Die Willensschwäche ist ein Phänomen, das bereits seit der Antike diskutiert wird und bis heute hat es seine Aktualität nicht verloren. Wer kennt es nicht? Man will mit dem Rauchen aufhören, endlich mit dem Sport anfangen, um Gewicht zu verlieren, doch letztlich tut man es doch nicht. Woran liegt das? Leidet man dadurch automatisch an Willensschwäche? Wie definiert sich dieser Begriff? Im weiteren Verlauf soll auf diese Frage eingegangen werden.
Inhaltsverzeichnis
- Willensschwäche nach Ursula Wolf
- Grundlegende Bedeutung des Begriffs „Willensschwäche“
- Das Problem der Willensschwäche nach Aristoteles
- Praktische Überlegung und Handlungsvorsatz
- Das Problem der Beschreibung von Willensschwäche
- Wolfs These zur Willensschwäche
- Stellungnahme zu Wolfs Argumentation
- Zusammenfassung der Inhalte
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Essay befasst sich mit dem Phänomen der Willensschwäche, das bereits seit der Antike diskutiert wird. Der Autor untersucht die Definition des Begriffs "Willensschwäche" und analysiert die Argumentation von Ursula Wolf, die behauptet, dass es keine Willensschwäche in dem Sinne gibt, dass jemand etwas für das Beste hält und es nicht tut.
- Definition von Willensschwäche
- Kritik an der traditionellen Vorstellung von Willensschwäche
- Wolfs These der Selbsttäuschung
- Praktische Überlegung und Handlungsvorsatz
- Kognitive Fehler und Selbstverständnis
Zusammenfassung der Kapitel
- Der Essay beginnt mit einer Erläuterung der grundlegenden Bedeutung des Begriffs "Willensschwäche". Der Autor stellt fest, dass der Begriff sowohl im umgangssprachlichen Gebrauch als auch als Fachbegriff verwendet wird.
- Anschließend wird die Sichtweise von Aristoteles auf Willensschwäche dargestellt. Aristoteles definiert Willensschwäche als das Phänomen, dass jemand nicht das tut, was er für das Beste hält, obwohl er die Möglichkeit dazu hat.
- Der Autor erläutert dann, was laut Wolf das Problem an der Beschreibung von Willensschwäche ist. Wolf argumentiert, dass eine Person, die einen Handlungsvorsatz hat, aber entgegen diesem handelt, diesen Vorsatz gar nicht gehabt haben kann.
- Im Folgenden stellt der Autor Wolfs These zur Willensschwäche dar. Wolf geht davon aus, dass Menschen, die meinen, sie würden unter Willensschwäche leiden, einen kognitiven Fehler machen, nämlich einen Fehler im Selbstverständnis.
- Der Autor nimmt abschließend Stellung zu Wolfs Argumentation und zeigt sich mit ihrer logischen und schlüssigen Argumentation einverstanden.
Schlüsselwörter
Dieser Essay konzentriert sich auf die Konzepte von Willensschwäche, praktischer Rationalität, Handlungsvorsatz, Selbsttäuschung und kognitiven Fehlern. Er analysiert die Argumentation von Ursula Wolf in ihrem Werk "Zum Problem der Willensschwäche".
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Willensschwäche (Akrasia)?
Es beschreibt das Phänomen, dass ein Mensch eine Handlung vollzieht, obwohl er weiß und davon überzeugt ist, dass eine andere Handlung besser für ihn wäre.
Was ist Ursula Wolfs Kernthese zur Willensschwäche?
Wolf argumentiert, dass es Willensschwäche im traditionellen Sinne nicht gibt; wer gegen seinen Vorsatz handelt, hatte diesen Vorsatz zum Zeitpunkt der Tat gar nicht wirklich.
Wie erklärt Wolf das Scheitern von Vorsätzen?
Sie sieht darin einen kognitiven Fehler oder eine Selbsttäuschung. Der Akteur täuscht sich über seine tatsächlichen Wünsche und Prioritäten hinweg.
Wie unterscheidet sich Wolfs Sicht von der des Aristoteles?
Aristoteles sah Willensschwäche als realen Konflikt zwischen Vernunft und Begierde; Wolf hingegen hinterfragt die logische Konsistenz eines „gebrochenen“ Vorsatzes.
Warum ist das Phänomen heute noch aktuell?
Alltagssituationen wie das Aufhören mit dem Rauchen oder Diäten zeigen das ständige Spannungsfeld zwischen langfristigen Zielen und kurzfristigen Impulsen.
- Arbeit zitieren
- Dilara Temel (Autor:in), 2022, Willensschwäche nach Ursula Wolf, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1335902