Die Frage, ob das Kleinkind nun abhängig oder kompetent ist, verlangt erst einmal eine Definition des Begriffes „Kindheitsbild“ und stellt somit den ersten Punkt dieser Arbeit dar. Ebenso muss man zur Beantwortung dieser Frage kurz erwähnen, dass mit Kleinkindern, Kinder im Alter von null bis drei Jahren gemeint sind. Im Weiteren beschäftigen sich Punkt 3 und 4 mit der Abgrenzung beider konträrer Kindheitsbilder. Die Bindungstheorie von Bowlby erscheint als Argument für die Abhängigkeit des Kleinkindes, dessen Zusammenhang mit der Abhängigkeit unter Punkt 3 erläutert wird. Daran anknüpfend stellt das Eingewöhnungsmodell nach INFANS eine mögliche Konsequenz des abhängigen Kindheitsbildes auf die Krippenpädagogik dar und wird unter Punkt 3.1 näher beschrieben. Unter Punkt 4 werden die Ergebnisse der modernen Säuglingsforschung ausgeführt, die für die Kompetenz von Kleinkindern sprechen. Anschließend wird das Konzept der Reggio-Pädagogik erläutert, welches auf dem Bild des kompetenten Kleinkindes aufbaut. Abgerundet wird die Arbeit mit einem Fazit.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Kindheitsbilder
- Das abhängige Kleinkind
- Das Eingewöhnungsmodell nach INFANS
- Das kompetente Kleinkind
- Die Reggio-Pädagogik
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert das gegensätzliche Kindheitsbild des Kleinkindes als abhängiges und kompetentes Wesen. Ziel ist es, die jeweiligen Argumentationslinien aufzuzeigen und kritisch zu betrachten, um die Auswirkungen auf die frühe Bildung und Erziehung zu verdeutlichen.
- Definition und Bedeutung des Kindheitsbildes
- Die Rolle von Bindung und Bindungstheorie
- Das Eingewöhnungsmodell nach INFANS als Beispiel für ein abhängiges Kindheitsbild
- Die Kompetenz von Kleinkindern im Lichte der modernen Säuglingsforschung
- Die Reggio-Pädagogik als Ausdruck eines kompetenten Kindheitsbildes
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung legt die Problematik und den Aufbau der Arbeit dar. Im zweiten Kapitel werden Kindheitsbilder als Konstrukte definiert, die den Umgang mit Kindern prägen. Kapitel 3 fokussiert auf das abhängige Kindheitsbild, beleuchtet die Bindungstheorie von Bowlby und das Eingewöhnungsmodell nach INFANS als Beispiel für die Praxis. Das vierte Kapitel beleuchtet das kompetente Kindheitsbild, wobei die Erkenntnisse der modernen Säuglingsforschung und die Reggio-Pädagogik als Ausdruck dieses Bildes hervorgehoben werden.
Schlüsselwörter
Kindheitsbild, Abhängigkeit, Kompetenz, Bindungstheorie, Eingewöhnungsmodell, INFANS, Reggio-Pädagogik, Säuglingsforschung, Frühe Bildung, Erziehung.
Häufig gestellte Fragen
Ist ein Kleinkind eher abhängig oder kompetent?
Die Arbeit stellt zwei konträre Kindheitsbilder gegenüber: Das Bild des abhängigen Kindes (Bindungstheorie) und das des kompetenten Kindes (Säuglingsforschung).
Was besagt die Bindungstheorie von Bowlby in diesem Kontext?
Bowlby betont die existentielle Abhängigkeit des Kleinkindes von einer Bezugsperson für seine emotionale und physische Sicherheit.
Was ist das Eingewöhnungsmodell nach INFANS?
Es ist eine pädagogische Konsequenz aus dem abhängigen Kindheitsbild, die eine sanfte, begleitete Eingewöhnung in die Krippe vorsieht, um Bindungsabbrüche zu vermeiden.
Was versteht die Reggio-Pädagogik unter dem "kompetenten Kind"?
Sie sieht das Kind als aktiven Gestalter seiner eigenen Entwicklung, das von Geburt an über zahlreiche Ausdrucksmöglichkeiten und Forscherdrang verfügt.
Wie beeinflussen Kindheitsbilder die frühe Bildung?
Je nachdem, welches Bild man vertritt, ändern sich die pädagogischen Ansätze – von schützender Begleitung bis hin zur Bereitstellung freier Entfaltungsräume.
- Quote paper
- Aria Emin (Author), 2021, Das kompetente oder das abhängige Kind? Bindungstheorie von Bowlby, Eingewöhnungsmodell nach INFANS und Reggio-Pädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1316147