Die Stunde thematisiert die Machtergreifung Adolf Hitlers unter Bewertung der Legalität des Vorgangs anhand verschiedener Zeitzeugen oder Historikerperspektiven. Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass der Vorgang der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler unterschiedlich bewertet wird und die Beantwortung der Frage nach den Umständen und der Legalität dieses Vorgangs perspektivenabhängig ist.
Inhalt: Kompletter Unterrichtsentwurf (Reihenplan, Lernziele, Verlaufsplan, Material mit Arbeitsaufträgen)
Inhaltsverzeichnis
- Schematischer Überblick über die Unterrichtsreihe
- Lernziele
- Hauptlernziel
- Feinlernziele
- Sachkompetenz
- Deutungs- und Reflexionskompetenz
- Medien- und Methodenkompetenz
- Geplanter Unterrichtsverlauf
- Einstieg
- Erarbeitung
- Sicherung
- Vertiefung/Beurteilung
- Notausstieg
- Stoffreserve
- Mögliche Sicherung
- Anhang
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Kurzentwurf zum ersten Unterrichtsbesuch im Fach Geschichte (Klasse 9) zielt darauf ab, die Schülerinnen und Schüler mit den komplexen Geschehnissen im Zusammenhang mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 vertraut zu machen. Die Stunde befasst sich mit der Frage nach der Legalität dieses Vorgangs und soll die Schüler zur kritischen Auseinandersetzung mit den damaligen Ereignissen und den unterschiedlichen Perspektiven auf diese anregen.
- Die Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933
- Die Legalität des Vorgangs unter der Weimarer Verfassung
- Die politische Situation in Deutschland vor 1933
- Die unterschiedlichen Interpretationen und Bewertungen des Ereignisses
- Die Rolle von Reichspräsident Hindenburg
Zusammenfassung der Kapitel
Der Einstieg in die Stunde erfolgt mit einer Karikatur aus "Der wahre Jacob", die die Schüler zur Interpretation und zum Nachdenken über die Ereignisse von 1933 anleitet. Im Erarbeitungsteil sollen die Schüler in Gruppen verschiedene Positionen zur Ernennung Hitlers zum Reichskanzler erarbeiten. Die Sicherung der Ergebnisse erfolgt durch Präsentation und anschließende Diskussion. Die Vertiefung/Beurteilungsphase befasst sich mit der Beurteilung des Vorgangs durch die Schüler sowie der Einordnung des 30. Januar 1933 in die Kategorien "Machtergreifung" und "Machtübertragung". Die Hausaufgabe fordert die Schüler dazu auf, sich in die Lage Hindenburgs zu versetzen und ein Rechtfertigungsschreiben für die Ernennung Hitlers zu verfassen.
Die Stoffreserve bietet einen Ausblick auf die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland und die Lehren, die aus der Geschichte der Weimarer Republik gezogen wurden.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter im Kontext des Unterrichtsbesuchs sind: Weimarer Republik, Adolf Hitler, Reichskanzler, 30. Januar 1933, Legalität, Machtergreifung, Machtübertragung, Reichspräsident Hindenburg, politische Instanzen, Verfassung, Demagogie, Wirtschaftskrise, Radikalisierung.
Häufig gestellte Fragen
War die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler legal?
Formal entsprach die Ernennung durch Hindenburg am 30. Januar 1933 den Bestimmungen der Weimarer Verfassung, allerdings war sie politisch das Ergebnis von Intrigen und Druck.
Was ist der Unterschied zwischen „Machtergreifung“ und „Machtübertragung“?
„Machtergreifung“ suggeriert einen gewaltsamen Akt, während „Machtübertragung“ betont, dass Hitler die Macht von den etablierten Eliten legal übergeben wurde.
Welche Rolle spielte Reichspräsident von Hindenburg?
Hindenburg war die entscheidende Instanz, die Hitler ernannte, nachdem er zuvor lange gezögert hatte, ihn als „böhmischen Gefreiten“ zu akzeptieren.
Wie wird das Ereignis im Geschichtsunterricht der 9. Klasse bewertet?
Schüler sollen erkennen, dass die Bewertung der Legalität perspektivenabhängig ist und verschiedene Zeitzeugenberichte kritisch analysieren.
Welche Lehren wurden für das Grundgesetz aus 1933 gezogen?
Die Schwächen der Weimarer Verfassung führten im Grundgesetz zur Stärkung der wehrhaften Demokratie und einer begrenzteren Macht des Bundespräsidenten.
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- Sebastian Richter (Author), 2020, Die Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler als Thema im Geschichtsunterricht (9. Klasse Gymnasium), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1323236