Nach einem absolvierten Praktikum bei F. Seminare und bei einem Bildungsdienstleister wurden in dem Praktikumsbericht die beiden Institutionen und jeweiligen Aufgabenbereiche beschrieben und anschließend eine Theorie-Praxis-Reflexion durchgeführt.
F. Seminare ist ein kleines Unternehmen, welches in vier große Teilbereiche gegliedert ist: Das Training, das Coaching, das Consulting und das E-Learning. In meiner Praktikantenzeit begleiteten mich insgesamt fünf Kollegen und Kolleginnen, die mir die einzelnen Facetten zeigten. „Wir entwickeln Potentiale – Emotional. Intelligent. Digital.“, lautet die Philosophie des Unternehmens. Dabei steht vor allem HappyWork und HappyLife im Fokus. Ersteres bezieht sich darauf, Unternehmen, Führungskräfte und Mitarbeiter durch agile und effektive Methoden zu Ihrem HappyWork zu verhelfen, sodass sie zufriedener und erfolgreicher bei der Arbeitsausführung sind. Bei letzterem soll Menschen geholfen werden, ihre individuelle Vision zu finden, diese auch zu leben und ihre Potenziale zu entfalten.
Die Bildungsdienstleister ist ein mittelgroßes Bildungsunternehmen, welches deutschlandweit vertreten ist. Insgesamt gibt es 30 Standorte, wobei sich diese in die drei Regionen „Nord – Ost“, „Mitte“ und „Süd – Ost“ bündeln. Viele Bildungsträger, so wie auch dieser Bildungsdienstleister, sind Tochtergesellschaften des bfw, welches zu einem der führenden Bildungsdienstleister Deutschlands gehört. Dieser Bildungsdienstleister übernimmt viele Projekte und der Fokus liegt auf der Zusammenarbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, um diese zu unterstützen und auf ihrem Weg in die Berufswelt zu begleiten. Die vier großen Bereiche lauten Schule & Erziehung, Berufsvorbereitung, Ausbildung und Rehabilitation. Jedes der Geschäftsfelder ist genau auf das jeweilige Alter und auf die Entwicklungsstufe der Kinder zugeschnitten. Zudem wird auch eine Beratung für Unternehmen angeboten, um über mögliche Förderquellen und über die Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderungen zu informieren.
Inhaltsverzeichnis
1. F. Seminare GmbH
1.1. Institutionsbeschreibung
1.2. Beschreibung eigener Aufgabenbereiche
1.3. Theorie – Praxis Reflexion
1.3.1. Individuelle Voraussetzungen von Erziehung und Bildung
1.3.2. Analyse und Entwicklung von Lernumgebung
1.3.3. Konzepte und Durchführung von Beratung
1.3.4. Evaluation von Bildungsprozessen
2. Bildungsdienstleister
2.1. Institutionsbeschreibung
2.2. Beschreibung eigener Aufgabenbereiche
2.2.1. Potenzialanalyse
2.2.2. Coaching und Training
2.3. Theorie – Praxis Reflexion
2.3.1. Individuelle Voraussetzungen von Erziehung und Bildung
2.3.2 Analyse und Entwicklung von Lernumgebungen
2.3.3 Konzepte und Durchführung von Beratung
2.3.4. Evaluation von Bildungsprozessen
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dient der Reflexion eines achtwöchigen Pflichtpraktikums, welches in zwei unterschiedlichen Bildungseinrichtungen absolviert wurde, um theoretische universitäre Inhalte mit der praktischen Anwendung in den Bereichen Coaching, Training und Potenzialanalyse zu verknüpfen.
