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Eine Geschichte - zwei Realisierungen: "Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders"

Mit Ideen für den Unterricht

Title: Eine Geschichte - zwei Realisierungen: "Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders"

Diploma Thesis , 2009 , 135 Pages , Grade: 1

Autor:in: Mag. Sylvia Jungmann (Author)

German Studies - Comparative Literature
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit Film und Buch in Theorie und Praxis. Die beiden Medien werden auf theoretischer Basis beschrieben und miteinander verglichen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den medialen Eigenheiten und ihren Überschneidungen. Es wird nicht nur die medienspezifische Sprache von Film und Buch herausgearbeitet, sondern es werden auch die Bereiche im Mittelpunkt stehen, anhand derer die beiden Medien miteinander verglichen werden können.
Jener Analyse folgt die Beschreibung der Gattung Literaturverfilmung, welche als Zwischenform von Film und Buch eine gute Basis für die Synthese der erarbeiteten Informationen darstellt. Literaturverfilmungen sind nicht unumstritten. Seit der Entstehung des Films wurde das Medium immer wieder aufs Neue als dem Buch untergeordnet angesehen. Speziell die Literaturverfilmung wurde und wird durch verschiedene Vorurteile abgewertet. Die Gründe dafür und die Chancen, welche sich durch die Verfilmung von Literatur ergeben, sollen am Ende des Kapitels erläutert werden.
Darauf folgt eine exemplarische Gegenüberstellung von Roman und Verfilmung. Als Quellen wurden Patrick Süskinds Roman „Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders“ und die gleichnamige Literaturverfilmung von Regisseur Tom Tykwer gewählt. Die beiden Umsetzungen werden hinsichtlich des Plots, der Figuren, der Erzählperspektive und des Wortlautes miteinander verglichen. Dabei stehen Gründe für die Unterschiede sowie ihre Funktion und Wirkung im Mittelpunkt. Die Hauptfrage am Ende des Kapitels lautet: Welche Akzente wurden bei der filmischen Umsetzung von „Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders“ gesetzt?
Das letzte große Kapitel beschäftigt sich mit Medienpädagogik und speziell mit der Frage nach der Sinnhaftigkeit der Integration von Filmen in den Unterricht. Die aus den vorhergehenden Kapiteln gewonnenen Erkenntnisse werden dann in eine Ideensammlung für den Deutschunterricht umgearbeitet und in ihren pädagogischen Zielen reflektiert.
Im Anhang finden sich neben einer tabellarischen Darstellung des inhaltlichen Roman-Film-Vergleichs auch die Arbeitsblätter, welche für einige Unterrichtsaktivitäten erstellten wurden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis der Arbeit

1 Vorwort

2 Buch, Film und die Literaturverfilmung

2.1 Intermedialer Vergleich: Buch und Film

2.1.1 Allgemeiner Vergleich

2.1.2 Medienspezifische Zeichen

2.1.3 Darstellung

2.1.3.1 Raum

2.1.3.2 Figur

2.1.3.3 Geschehen

2.1.3.4 Zeit

2.1.4 Medienspezifische Erzähltechniken

2.1.5 Redewiedergabe

2.1.6 Visualität

2.2 Die Literaturverfilmung

2.2.1 Terminologie

2.2.2 Definitionen und Beschreibungen

2.2.3 Verfilmbarkeit

2.2.4 Typen

2.2.4.1 Die „analoge Wiedergabe“

2.2.4.2 Die „Interpretation“

2.2.4.3 Die „Eigenständigkeit“

2.2.5 Problembereiche

2.2.5.1 Schlechtes Image

2.2.5.2 Angst vor Kannibalisierung

2.2.5.3 Mangelnde Originalität

2.2.5.4 Belesene Kinobesucher

2.2.6 Chancen

2.2.6.1 Demokratisierung

2.2.6.2 Popularisierung von Kulturgut

2.2.6.3 Leseanregung

3 „Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders“ im intermedialen Vergleich

3.1 Plot

3.2 Figuren

3.2.1 Jean-Baptiste Grenouille: Der Protagonist

3.2.1.1 Aussehen

3.2.1.2 Charakter

3.2.1.3 Sozialverhalten

3.2.1.4 Resümee

3.2.2 Das Mirabellen-Mädchen: Der Schicksalsengel

3.2.3 Giuseppe Baldini: Der eigennützige Lehrer

3.2.4 Laure/Laura Richis: Die Muse

3.2.5 Antoine Richis: Die Vaterfigur

3.3 Erzähler und Perspektive

3.3.1 Der Roman

3.3.2 Die Verfilmung

3.3.3 Fazit

3.4 Wortlaut

3.4.1 Roman- und Filmanfang

3.4.2 Dialog: Baldini und Chérnier

3.4.3 Roman- und Filmende

3.5 Schlussfolgerungen zu Tom Tykwers Verfilmung

3.5.1 Werktreue

3.5.2 Eigener Stempel der Filmemacher

3.5.3 Identifikation

3.5.4 Authentizität

3.5.5 Ästhetik

4 „Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders“ im Deutschunterricht

