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DRG-basierte Krankenhausvergütung in Deutschland. Gesundheitsökonomische Auswirkungen

Title: DRG-basierte Krankenhausvergütung in Deutschland. Gesundheitsökonomische Auswirkungen

Term Paper , 2009 , 48 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Agnes Manka (Author)

Health - Miscellaneous
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Das Gesundheitswesen nimmt in Deutschland einen hohen Stellenwert ein.
Krankenhäuser nehmen darin eine besondere Rolle wahr und stehen durch den zunehmenden Reformdruck auf Grund des medizinisch-technischen Fortschritts und des demographischen Wandels vor wachsenden Problemen.
Trotz aller Maßnahmen zur Kostendämpfung sind die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen aufgrund der starren Budgetierung und mangelnder Anreize zur Effizienzsteigerung gestiegen.
Durch die Verpflichtung zur Entwicklung und Umsetzung eines flächendeckenden, leistungsorientierten Vergütungssystems für voll- und teilstationärer Leistungen, beabsichtigt der Gesetzgeber die Wirtschaftlichkeit und Transparenz des Gesundheitssystems zu verbessern. Die gesellschaftliche Frage nach der Ethik und die Betonung des Hauptziels des Gesundheitswesens „die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern“ scheint nicht mit den ökonomischen Ansprüchen vereinbar zu sein. Näher betrachtet stand die Notwendigkeit eines Systemwechsels unter Berücksichtigung des Kostendrucks und der Ressourcenknappheit aber außer Frage. Allerdings verbinden sich mit dieser grundlegenden und schnellen Veränderung viele komplexe und teilweise unbekannte Zusammenhänge.
In dieser Ausarbeitung werden zunächst die DRGs im gesundheitsökonomischen Kontext dargestellt. Die Anforderungen an ein Vergütungssystem, sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen werden erläutert, bevor das bis zur Umstellung der Krankenhausfinanzierung bestehende System erklärt wird.
Daraufhin wird der Prozess und die Problematik der DRG-Einführung in Deutschland beschrieben und ein Überblick über die Grundzüge des DRG-Systems verschafft.
Hierbei wird insbesondere das Prinzip des Patientenklassifikationssystems skizziert und die Abrechnungsregeln sowie der Aufbau von DRGs veranschaulicht. Eine kurze Erläuterung des Kalkulationsverfahrens von DRGs führt dann in den Hauptteil. Darin werden die unterschiedlichen Auswirkungen des Systemwechsels eingehend untersucht. Neben dem Einfluss auf die Wettbewerbssituation und Handlungsoptionen der Krankenhäuser werden die Auswirkungen auf die Behandlungsqualität analysiert.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Zielsetzung

2 DRGs im gesundheitsökonomischen Kontext

2.1 Anforderungen an ein Vergütungssystem und gesetzlicher Rahmen

2.2 Skizzierung des bisherigen Vergütungssystems

3 Grundzüge des DRG-Systems

3.1 Notation

3.2 Umgang mit Schweregraden

3.3 Patientenklassifikationssysteme

3.3.1 Einflussgrößen und Kriterien der Patientenklassifikation

3.3.2 ICD-10

3.3.3 OPS

3.4 DRG-basierte Abrechnung

3.4.1 Methodik der Abrechnung

3.4.2 Kurz- und Langlieger

3.4.3 Abschläge bei Verlegungen

3.4.4 Wiederaufnahme in dasselbe Krankenhaus

3.5 Kalkulationsverfahren

4 Auswirkungen von DRGs auf das Gesundheitswesen

4.1 Wettbewerb

4.1.1 Funktionen des Wettbewerbs

4.1.2 Grenzen des Wettbewerbs

4.1.3 Entwicklungen der Krankenhauslandschaft

4.1.4 Wechsel der Rechtsform

4.1.5 Leistungs- und Prozessoptimierung

4.1.6 Optimierung der Dokumentation

4.2 Qualität

4.2.1 Definition von Qualität

4.2.2 Entlassungsmanagement

4.2.3 Patientenselektion

4.2.4 Zwischenfazit

4.3 Kooperationen

4.3.1 Formen der Zusammenarbeit

4.3.2 Ziele der Zusammenarbeit

4.4 Aus Sicht der Pflege

4.4.1 Berücksichtigung des Pflegefaktors

4.4.2 Veränderungen der Arbeitsbedingungen

4.5 Universitätskliniken

4.6 Krankenkassen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die gesundheitsökonomischen Auswirkungen der Einführung des DRG-basierten Krankenhausvergütungssystems in Deutschland, um zu bewerten, wie sich der Systemwechsel auf Wettbewerb, Qualität und Versorgungsstrukturen auswirkt.

  • Analyse des DRG-Systems und seiner methodischen Grundlagen
  • Untersuchung der Auswirkungen auf Wettbewerb und Krankenhausstruktur
  • Bewertung der Folgen für die Versorgungsqualität und das Entlassungsmanagement
  • Betrachtung spezifischer Herausforderungen für Pflege, Universitätskliniken und Krankenkassen

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Funktionen des Wettbewerbs

Mit der Umstellung des Vergütungssystems beabsichtigt der Gesetzgeber unter anderem auch den Wettbewerb im Gesundheitswesen zu erhöhen. Sowohl Krankenhäuser als auch Krankenkassen sollen durch die Einführung des DRG-Systems wettbewerbsfähiger werden. Um die individuellen Wirkungen des Wettbewerbs zwischen Krankenhäusern zu verdeutlichen, werden im Folgenden die Wettbewerbsfunktionen analysiert.

