Diese Portfolio beschäftigt sich mit der Rolle des Geschlechts in der Prävention von Rechtsextremismus. Grundlage und Startpunkt bildet hier der Text von Theodor W. Adorno „Erziehung nach Ausschwitz“ (1971). Fortführend geht der Autor näher auf das Thema Geschlecht in Verbindung mit Rechtsextremismus ein und reflektiert andere im Seminar behandelte Inhalte. Auf Grundlage der Ideologie einer sogenannten Volksgemeinschaft, erläutert der Autor die notwendige geschlechtersensible Perspektive und diskutiert, wie durch entsprechende geschlechtsunabhängige Angebote ebendiese Volksgemeinschaft ausgehebelt werden kann. Im Anschluss daran geht das Portfolio genauer auf die Rolle rechtsextremer Frauen innerhalb der Szene ein und erklärt, warum diese zwingend als ein fester Bestandteil der Szene, mit einhergehendem Gefährdungspotenzial, gesehen werden sollten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Erziehung nach Ausschwitz - Theodor W. Adorno
- Rechtsextremismus und Geschlecht
- Fazit der Veranstaltung
- Arbeitsbericht Unit 11.2 – Grundlagen und Techniken der Gesprächsführung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieses Portfolio dient der Reflexion des Moduls 11.1 „Methoden der Rechtsextremismusprävention“, welches im Wintersemester 2020/21 an der Frankfurt University of Applied Sciences besucht wurde. Der Fokus liegt dabei auf der kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsextremismus und dessen Prävention, insbesondere im Kontext von Geschlecht und Erziehung nach Auschwitz.
- Die Bedeutung der Erziehung nach Auschwitz im Kontext der Rechtsextremismusprävention
- Die Rolle des Geschlechts im Zusammenhang mit Rechtsextremismus
- Die Bedeutung einer geschlechtersensiblen Perspektive in der Präventionsarbeit
- Die Rolle rechtsextremer Frauen innerhalb der Szene
- Die Analyse von gesellschaftlichen Strukturen, die Rechtsextremismus begünstigen
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt in das Thema Rechtsextremismusprävention ein und erläutert die Intention des Portfolios. Die Autorin beschreibt die aktuelle gesellschaftliche Situation im Hinblick auf Rechtsextremismus und die Bedeutung des Themas für die Soziale Arbeit. Sie hebt die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus hervor und betont den Schwerpunkt ihres Portfolios auf den Themen Geschlecht und Erziehung nach Auschwitz.
Erziehung nach Ausschwitz - Theodor W. Adorno
Dieser Abschnitt setzt sich mit dem Text „Erziehung nach Ausschwitz“ von Theodor W. Adorno auseinander. Die Autorin erläutert die zentrale These des Textes, die die Notwendigkeit einer Erziehung nach Auschwitz zur Verhinderung einer Wiederholung des Holocaust betont. Sie geht dabei auf die von Adorno analysierten gesellschaftlichen Strukturen ein, die den Holocaust ermöglichten und die Bedeutung einer kritischen Selbstreflexion für die Prävention von Rechtsextremismus hervorhebt.
Rechtsextremismus und Geschlecht
In diesem Kapitel befasst sich die Autorin mit der Verzahnung von Rechtsextremismus und Geschlecht. Sie analysiert die Ideologie der „Volksgemeinschaft“ und ihre Implikationen für die Geschlechterrollen. Die Autorin unterstreicht die Bedeutung einer geschlechtersensiblen Perspektive in der Präventionsarbeit und zeigt auf, wie diese die „Volksgemeinschaft“ untergraben kann. Sie geht zudem auf die Rolle rechtsextremer Frauen innerhalb der Szene ein und beleuchtet die Notwendigkeit, diese als festen Bestandteil der Szene mit entsprechendem Gefährdungspotenzial zu betrachten.
Schlüsselwörter
Rechtsextremismusprävention, Erziehung nach Auschwitz, Theodor W. Adorno, Geschlecht, Volksgemeinschaft, geschlechtersensible Perspektive, rechtsextreme Frauen, gesellschaftliche Strukturen, Präventionsarbeit, Bildung, Autonomie, kritische Selbstreflexion.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielt Theodor W. Adorno in dieser Arbeit?
Sein Text "Erziehung nach Auschwitz" bildet die theoretische Grundlage für die Analyse gesellschaftlicher Strukturen, die Rechtsextremismus begünstigen, und die Notwendigkeit kritischer Selbstreflexion.
Warum ist eine geschlechtersensible Perspektive in der Präventionsarbeit wichtig?
Sie hilft dabei, die Ideologie der "Volksgemeinschaft" und die damit verbundenen starren Geschlechterrollen zu hinterfragen und auszuhebeln.
Werden rechtsextreme Frauen in der Szene oft unterschätzt?
Ja, das Portfolio betont, dass Frauen ein fester Bestandteil der rechtsextremen Szene sind und ein erhebliches Gefährdungspotenzial aufweisen, das in der Prävention zwingend berücksichtigt werden muss.
Was wird unter der Ideologie der "Volksgemeinschaft" verstanden?
Die Arbeit erläutert diese Ideologie als Basis für rechtsextreme Strukturen und diskutiert, wie geschlechtsunabhängige Angebote diese Gemeinschaftsform untergraben können.
In welchem Kontext entstand dieses Portfolio?
Es entstand als Reflexion zum Modul "Methoden der Rechtsextremismusprävention" an der Frankfurt University of Applied Sciences.
- Citation du texte
- Luca Fiederer (Auteur), 2021, Prävention von Rechtsextremismus. Betrachtung des Geschlechteraspekts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1338029