Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen zählen zu den häufigsten Störungsbildern im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung. Besonders im Rahmen der Inklusion ist es für alle Lehrkräfte von besonderer Bedeutung, mit der Heterogenität der Schüler:innen umgehen zu können. Doch wie äußert sich das Störungsbild von Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen überhaupt?
Ziel dieser Arbeit ist es, die Symptome von Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen zu beschreiben und therapeutische sowie didaktische Umsetzungen gezielt zu evaluieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Haltung der Lehrkraft.
Inhaltsverzeichnis
- Symptome
- Diagnose: Definition, theoretische Konzepte
- Epidemiologie (Häufigkeit, Geschlechterverteilung)
- Therapie
- Mögliche Ursachen
- Konzeptionelle Überlegungen zur Förderung in der Schule
- Maßnahmen für den Unterricht
- Welche Unterrichtskonzepte sind geeignet?
- Womit muss man als Lehrkraft rechnen?
- Welche Reaktionen/Emotionen löst dieses Störungsbild bei mir aus?
- Bedeutung der Haltung der Lehrkraft
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) im Kontext von Schule und Inklusion. Sie analysiert die Symptome, die Diagnose und die Epidemiologie der Störung sowie verschiedene Therapieansätze. Darüber hinaus beleuchtet sie mögliche Ursachen von ADHS und erörtert konzeptionelle Überlegungen zur Förderung von Kindern mit ADHS im schulischen Umfeld.
- Symptome und Diagnose von ADHS
- Epidemiologie und Geschlechterverteilung
- Therapeutische Ansätze und deren Wirksamkeit
- Mögliche Ursachen und Entstehungsfaktoren
- Pädagogische Förderung und Inklusion von Kindern mit ADHS
Zusammenfassung der Kapitel
Symptome
Dieses Kapitel beschreibt die Kardinalsymptome von ADHS nach ICD-10, die sowohl Aufmerksamkeitsstörungen als auch Überaktivität umfassen. Es werden auch Begleitsymptome wie Distanzlosigkeit und Impulsivität erläutert.
Diagnose: Definition, theoretische Konzepte
Das Kapitel beleuchtet die Definition von ADHS und die Unterschiede in der Klassifikation nach ICD-10 und DSM-IV. Es werden die verschiedenen Diagnosegruppen und Subtypen von ADHS vorgestellt.
Epidemiologie (Häufigkeit, Geschlechterverteilung)
Das Kapitel beschäftigt sich mit der Häufigkeit von ADHS und stellt fest, dass die Störung besonders im Vor- und Grundschulalter auftritt. Es werden Prävalenzraten und die Geschlechterverteilung von ADHS dargestellt, wobei deutlich wird, dass Jungen signifikant häufiger betroffen sind als Mädchen.
Therapie
Das Kapitel erläutert den multimodalen Behandlungsansatz bei ADHS. Es werden verschiedene Interventionen vorgestellt, darunter Eltern- und Kindertrainings, kognitive Therapie, Pharmakotherapie und soziale Kompetenztrainings.
Mögliche Ursachen
Dieses Kapitel beleuchtet die multidimensionale Verursachung von ADHS. Es werden verschiedene Faktoren betrachtet, darunter Genetik, Neuroanatomie, Neurophysiologie, Neurochemie und psychosoziale Faktoren.
Schlüsselwörter
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), Symptome, Diagnose, ICD-10, DSM-IV, Epidemiologie, Prävalenz, Geschlechterverteilung, Therapie, Interventionen, Ursachen, Genetik, Neuroanatomie, Neurophysiologie, Neurochemie, Förderung, Inklusion, Schule, Unterricht, Lehrkräfte, Reaktionen, Emotionen.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Kardinalsymptome von ADHS?
Nach ICD-10 umfasst das Störungsbild vor allem Aufmerksamkeitsstörungen, Überaktivität sowie Begleitsymptome wie Impulsivität und Distanzlosigkeit.
Wie wird ADHS im schulischen Kontext gefördert?
Die Förderung erfordert spezifische didaktische Umsetzungen und Unterrichtskonzepte, die auf die Heterogenität der Schüler eingehen, besonders im Rahmen der Inklusion.
Warum ist die Haltung der Lehrkraft bei ADHS so entscheidend?
Die emotionale Reaktion der Lehrkraft auf das herausfordernde Verhalten beeinflusst die pädagogische Beziehung. Eine reflektierte Haltung hilft, angemessen auf Symptome zu reagieren und Inklusion zu ermöglichen.
Was ist ein multimodaler Therapieansatz bei ADHS?
Dieser Ansatz kombiniert verschiedene Interventionen wie Eltern- und Kindertrainings, kognitive Therapie, soziale Kompetenztrainings und gegebenenfalls Pharmakotherapie.
Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Häufigkeit von ADHS?
Ja, die Epidemiologie zeigt, dass Jungen signifikant häufiger von ADHS betroffen sind als Mädchen, wobei die Störung besonders im Vor- und Grundschulalter diagnostiziert wird.
- Quote paper
- Daniel Wiebe (Author), 2022, Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen in der Schule. Maßnahmen für den Unterricht und die Bedeutung der Haltung der Lehrkraft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1336867