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Stationäre Kinder- und Jugendhilfe. Geschichte, Organisation und Methoden

Title: Stationäre Kinder- und Jugendhilfe. Geschichte, Organisation und Methoden

Term Paper , 2021 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Social Work - Child and Youth Welfare
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Diese Hausarbeit befasst sich mit der Geschichte, Organisation und dem dort erforderlichen methodischen Handeln der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Die vorliegende Arbeit gliedert sich in fünf Teile. Nach der Einleitung folgt zunächst die Begriffsbestimmung der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Danach wird in Kapitel zwei die Geschichte ausgehend vom Mittelalter bis hin zur heutigen Form dieser erzieherischen Hilfe erläutert. Zudem wird auf die Rechtsgrundlagen und auf die Organisation, die in diesem Arbeitsfeld benötigt wird, eingegangen. Die adressierten Personen werden in Unterkapitel 3.2 und die Träger der Kinder- und Jugendhilfe in 3.3 beschrieben. Wie die Finanzierung organisiert ist, wird in Unterkapitel 3.4 geschildert und letztlich befinden sich die Aufgaben und Ziele in Unterkapitel 3.5. Kapitel 4 befasst sich inhaltlich mit dem methodischen Handeln der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Dort verweise ich auf zwei grundlegende Methoden der Sozialen Arbeit, nämlich auf die soziale Gruppenarbeit und die Supervision. Ein Fazit der Hausarbeit fasst abschließend wichtige Aspekte der stationären Kinder- und Jugendhilfe zusammen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Begriffsbestimmung

2. Geschichtliche Entwicklung der Kinder- und Jugendhilfe mit Blick auf die stationäre Kinder- und Jugendhilfe

2.1 Zeit um die Weimarer Republik

2.2 Der Einfluss des Nationalsozialismus

2.3 Historischer Abriss über die BRD und DDR

2.4 Einführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes

2.5 Das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz

3. Organisation der stationären Kinder- und Jugendhilfe

3.1 Rechtliche Einordnung

3.2 Adressat*innen

3.3 Träger der Kinder- und Jugendhilfe

3.4 Finanzierung

3.5 Aufgaben und Ziele

4. Methodisches Handeln

4.1 Soziale Gruppenarbeit - Definition

4.1.2 Aufgaben und Ziele

4.2 Supervision

4.2.1 Formen der Supervision

4.2.2 Ziele der Supervision

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die Entwicklung und Organisation der stationären Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland sowie die dort Anwendung findenden methodischen Ansätze der Sozialen Arbeit. Sie verfolgt das Ziel, einen historischen Überblick zu geben und die rechtlichen sowie strukturellen Rahmenbedingungen darzulegen, in denen Fachkräfte professionell agieren.

  • Historische Entwicklung der Heimerziehung und der heutigen Kinder- und Jugendhilfe
  • Strukturelle Organisation, Trägerlandschaft und Finanzierungsmodelle im SGB VIII
  • Die aktuellen gesetzlichen Grundlagen, inklusive des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG)
  • Methodisches Handeln in der stationären Hilfe, mit Fokus auf Soziale Gruppenarbeit und Supervision