- Systemische Beratung und Coaching-Methoden
- Entwicklung und Implementierung von E-Learning-Angeboten
- Durchführung von Potenzialanalysen für Jugendliche
- Theorie-Praxis-Transfer in der Erziehungswissenschaft
- Berufsorientierung und Biografie-Management
Auszug aus dem Buch
1.2. Beschreibung eigener Aufgabenbereiche
Jede der genannten Tätigkeitsbereiche von F. Seminare durfte ich kennenlernen und begleiten, jedoch lag mein Praktikumsfokus darauf, ein E – Learning vollständig zu übernehmen. Das Ziel war es, durch anfängliche Unterstützung und anschließend eigenständiges Arbeiten ein E – Learning von Anfang bis Ende zu bauen. Das Thema des E – Learnings war die systemische Coaching Ausbildung, welche Herr F. in seiner Firma anbot. Dabei sollen Ausbildende es schaffen, Menschen wirksam zu unterstützen und als professioneller Coach durchzustarten. Die Ausbildung umfasst 5 Module, so wie auch das E – Learning, welches ich erstellte. Dazu läuft die Ausbildung parallel zum digitalen Lernen, worin durch Lehrcoaches theoretisches Hintergrundwissen und praktische Methoden vermittelt werden.
Zunächst wurden Videos der Lehrcoaches und Ausbildungsleiter mit einer professionellen Kamera und einem externen Lautsprechergerät vor einem Greenscreen Hintergrund von mir gedreht. Dafür wurden Leitfäden entwickelt, wofür ich unterstützend Hilfe leistete. Zudem konnte ich viel über das Thema systemisches Coaching recherchieren, und so auch mein Wissen zu den Themen beitragen. In den Videos wurde meist gesprochener theoretischer Inhalt vermittelt, unter anderem gab es auch gefilmte Coachingsituationen, wodurch die Teilnehmenden den Coaches in realen Situationen über die Schulter gucken konnten.
Nachdem die, in der Regel 4 – 6min., Videos gedreht wurden, wurde das Videoprogramm Movavi eingesetzt. Mit Movavi konnten die kleinen Filme geschnitten und animiert werden. Als erstes wird dabei ein Hintergrund erstellt, das Video auf Versprecher untersucht und so zugeschnitten, dass es inhaltlich sinnvoll und ansprechend zum zu hören ist. Ebenso musste auch die Videospur so angelegt werden, dass die Mundbewegungen mit dem Gesagten übereinstimmen. Anschließend wurden durch PowerPoint Diagramme und Visualisierungen erstellt, welche in Movavi eingefügt wurden. Dadurch sollte das Gesprochene veranschaulicht werden. Ich animierte die Videos an passender Stelle nicht nur mit Diagrammen, sondern auch mit Bildern und stichpunkthaltigen Texten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. F. Seminare GmbH: Beschreibung des Unternehmens, seines Portfolios in den Bereichen Training, Coaching, Consulting sowie der eigenen Tätigkeiten bei der Erstellung eines E-Learnings.
1.1. Institutionsbeschreibung: Vorstellung der Philosophie und Kernbereiche von F. Seminare mit Fokus auf HappyWork und systemische Ansätze.
1.2. Beschreibung eigener Aufgabenbereiche: Detaillierte Schilderung der Arbeitsschritte bei der Erstellung eines E-Learnings, von der Videoaufnahme bis zur digitalen Einbindung.
1.3. Theorie – Praxis Reflexion: Wissenschaftliche Einordnung der praktischen Erfahrungen in Konzepte der Erziehungswissenschaft und systemischen Beratung.
1.3.1. Individuelle Voraussetzungen von Erziehung und Bildung: Analyse der Bedeutung des systemischen Ansatzes unter Berücksichtigung von Anlage-Umwelt-Debatten.
1.3.2. Analyse und Entwicklung von Lernumgebung: Anwendung des ADDIE-Modells bei der Gestaltung digitaler Lernumgebungen.
1.3.3. Konzepte und Durchführung von Beratung: Reflexion über systemische Gesprächsführungstechniken wie aktives Zuhören und Wertschätzung.
1.3.4. Evaluation von Bildungsprozessen: Einordnung der Möglichkeiten und Grenzen, didaktische Angebote zu evaluieren.
2. Bildungsdienstleister: Überblick über ein deutschlandweites Bildungsunternehmen und dessen Fokus auf die Unterstützung von Jugendlichen.
2.1. Institutionsbeschreibung: Darstellung der Geschäftsfelder Schule & Erziehung, Berufsvorbereitung, Ausbildung und Rehabilitation.
2.2. Beschreibung eigener Aufgabenbereiche: Dokumentation der Mitwirkung bei Potenzialanalysen und der Durchführung von Stress-Workshops.