Eine dieser Funktionen ist die Sicherstellung des individuellen Angebots, orientiert an der Nachfrage. Durch die zunehmende Konkurrenz der Teilnehmer auf dem Markt wächst der Kampf um die Gunst der Patienten. Die Ausrichtung auf deren Bedürfnisse, wie z. B. humane Behandlungsmethoden, Patientenfreundlichkeit oder sozial vertretbare Reichweiten setzt eine höhere Strukturflexibilität voraus. Um zusätzlich den sich ändernden Bevölkerungsstrukturen, dem zunehmenden Innovationsdruck und den erhöhten Anforderungen an die Qualität gerecht zu werden ist eine aktive Produktpolitik von Nöten.

Ein Beispiel für die Orientierung an Kundenbedürfnissen bietet das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein: An seinem Lübecker Standort entsteht zurzeit ein Patientenhotel der Kategorie „drei Sterne plus“ für stationäre Patienten die keiner ständigen Aufsicht mehr bedürfen. Erfahrungen aus den Ausland (z.B. Polen) zeigen, dass die angenehme Atmosphäre eines Hotels sehr gern von Patienten in Anspruch genommen wird. Die Vorteile für die Klink zeigen sich z.B. darin, dass die Betten wesentlich günstiger sind, die Fallpauschalen jedoch zur vollen Abrechnung kommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Zielsetzung: Einführung in die Thematik der Krankenhausfinanzierung in Deutschland und Erläuterung des Systemwechsels zum DRG-Modell.

2 DRGs im gesundheitsökonomischen Kontext: Darstellung der Anforderungen an Vergütungssysteme sowie Skizzierung der historischen Entwicklung der Krankenhausfinanzierung.

3 Grundzüge des DRG-Systems: Erläuterung der technischen und methodischen Aspekte des Systems, einschließlich Kodierung, Patientenklassifikation und Abrechnungsregeln.

4 Auswirkungen von DRGs auf das Gesundheitswesen: Analyse der Folgen des Systems auf Wettbewerbsfähigkeit, Qualität, Kooperationen, Pflegesituation und spezielle Akteure wie Universitätskliniken.

5 Fazit: Kritische Zusammenfassung und Ausblick auf die langfristige Entwicklung des Gesundheitswesens unter den neuen Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter

DRG, Krankenhausvergütung, Gesundheitsökonomie, Wettbewerb, Krankenhausfinanzierung, Fallpauschalen, Patientenklassifikation, Entlassungsmanagement, Qualitätssicherung, Krankenhausmanagement, G-DRG, Leistungsorientierung, Versorgungsstruktur, Kostendruck, Vergütungssystem

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Thesis befasst sich mit den ökonomischen und strukturellen Folgen des Umstiegs auf eine DRG-basierte Vergütung im deutschen stationären Sektor.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen der Wettbewerb zwischen Krankenhäusern, die Auswirkung auf die Qualität der Versorgung, Kooperationen sowie die spezifischen Auswirkungen auf Pflegepersonal, Universitätskliniken und Krankenkassen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen des Systemwechsels kritisch zu hinterfragen und zu analysieren, ob die angestrebten Ziele der Transparenz und Wirtschaftlichkeit erreicht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Ausarbeitung, die auf Fachliteratur, Gesetzesgrundlagen und empirischen Studien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der Grundzüge des DRG-Systems, die Analyse der Wettbewerbsbedingungen, der Qualitätssicherung, der Entlassungsplanung und der Rolle spezifischer Akteure im Gesundheitssystem.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind DRG, Krankenhausvergütung, Gesundheitsökonomie, Wettbewerb und Qualitätsmanagement.

Wie beeinflusst das DRG-System die Personalsituation in der Pflege?

Die Arbeit beleuchtet die Sorge vor einer Untervergütung pflegerischer Leistungen und die daraus resultierende Diskussion um die Einführung eines zusätzlichen Pflegefaktors.

Welche spezifischen Probleme ergeben sich für Universitätskliniken?

Universitätskliniken kämpfen aufgrund hoher Vorhaltekosten und der Versorgung von Extremkostenfällen mit den standardisierten Vergütungssätzen der DRGs.

Warum ist die Dokumentation für den Erlös so wichtig?

Da die Vergütung direkt an die Kodierung der Diagnosen und Prozeduren gekoppelt ist, entscheidet eine präzise Dokumentation über die wirtschaftliche Existenz der Klinik.

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Details

Title
DRG-basierte Krankenhausvergütung in Deutschland. Gesundheitsökonomische Auswirkungen
College
Administrative and Economic Academy Göttingen
Grade
1,7
Author
Agnes Manka (Author)
Publication Year
2009
Pages
48
Catalog Number
V134219
ISBN (eBook)
9783640421657
ISBN (Book)
9783640421978
Language
German
Tags
DRG Krankenhausveregütung Gesundheitsökonomie Finanzierung Gesundheitswesen Auswirkungen DRG
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Agnes Manka (Author), 2009, DRG-basierte Krankenhausvergütung in Deutschland. Gesundheitsökonomische Auswirkungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134219
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