4.1 Medien/Filme in den Unterricht integrieren?

4.1.1 Die Diskussion

4.1.2 Der Grundsatzerlass und der Lehrplan

4.2 Zielgruppe

4.3 Zielsetzung

4.4 Textwahl: Wieso „Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders“?

4.5 Vorgehensweise

4.6 „Das Parfum“: Ideen für den Deutschunterricht

4.6.1 Einstieg

4.6.1.1 Sage mir, was du siehst!

4.6.1.2 Wie alles begann…

4.6.1.3 Identifikation und Gegenwartsbezug

4.6.2 Mit der Geschichte arbeiten

4.6.2.1 Die Pressekonferenz

4.6.2.2 Wer ist Jean-Baptiste Grenouille?

4.6.2.3 Die Sinne

4.6.2.4 Außergewöhnliche Romanhelden

4.6.3 Medien im Vergleich

4.6.3.1 Inhalt

4.6.3.1.1 Erfahrungsberichte

4.6.3.1.2 Die Geschichte: Süskind versus Tykwer

4.6.3.1.3 Der Protagonist: Süskind versus Tykwer

4.6.3.2 Form

4.6.3.2.1 Die Innensicht

4.6.3.2.2 Die Kameraperspektive

4.6.3.2.3 Wie beschreibt ein Film?

4.6.3.2.4 Mündlichkeit und Schriftlichkeit

4.6.3.2.5 Bild und Ton

4.6.3.2.6 Die Spannung steigt

4.6.4 Filmarbeit

4.6.4.1 Das Casting: Klasse sucht Grenouille

4.6.4.2 Die Filmmusik

4.6.4.3 Das Drehbuch

4.6.4.4 Kamera-Workshop

4.6.5 Abschluss

5 Nachwort

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die intermediale Beziehung zwischen Patrick Süskinds Roman „Das Parfum“ und der gleichnamigen Verfilmung von Tom Tykwer. Das primäre Ziel ist es, die spezifischen medialen Möglichkeiten beider Formate – Schriftsprache versus audiovisuelle Inszenierung – herauszuarbeiten und zu analysieren, wie die Romanvorlage filmisch interpretiert wurde. Basierend auf diesen Erkenntnissen entwickelt die Arbeit ein didaktisches Konzept für den Deutschunterricht, das Schülern helfen soll, Medienkompetenz durch den direkten Vergleich von Buch und Film zu erwerben.

  • Theoretische Grundlagen des intermedialen Vergleichs (Buch vs. Film)
  • Analyse der Literaturverfilmung als eigenständige Gattung
  • Vergleichende Untersuchung von Plot, Figuren und Erzählperspektive
  • Medienpädagogische Ansätze zur Integration von Filmen in den Unterricht
  • Praktische Unterrichtsideen zur Filmarbeit und Textanalyse

Auszug aus dem Buch

3.1 Plot

Beim Vergleich von literarischer und filmisch erzählter Geschichte wird eine grafische Darstellung zur Veranschaulichung der Unterschiede herangezogen. Diese soll dem Leser zusätzlich einen Überblick über den Inhalt der beiden Werke ermöglichen. Die Tabelle ist in drei Bereiche unterteilt: Während die mittlere Spalte den gemeinsamen Plot enthält, finden sich links die Abweichungen im Roman und rechts jene in der Verfilmung. Nicht nur die Unterschiede im Plot, sondern auch Funktion und Gründe der Veränderungen sollen in diesem Abschnitt erarbeitet werden.

Es versteht sich von selbst, dass in der vorliegenden Arbeit die Motive für die unterschiedliche Umsetzung bestimmter Details lediglich erahnt werden können. Hier soll nur eine mögliche Auslegung derselben wiedergegeben werden. Es wird versucht, die Unterschiede anhand nachvollziehbarer Erklärungen zu begründen.

Generell sind sich Film- und Romangeschichte sehr ähnlich; manch ein Unterschied kann nur bei ganz genauem Hinsehen bzw. Lesen bemerkt werden. Die Haupthandlung ist identisch; meist sind es einzelne Details, die im Film abgeändert wurden.