Auszug aus dem Buch

2.2 Der Einfluss des Nationalsozialismus

Die Zeit des Nationalsozialismus bedeutete eine für die Kinder- und Jugendhilfe deutlich veränderte Rechtspraxis, „in der eine zunehmende Überlagerung von rassenhygienischem Gedankengut und die Indienstnahme für erbgesundheitliche Aufartungs-Programme“ herrschte (Gedrath & Schröer, 2002, S.656). Alle Kinder und Jugendlichen waren „während dieser Zeit ganz massiven ideologisch ausgerichteten Erziehungsgewalten außerhalb der eigenen Familie ausgesetzt“ (Günder & Nowacki, 2020, S.21) und die Hitlerjugend wurde alleiniger Träger der außerschulischen Erziehung. Die Erziehung der jungen Menschen wurde zu einer staatspolitischen Pflichtaufgabe und das vorher entwickelte Verständnis über die pädagogischen Errungenschaften blieb außer Betracht (vgl. Günder & Nowacki, 2020, S.21). Kinder und Jugendliche wurden subsumiert, wenn sie beispielsweise schwer erziehbar, psychisch gestört, verwahrlost, körperlich- oder geistig behindert waren (vgl. Beck, 2020, S.15). Die Einordnung in diese Kategorien besaß die Wirkung, dass in den NSV Jugendheimstätten ausschließlich junge Menschen aufgenommen wurden, die als „rassistisch wertvoll, erbgesund sowie erziehungsfähig und erziehungswürdig“ eingeschätzt wurden. Alle anderen kamen in die sogenannte Bewahrung, eine Aufgabe, welche den Wohlfahrtsverbänden überlassen wurde“ (Günder & Nowacki, 2020, S.22). Schwer- oder unerziehbare Kinder wurden ab 1940 in Jugendschutzlager untergebracht und die Behörden, sowie Dachverbände der Jugendhilfe waren dazu gedrängt, sich der Struktur des Führerprinzips zu unterlegen (vgl. Rätz et al., 2014, Seite 23).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung der stationären Kinder- und Jugendhilfe dar und skizziert den inhaltlichen Aufbau der Arbeit von der historischen Perspektive bis hin zu den methodischen Grundlagen.

1. Begriffsbestimmung: Hier wird der Begriff der stationären Kinder- und Jugendhilfe definiert und als Heimerziehung oder betreute Wohnform außerhalb der Familie gemäß §34 SGB VIII verortet.

2. Geschichtliche Entwicklung der Kinder- und Jugendhilfe mit Blick auf die stationäre Kinder- und Jugendhilfe: Dieser Teil beleuchtet den historischen Wandel der Heimerziehung von den kirchlichen Findelhäusern des Mittelalters über die Reformansätze der Weimarer Republik bis zu den Auswirkungen des Nationalsozialismus und der deutschen Teilung.

2.1 Zeit um die Weimarer Republik: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung der öffentlichen Jugendhilfe, die Verabschiedung preußischer Gesetze und die Einführung des Reichsjugendwohlfahrtsgesetzes (RJWG) im Jahr 1922.

2.2 Der Einfluss des Nationalsozialismus: Hier wird die ideologische Vereinnahmung und rassenhygienische Ausrichtung der Jugendhilfe während des Nationalsozialismus sowie der Ausschluss „unerzogener“ Kinder beschrieben.

2.3 Historischer Abriss über die BRD und DDR: Das Kapitel vergleicht die unterschiedlichen Heimsysteme und Erziehungsaufträge in der DDR und der alten Bundesrepublik vor der Wiedervereinigung.

2.4 Einführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes: Es beschreibt das SGB VIII als zentrale gesetzliche Grundlage und dessen Weiterentwicklung zu einem Leistungsgesetz für betroffene Familien.

2.5 Das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz: Hier werden die Reformschwerpunkte des neuen KJSG erläutert, insbesondere der verbesserte Schutz von Kindern und die Förderung der Inklusion.

3. Organisation der stationären Kinder- und Jugendhilfe: Das Kapitel analysiert die sozialrechtliche Verankerung und die notwendige professionelle Organisation in diesem Arbeitsfeld.

3.1 Rechtliche Einordnung: Diese Sektion erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Ansprüche auf Hilfe zur Erziehung gemäß §27 und §34 SGB VIII.

3.2 Adressat*innen: Das Kapitel beschreibt die Zielgruppen der Hilfe sowie die komplexen Indikatoren, die zu einer stationären Unterbringung von Kindern und Jugendlichen führen.

3.3 Träger der Kinder- und Jugendhilfe: Hier werden die Aufgaben und das Zusammenwirken von öffentlichen, freien und privat-gewerblichen Trägern sowie das Subsidiaritätsprinzip dargestellt.

3.4 Finanzierung: Es werden die verschiedenen Finanzierungsformen wie Zuwendungen und Leistungsentgelte für die erbrachten sozialen Dienste erläutert.

3.5 Aufgaben und Ziele: Das Kapitel definiert das Ziel der stationären Hilfe, nämlich die Stärkung der sozialen Problemlösungsfähigkeit und gegebenenfalls die Rückkehr in die Familie.

