Das Präsens ist nicht nur in der Lage, gleichzeitige Ereignisse auszudrücken, sondern kann auch Situationen, die nachzeitig zum Sprechakt angeordnet sind, beschreiben. Diese Verwendung des Praesens pro futuro kommt insbesondere dann vor, wenn
temporale Adverbien Nachzeitigkeit suggerieren.
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die vorhandene Forschung über das futurische Präsens darzulegen und die Bedingungen für dessen Gebrauch zu schildern. Dazu wird anfangs auf das Gegenwart anzeigende Präsens eingegangen und die schematische
Darstellung des Präsens denen des Praesens pro futuro gegenübergestellt. Anschließend wird analysiert, unter welchen Bedingungen das futurische Präsens verwendet werden kann. Diese werden unter zwei Faktoren zusammengefasst: der
Etablierung eines Orientierungspunktes durch temporale Adverbien und durch die Generierung einer (unmittelbaren) nachzeitigen Situation durch kontextuelle Bezüge. Am Ende wird auf Besonderheiten des Phänomens in verschiedenen Sprachen eingegangen, da die Bedingungen für den Gebrauch je nach Sprache variieren.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Präsens - Bedeutung und schematische Darstellung
- Bedingungen für den Gebrauch des Praesens pro futuro
- Einfluss der Verbform auf die Nachzeitigkeitsbedeutung
- Einführung eines Orientierungspunktes durch adverbiale Bestimmungen der Zeit
- Kontextabhängige Futurbedeutung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Untersuchung des futurischen Präsens, einer grammatischen Konstruktion, die zukünftige Ereignisse im Präsens ausdrückt. Das Ziel ist es, die bisherige Forschung zum Thema darzulegen und die Bedingungen für den Gebrauch des futurischen Präsens zu analysieren.
- Analyse des gegenwärtigen Präsens und des futurischen Präsens
- Bedingungen für die Verwendung des futurischen Präsens
- Rolle der temporalen Adverbien und kontextuellen Bezüge
- Besonderheiten des Phänomens in verschiedenen Sprachen
Zusammenfassung der Kapitel
- Das erste Kapitel führt in die Thematik des futurischen Präsens ein und stellt die Zielsetzung der Arbeit dar. Es beleuchtet die schematische Darstellung des Präsens im Vergleich zum futurischen Präsens.
- Das zweite Kapitel widmet sich den Bedingungen für die Verwendung des futurischen Präsens. Es untersucht die Rolle der Verbform, insbesondere des Aspekts, und den Einfluss von temporalen Adverbien auf die Bedeutung der Nachzeitigkeit.
- Das dritte Kapitel beleuchtet die kontextuelle Bedeutung des futurischen Präsens. Es werden extralinguistische Faktoren wie das Register und inhaltliche Zusammenhänge betrachtet, die eine futurische Bedeutung des Präsens suggerieren können.
Schlüsselwörter
Praesens pro futuro, Futur, temporale Adverbien, kontextuelle Bezüge, Nachzeitigkeit, Verbform, Aspekt, Sprachvergleich.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter dem „Praesens pro futuro“?
Das Praesens pro futuro bezeichnet die Verwendung der Gegenwartsform (Präsens), um Ereignisse auszudrücken, die in der Zukunft liegen.
Welche Rolle spielen temporale Adverbien beim futurischen Präsens?
Temporale Adverbien wie „morgen“ oder „nächste Woche“ sind oft entscheidend, da sie einen Orientierungspunkt in der Zukunft etablieren und so die Nachzeitigkeit suggerieren.
Welche Bedingungen müssen für den Gebrauch erfüllt sein?
Der Gebrauch hängt von zwei Hauptfaktoren ab: der Etablierung eines Zeitpunkts durch Adverbien und der Generierung einer nachzeitigen Situation durch den Kontext.
Hat die Verbform Einfluss auf die Bedeutung?
Ja, die Arbeit untersucht, inwiefern die spezifische Verbform und der Aspekt die Interpretation als zukünftiges Ereignis unterstützen.
Variiert der Gebrauch des Praesens pro futuro in verschiedenen Sprachen?
Ja, die Bedingungen für den Gebrauch des futurischen Präsens sind sprachspezifisch und werden in der Arbeit vergleichend betrachtet.
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- Anonym (Author), 2020, Bedingungen für den Gebrauch von Praesens pro Futuro, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1323048