2.2.1. Potenzialanalyse: Erläuterung des Ablaufs von Potenzialanalysen in 7. Klassen und der Beobachtung verschiedener Kompetenzbereiche.
2.2.2. Coaching und Training: Bericht über die Mitarbeit bei Workshops zur Prüfungsangst und Hospitation bei Einzelcoachings.
2.3. Theorie – Praxis Reflexion: Anwendung psychologischer und pädagogischer Theorien auf die Arbeit beim Bildungsdienstleister.
2.3.1. Individuelle Voraussetzungen von Erziehung und Bildung: Analyse von Stress- und Bewältigungstheorien im Kontext der Arbeit mit Jugendlichen.
2.3.2 Analyse und Entwicklung von Lernumgebungen: Übertragung von Problem Based Learning auf die Beobachtungen in Potenzialanalysen.
2.3.3 Konzepte und Durchführung von Beratung: Reflexion angewandter systemischer Fragetechniken und Reframing-Methoden.
2.3.4. Evaluation von Bildungsprozessen: Kritische Betrachtung der durchgeführten Feedback-Methoden nach Stress-Workshops.
3. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung des Lernfortschritts durch die Aufteilung des Praktikums auf zwei Institutionen.
Schlüsselwörter
Systemisches Coaching, Potenzialanalyse, E-Learning, Berufsvorbereitung, Pädagogik, Lernumgebung, Biografie-Management, Blended Learning, Stressbewältigung, Beratungskompetenz, Schulentwicklung, Reflexion, Praktikumsbericht, Beratungstechnik, Sozialkompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Praktikumsbericht grundsätzlich?
Der Bericht dokumentiert die Erfahrungen in zwei unterschiedlichen Bildungseinrichtungen, wobei der Fokus auf den Bereichen Coaching, Training, E-Learning und Potenzialdiagnostik bei Jugendlichen liegt.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Die zentralen Themen sind die Verknüpfung von universitärer Theorie zur pädagogischen Beratung mit der beruflichen Praxis sowie die methodische Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen.
Was ist das primäre Ziel des Praktikums?
Das Ziel war es, theoretische erziehungswissenschaftliche Grundlagen durch Hospitation und eigenes Handeln in realen beruflichen Settings anzuwenden und zu vertiefen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Analyse verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf die Reflexion praxisnaher Erfahrungen unter Anwendung von Modellen wie dem ADDIE-Modell, systemischen Beratungsansätzen sowie Stress- und Bewältigungstheorien.
Was wird im Hauptteil des Berichts behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der beiden Institutionen, die Beschreibung der eigenen Aufgabenbereiche und die wissenschaftliche Reflexionsarbeit zu jedem dieser Bereiche.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Systemisches Coaching, Potenzialanalyse, Pädagogik, Lernumgebung, Biografie-Management und Beratungskompetenz sind zentrale Begriffe.
Wie wurden Lernumgebungen im E-Learning-Modul gestaltet?
Unter Verwendung des ADDIE-Modells wurden Videos für eine systemische Coaching-Ausbildung erstellt, die mit interaktiven Elementen und Visualisierungen in ein Blended-Learning-Konzept eingebettet wurden.
Welche Rolle spielt die Potenzialanalyse für die Jugendlichen?
Sie hilft dabei, individuelle Stärken in methodischen, sozialen und personalen Kompetenzbereichen zu identifizieren und den Jugendlichen eine erste Orientierung für ihre berufliche Zukunft zu ermöglichen.
Wie bewertet die Autorin die durchgeführten Evaluationen?
Die Autorin reflektiert kritisch über die Messbarkeit von Erfolgen und stellt fest, dass Anonymität und Objektivität bei Feedback-Methoden, wie etwa einer Tafel-Abfrage, nicht immer vollständig gewährleistet werden können.
Welche Bedeutung hat das systemische Coaching in der Arbeit?
Es dient als theoretischer und praktischer Rahmen, um Personen ganzheitlich in ihrem sozialen System zu betrachten, Ressourcen zu stärken und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2021, Praktikumsbericht zu zwei Bildungsdienstleistern. Training, Coaching, Consulting und E-Learning, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1308924