4. Methodisches Handeln: Hier wird das Verständnis von „Methode“ als planmäßiges Vorgehen der Sozialen Arbeit in der stationären Jugendhilfe dargelegt.

4.1 Soziale Gruppenarbeit - Definition: Das Kapitel definiert Soziale Gruppenarbeit als Methode, die pädagogisch zielgerichtet die soziale Funktionsfähigkeit und Gruppenerlebnisse nutzt.

4.1.2 Aufgaben und Ziele: Hier werden die Erziehungsmöglichkeiten durch die Methode sowie der Fokus auf die Bewältigung von Entwicklungs- und Verhaltensproblemen beschrieben.

4.2 Supervision: Es wird erläutert, wie Supervision als beratender Beistand für Fachkräfte zur professionellen Reflexion und Qualitätssicherung eingesetzt wird.

4.2.1 Formen der Supervision: Diese Unterteilung definiert die Unterschiede und Anwendungsfelder von Einzel-, Gruppen- und Teamsupervision.

4.2.2 Ziele der Supervision: Das Kapitel beschreibt die Ziele der Supervision hinsichtlich der Verbesserung des beruflichen Handelns, der Konfliktbewältigung und der Arbeitsatmosphäre.

5. Fazit: Die Zusammenfassung resümiert die historische Entwicklung und betont die Notwendigkeit gut organisierter, methodisch fundierter Hilfsangebote für Kinder und das soziale Umfeld.

Schlüsselwörter

Stationäre Kinder- und Jugendhilfe, Heimerziehung, SGB VIII, Kinder- und Jugendhilfegesetz, KJSG, Soziale Gruppenarbeit, Supervision, Trägerstrukturen, Kindeswohl, Sozialpädagogik, Erziehungshilfe, Geschichte der Jugendhilfe, Jugendamt, Inklusion, Professionelles Handeln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Analyse des stationären Kinder- und Jugendhilfesystems in Deutschland, von dessen historischer Entstehung bis hin zu aktuellen organisatorischen und methodischen Arbeitsweisen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind die historische Genese der Heimerziehung, die rechtlichen Grundlagen durch das SGB VIII, die Trägerstrukturen, Finanzierungsaspekte sowie Methoden der pädagogischen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Darstellung der Geschichte, der Organisation und des methodischen Handeln in der stationären Erziehungshilfe, um ein Verständnis für die moderne professionelle Praxis zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse und dokumentarische Auswertung von Gesetzen, Fachliteratur und Berichten, um die komplexen Strukturen und historischen Zusammenhänge aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Geschichte der Jugendhilfe, Organisationsstrukturen (Rechtliches, Finanzierung, Träger) sowie die Methoden Soziale Gruppenarbeit und Supervision.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem stationäre Jugendhilfe, Heimerziehung, Kindeswohl, SGB VIII, pädagogische Methoden und Trägerstrukturen.

Welche Rolle spielt die Supervision innerhalb dieses Arbeitsfeldes?

Supervision wird als unverzichtbares Mittel für Fachkräfte beschrieben, um das berufliche Handeln zu reflektieren, Arbeitsbeziehungen zu verbessern und einen professionellen Umgang mit schwierigen Fallsituationen zu finden.

Was bewirkte das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz?

Das KJSG reformiert das Kinder- und Jugendrecht grundlegend, mit Schwerpunkten auf verbessertem Kinderschutz, Inklusion von Kindern mit und ohne Behinderung („Inklusive Lösung“) sowie einer stärkeren Partizipation von Kindern und Jugendlichen.

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Details

Title
Stationäre Kinder- und Jugendhilfe. Geschichte, Organisation und Methoden
College
University of Applied Sciences Dortmund
Course
K01
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
25
Catalog Number
V1289720
ISBN (eBook)
9783346750174
ISBN (Book)
9783346750181
Language
German
Tags
Stationäre Kinder- und Jugendhilfe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Stationäre Kinder- und Jugendhilfe. Geschichte, Organisation und Methoden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1289720
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