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Das Wort "weil" mit Verbzweitstellung im gesprochenen Deutsch. Formale und funktionale Besonderheiten

Titre: Das Wort "weil" mit Verbzweitstellung im gesprochenen Deutsch. Formale und funktionale Besonderheiten

Dossier / Travail , 2021 , 19 Pages , Note: 3,0

Autor:in: Markus Göhler (Auteur)

Philologie Allemande - Linguistique
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche formalen und funktionalen Besonderheiten das Wort weil im gesprochenen Deutsch aufweisen kann. Insbesondere wird auf weil mit Verbzweitstellung und auf weil als Diskursmarker eingegangen.

Zunächst werden dazu der aktuelle Forschungsstand hinsichtlich dieser Themen aufgezeigt und bestimmte Begrifflichkeiten erläutert, welche im Verlauf dieser Arbeit vermehrt verwendet werden. Dann wird kurz auf die Methode der interaktionalen Linguistik eingegangen und etwas zu der Herkunft der in dieser Arbeit verwendeten Daten geschrieben.

Als nächstes folgt der Hauptteil dieser Hausarbeit – die Analyse von vier Beispielen, die die genannten Besonderheiten von weil im gesprochenen Deutsch deutlich machen. Bei zwei von vier Beispielen handelt es sich um epistemische Weil-Sätze mit Verbzweitstellung. Diese werden ausschließlich formal analysiert. In den anderen beiden Beispielen tritt das Wort weil als Diskursmarker auf. Diese werden sowohl formal als auch funktional analysiert. Am Ende werden die Ergebnisse unter Rückbezug auf die Fragestellung dieser Arbeit zusammengefasst.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Forschungsstand

3 Methode & Daten

4 Die Besonderheiten von „weil“ im gesprochenen Deutsch

4.1 Epistemische Weil-Sätze mit Verbzweitstellung

4.2 „weil“ als Diskursmarker

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die grammatikalischen Abweichungen des Wortes „weil“ in der gesprochenen deutschen Sprache, insbesondere die häufig auftretende Verbzweitstellung und die Funktion als Diskursmarker, um die formalen und funktionalen Besonderheiten dieser Phänomene wissenschaftlich zu beleuchten.

  • Analyse von „weil“-Sätzen mit Verbzweitstellung (epistemische Verwendung)
  • Untersuchung von „weil“ als Diskursmarker in der interaktionalen Linguistik
  • Einsatz des topologischen Feldermodells zur syntaktischen Analyse
  • Betrachtung intonatorischer Besonderheiten bei der Verwendung von „weil“
  • Darstellung der „ausgeblichenen Semantik“ und der „Scharnierfunktion“ von Diskursmarkern

Auszug aus dem Buch

Die Besonderheiten von „weil“ im gesprochenen Deutsch

Im gesprochenen Deutsch treten häufig Weil-Konstruktionen auf, die die grammatische Norm missachten und anstelle der üblichen Nebensatzstellung die Hauptsatzstellung aufweisen (Günthner 2008a). Dieses syntaktische Phänomen der gesprochenen Sprache wird im Folgenden anhand von zwei Beispielen analysiert.

Beispiel 1: FOLK_E_00008_SE_01_T_01, 0:12:36 - 0:12:42

001 LB: die sekundäre spule|

002 (0.5)|

003 ohmisch prüfen will|

004 (0.1)|

005 weil da wird es teilweise kritisch|

Der Gesprächsausschnitt wurde im Rahmen einer Unterrichtsstunde an einer Berufsschule aufgezeichnet. In der Unterrichtsstunde ging es um das Thema „Ottomotoren“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Abweichung von der korrekten Verbstellung in „weil“-Sätzen ein und skizziert das Ziel, formale und funktionale Besonderheiten durch Korpusanalysen zu untersuchen.

2 Forschungsstand: Das Kapitel gibt einen Überblick über die bisherige wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Verbzweit-Stellungen nach „weil“ sowie dem funktionalen Wandel von Diskursmarkern in der Linguistik.

3 Methode & Daten: Hier wird der methodische Ansatz der interaktionalen Linguistik erläutert und beschrieben, wie mittels Tokensuche in der Datenbank für gesprochenes Deutsch (DGD) Daten für die empirische Analyse gewonnen wurden.

4 Die Besonderheiten von „weil“ im gesprochenen Deutsch: In diesem Hauptteil werden vier Gesprächsausschnitte analysiert, um sowohl die syntaktischen Merkmale der Verbzweitstellung als auch die pragmatischen Funktionen von „weil“ als Diskursmarker zu demonstrieren.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und stellt fest, dass sich „weil“ im gesprochenen Deutsch gewandelt hat und heute als etabliertes sprachliches Phänomen akzeptiert wird.

Schlüsselwörter

weil, gesprochenes Deutsch, Verbzweitstellung, Diskursmarker, interaktionale Linguistik, Nebensatz, Hauptsatz, topologisches Feldermodell, Intonation, epistemische Weil-Sätze, ausgeblichene Semantik, Scharnierfunktion, Grammatikalisierung, Sprachwandel, Korpuslinguistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit thematisiert die grammatikalischen Abweichungen des Konnektors „weil“ in der gesprochenen deutschen Sprache, insbesondere das Phänomen der Verbzweitstellung anstelle der normgerechten Verbletztstellung sowie die Verwendung als Diskursmarker.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit konzentriert sich auf die syntaktische Analyse mittels Feldermodell, die interaktionale Bedeutung in der gesprochenen Kommunikation und die pragmatische Funktion von Diskursmarkern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die formalen und funktionalen Besonderheiten von „weil“ aufzuzeigen und zu erklären, warum „weil“ im Gesprochenen häufig als vollwertiger Konjunktor statt als Subjunktor fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird die Methode der interaktionalen Linguistik angewandt. Die Analyse basiert auf authentischen Gesprächsdaten aus dem FOLK-Korpus der Datenbank für gesprochenes Deutsch (DGD).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert vier konkrete Gesprächsausschnitte, bei denen zwei die epistemische Verbzweitstellung und zwei die Diskursmarker-Funktion von „weil“ illustrieren.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Verbzweitstellung, Diskursmarker, topologisches Feldermodell, ausgeblichene Semantik und Scharnierfunktion.

Was ist der Unterschied zwischen einem „weil“-Nebensatz und einem „weil“-Diskursmarker?

Als Subjunktion leitet „weil“ einen Nebensatz mit Verbletztstellung ein. Als Diskursmarker fungiert es hingegen koordinierend, steht turninitial und dient der Strukturierung des Gesprächsflusses, wobei oft eine Hauptsatzstellung folgt.

Was bedeutet die „Scharnierfunktion“ von „weil“?

Die „Scharnierfunktion“ beschreibt, dass der Diskursmarker „weil“ nicht nur eine Folgeäußerung einleitet, sondern gleichzeitig einen Bezug zum vorangegangenen Kontext herstellt, indem er als Brücke bzw. Gelenk zwischen den Äußerungen vermittelt.

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Résumé des informations

Titre
Das Wort "weil" mit Verbzweitstellung im gesprochenen Deutsch. Formale und funktionale Besonderheiten
Université
University of Münster
Note
3,0
Auteur
Markus Göhler (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
19
N° de catalogue
V1315995
ISBN (PDF)
9783346797018
ISBN (Livre)
9783346797025
Langue
allemand
mots-clé
wort verbzweitstellung deutsch formale besonderheiten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Markus Göhler (Auteur), 2021, Das Wort "weil" mit Verbzweitstellung im gesprochenen Deutsch. Formale und funktionale Besonderheiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1315995
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Extrait de  19  pages
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