskrankheit, Suizidprävention, Kognitive Theorien, Psychoanalyse, Stressoren, Gesundheitsförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die „Psychogene Depression“ als eine im sozialarbeiterischen Kontext relevante psychische Störung und untersucht ihre Entstehung sowie Behandlungsmöglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Abgrenzung von Depression zu anderen Verstimmungszuständen, die theoretischen Erklärungsmodelle, therapeutische Methoden und das salutogene Modell der Gesundheitsförderung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, für angehende Sozialarbeiter fundiertes Wissen über die Symptome, Ursachen und Hilfsmöglichkeiten zu vermitteln, um Depressionen frühzeitig zu erkennen und adäquat zu intervenieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse klinischer sowie sozialwissenschaftlicher Theorien und Konzepte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Epidemiologie, Symptomatik, psychologische Erklärungsansätze, verschiedene Therapieformen (Psychotherapie, Medikamente, Sozio- und Physiotherapie) sowie Ansätze der Gesundheitsförderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie psychogene Depression, Salutogenese, Resilienz, psychologische Theorien und sozialarbeiterische Interventionen geprägt.

Inwiefern spielt der Glaube eine Rolle bei der Depression?

Der Glaube wird als Resilienzfaktor diskutiert, der Hoffnung spenden und als Ressource im Heilungsprozess fungieren kann, wobei er auch Stress und Ängste mildern kann.

Was ist das Problem bei einer rein medikamentösen Behandlung?

Eine reine Medikation kann dazu führen, dass die ursächlichen sozialen oder psychologischen Konflikte verdeckt werden, anstatt sie durch Psychotherapie oder soziale Unterstützung langfristig zu bearbeiten.

Excerpt out of 41 pages  - scroll top

Details

Title
Psychogene Depressionen
College
University of Cooperative Education Lüneburg
Grade
1,5
Author
Dipl. Sozialarbeiter/Sozialpädagoge Carsten Kiehne (Author)
Publication Year
2006
Pages
41
Catalog Number
V134502
ISBN (eBook)
9783640463558
ISBN (Book)
9783640460892
Language
German
Tags
Psychogene Depressionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Sozialarbeiter/Sozialpädagoge Carsten Kiehne (Author), 2006, Psychogene Depressionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134502
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  41  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint