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Armut in Deutschland

Eine kritische Bestandsaufnahme

Title: Armut in Deutschland

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tobias Wolf (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Sobald Armut thematisiert wird, liegt der Fokus üblicherweise auf der Wahrnehmung materieller Mangelversorgung als Symptom. Betrachtet man die Lebensumstände der Bevölkerungen der weltweit ärmsten Länder, so ist diese Wahrnehmung sicher zutreffend. Mangel, der aus rein monetärer Knappheit resultiert, erfaßt jedoch nicht das Gesamt-Phänomen Armut, das sich in die Wohlstandsgesellschaften des industrialisierten Westens eingeschlichen hat.
Armut in ihren vielfältigen Ausdrucksformen und mit all ihren Folgen ist ein derart komplexes Thema, daß sich der Verfasser auf wenige ausgewählte Aspekte konzentrieren wird. Das heißt nicht, daß andere Bereiche dieses Problems weniger bedeutsam sind.
Gegenstand dieser Arbeit ist jedoch nicht ein Aneinanderreihen von Zahlen und Statistiken, die an anderer Stelle gut und umfangreich aufbereitet zu finden sind. Die Frage ist vielmehr, was Armut gesellschaftlich bedeutet und welche Ursachen dahinter stehen.
Zunächst soll über die beiden hauptsächlichen Definitionen von Armut und Vergleiche, auch internationaler Art, der durchaus unterschiedliche Charakter von Armut herausgearbeitet werden. Im Weiteren wird der Fokus auf das permanent in der Öffentlichkeit präsente Thema Armut in Deutschland gelenkt. Wie sich Armut in Deutschland darstellt, welche Arten von Armut es gibt und wie dem sozialpolitisch begegnet wird und begegnet werden könnte, wird deutlich gemacht.
Wie der sozialpolitische Status quo verändert werden kann wird abschließend aufgezeigt und diskutiert.
In jedem Fall sollte bei aller berechtigter Kritik am Sozialsystem nicht aus den Augen verloren werden, was wirkliche und existenzbedrohende Armut bedeutet, unter der immerhin ein Sechstel der Menschheit zu leiden hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Armut jenseits oberflächlicher Vorstellungen

1.1 Das Phänomen Armut

1.2 Graduelle Betroffenheit von Armut

1.3 Relative Armut und absolute Armut

2. Die deutsche Situation

2.1. Was bedeutet Armut in Deutschland

2.2 Ziele der Armutsbekämpfung durch sozialpolitische Maßnahmen

2.3 Kann Armut bekämpft werden?

3. Status quo und denkbare Lösungsansätze

3.1 Die institutionelle Ausgestaltung des Sozialstaates

3.2 Bildung statt ausschließlicher monetärer Alimentierung

3.3 Generationengerechtigkeit

Abschlußbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das komplexe Phänomen der Armut, wobei der Fokus insbesondere auf der Situation in Deutschland liegt. Ziel ist es, den Charakter von Armut zu beleuchten, aktuelle sozialpolitische Maßnahmen zu hinterfragen und Ansätze für eine nachhaltige Verbesserung des Status quo sowie eine gerechtere Sozialstruktur zu diskutieren.

  • Differenzierung zwischen relativer und absoluter Armut
  • Analyse der Wirksamkeit sozialpolitischer Armutsbekämpfung
  • Die Rolle von Bildung als entscheidender Faktor sozialer Mobilität
  • Kritische Beleuchtung des aktuellen Generationenvertrags und der Rentensysteme
  • Diskussion über gesellschaftliche Werte und individuelle Eigenverantwortung

Auszug aus dem Buch

1.1 Das Phänomen Armut

Sobald Armut thematisiert wird, liegt der Fokus üblicherweise auf der Wahrnehmung materieller Mangelversorgung als Symptom. Betrachtet man die Lebensumstände der Bevölkerungen der weltweit ärmsten Länder, so ist diese Wahrnehmung sicher zutreffend. Mangel, der aus rein monetärer Knappheit resultiert, erfaßt jedoch nicht das Gesamt-Phänomen Armut, das sich in die Wohlstandsgesellschaften des industrialisierten Westens eingeschlichen hat. Armut wird immer im Verhältnis des durchschnittlichen Wohlstandsniveaus und gesamtgesellschaftlicher Standards beschrieben, zu denen neben Einkommensindikatoren unter anderem die Teilhabe an bestimmten vorhandenen kulturellen und gesellschaftlichen Systemen und Aktivitäten sowie soziale Kontakte gehören. Zudem unterscheidet man die relative (beispielsweise Europa) von der absoluten Armut (beispielsweise Afrika). Auf diese Unterscheidung wird im weiteren Verlauf noch einzugehen sein.

Die einfach zu messenden finanziellen Zwangslagen von Einzelnen oder Gruppen reichen ergo als Armutsindikator nicht aus. Aus diesem Grund muß der Armutsbegriff um andere, auf die individuellen Lebensumstände wirkende Faktoren erweitert werden, die im Folgenden dargestellt werden. Als hilfreich erweisen sich die Ansätze zur Klassifizierung, die als ressourcenbedingte und lebenslagenbedingte Armut bezeichnet werden. Nicht jeder, der definitorisch arm ist, fühlt sich auch arm. Umgekehrt ist nicht jeder, der sich arm fühlt, wirklich arm. Das Begriff der sozialen Exklusion beschreibt das Problem ebenfalls nur sehr allgemein.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität der Armutsthematik ein und grenzt den Fokus der Arbeit auf gesellschaftliche Ursachen und den sozialpolitischen Status quo in Deutschland ein.

1. Armut jenseits oberflächlicher Vorstellungen: Dieses Kapitel definiert Armut umfassend als mehrdimensionales Phänomen, das über rein monetäre Knappheit hinausgeht und Konzepte wie soziale Exklusion und graduelle Betroffenheit einbezieht.

2. Die deutsche Situation: Der Abschnitt analysiert die spezifischen Rahmenbedingungen der Armut in Deutschland, hinterfragt die Wirksamkeit aktueller Transferleistungen und diskutiert die Ziele sozialpolitischer Maßnahmen.

3. Status quo und denkbare Lösungsansätze: Hier werden strukturelle Ansätze zur Armutsbekämpfung erörtert, insbesondere die Reform des Sozialstaats, Bildungspolitik und Generationengerechtigkeit.

Abschlußbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer Neuausrichtung des Sozialsystems hin zu mehr Eigenverantwortung und struktureller Chancen für alle Generationen.

Schlüsselwörter

Armut, Soziale Exklusion, Deutschland, Sozialpolitik, Existenzminimum, Bildung, Chancengleichheit, Generationengerechtigkeit, Rentensystem, Sozialstaat, Lebenslagenansatz, Umverteilung, Arbeitsmarkt, Grundsicherung, Armutsbekämpfung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Phänomen Armut, insbesondere in Deutschland, und beleuchtet die Grenzen rein finanzieller Bekämpfungsstrategien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Armut, dem deutschen Sozialstaat, dem Bildungssystem und der Generationengerechtigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sozialpolitische Maßnahmen verbessert werden können, um Armut nachhaltig zu vermeiden und Teilhabe zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse und Diskussion der sozialpolitischen Situation sowie bestehender Strukturen im Sozialstaat.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Armut, der Situation in Deutschland, Lösungsansätzen durch Sozialpolitik sowie der Reform des Bildungs- und Rentensystems.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Armut, Sozialstaat, soziale Exklusion, Bildungschancen und Generationengerechtigkeit.

Wie unterscheidet sich die relative Armut von der absoluten Armut?

Relative Armut bezieht sich auf den Wohlstandsstandard innerhalb eines Landes, während absolute Armut das Fehlen elementarer Überlebensgrundlagen beschreibt.

Warum ist das Bildungssystem für die Armutsbekämpfung entscheidend?

Bildung ist der Schlüssel zur sozialen Mobilität; ein undurchlässiges System zementiert soziale Ungleichheit und behindert den Ausbruch aus der Armut.

Was ist das zentrale Problem des aktuellen Generationenvertrags laut dem Autor?

Der Autor kritisiert, dass das Rentensystem die arbeitende Generation doppelt belastet und die Bedürfnisse nachfolgender Generationen vernachlässigt.

Warum reicht finanzielle Unterstützung allein nicht aus?

Finanzielle Hilfen bekämpfen oft nur Symptome, jedoch nicht die tieferliegenden Ursachen wie Bildungsdefizite oder soziale Exklusion.

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Details

Title
Armut in Deutschland
Subtitle
Eine kritische Bestandsaufnahme
College
Munich University of Policy
Course
Hauptseminar Sozialpolitik
Grade
1,3
Author
Tobias Wolf (Author)
Publication Year
2009
Pages
22
Catalog Number
V128824
ISBN (eBook)
9783640350445
ISBN (Book)
9783640350155
Language
German
Tags
Armut Deutschland Eine Bestandsaufnahme Hartz IV Parallelgesellschaft gespaltene Gesellschaft Rentensystem Generationengerechtigkeit Generationenvertrag Sozialsystem; Wohlfahrtsstaat Arm-Reich Absolute Armut Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Wolf (Author), 2009, Armut in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128824
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