Die erste große Abweichung erfolgt ganz am Anfang in Bezug auf die Chronologie des Geschehens. Während der Roman mit Grenouilles Geburt beginnt, steigt der Film mit der Szene ein, in welcher sein Todesurteil verkündet wird (von 00:00:42-00:03:52): Aus einem schwarzen Bild, in dem nur Umrisse zu erkennen sind, tritt eine Nase hervor. Das restliche Gesicht des Trägers wird erst gezeigt, nachdem ihn die Wachen aus seiner Zelle geholt und vor die aufgebrachte Menge geführt haben. Diese Vorausblende endet wieder mit einer Großaufnahme von der Nase, welche den Zuseher in sich aufsaugt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Die Arbeit führt in die Zielsetzung ein, Film und Buch sowohl theoretisch als auch praktisch anhand von Patrick Süskinds Roman und Tom Tykwers Film zu vergleichen.

2 Buch, Film und die Literaturverfilmung: Es werden die theoretischen Grundlagen des Medienvergleichs sowie das Genre der Literaturverfilmung mit ihren spezifischen Chancen und Problemen erläutert.

3 „Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders“ im intermedialen Vergleich: Dies ist der Analyseteil, der Roman und Verfilmung detailliert hinsichtlich Plot, Figuren, Erzähltechnik und Wortlaut gegenüberstellt.

4 „Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders“ im Deutschunterricht: Dieser Teil widmet sich der Medienpädagogik und bietet eine konkrete Ideensammlung für die didaktische Aufbereitung des Stoffes im Unterricht.

5 Nachwort: Das Kapitel fasst die wichtigsten Ergebnisse der theoretischen und praktischen Analysen zusammen und zieht ein Fazit über die Bedeutung von Literaturverfilmungen.

Schlüsselwörter

Literaturverfilmung, Patrick Süskind, Tom Tykwer, Intermedialität, Roman, Film, Medienpädagogik, Jean-Baptiste Grenouille, Erzählperspektive, Filmanalyse, Deutschunterricht, Literaturdidaktik, visuelle Wahrnehmung, Narratologie, Adaption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht das Verhältnis zwischen Buch und Film anhand von Patrick Süskinds Roman „Das Parfum“ und der gleichnamigen Verfilmung von Tom Tykwer, um medienspezifische Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufzuzeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Medienvergleichs, die Gattung der Literaturverfilmung, eine detaillierte vergleichende Analyse von Roman und Film sowie deren medienpädagogische Umsetzung in der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die narrativen und ästhetischen Mittel von Buch und Film unterscheiden, und daraus didaktische Impulse für einen modernen Deutschunterricht abzuleiten, der Medienarbeit sinnvoll integriert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet einen vergleichenden, intermedialen Ansatz, bei dem theoretische Konzepte (wie die Basisparadigmen nach Mundt) auf die konkreten Werke angewendet und didaktisch reflektiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in mediale Zeichen, eine detaillierte Gegenüberstellung von Handlung, Figuren und Erzählstruktur der beiden Werke sowie eine Ideensammlung für den Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Literaturverfilmung, Intermedialität, Medienkompetenz, Film-Analyse, Didaktik, Adaption und Rezeption sind die zentralen Begriffe.

Wie unterscheidet sich die Darstellung von Jean-Baptiste Grenouille im Film vom Roman?

Der Roman zeichnet ihn als entstelltes, abstoßendes Wesen, während der Film ihn als attraktiveren, eher vom Schicksal und kindlichem Unwissen gezeichneten Antihelden darstellt, um ein größeres Identifikationspotenzial für das Kinopublikum zu schaffen.

Warum integriert die Autorin auch praktische Übungen wie einen „Kamera-Workshop“?

Ziel ist es, den Schülern durch praktisches Handeln ein tieferes Verständnis für die Konstruktion von Film zu vermitteln, um sie von unkritischen Konsumenten zu bewussten Medienkennern zu entwickeln.

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Details

Title
Eine Geschichte - zwei Realisierungen: "Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders"
Subtitle
Mit Ideen für den Unterricht
College
University of Innsbruck  (Institut für Germanistik)
Course
keine
Grade
1
Author
Mag. Sylvia Jungmann (Author)
Publication Year
2009
Pages
135
Catalog Number
V131064
ISBN (eBook)
9783640366309
ISBN (Book)
9783640366040
Language
German
Tags
Das Parfum Patrick Süskind Tom Tykwer Film vs. Buch Literaturverfilmung Das Parfum - Ideen für den Unterricht Filmanalyse Medien im Unterricht Filmerziehung Medien im Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Sylvia Jungmann (Author), 2009, Eine Geschichte - zwei Realisierungen: "Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131064
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