Diese Hausarbeit befasst sich mit der literarischen Analyse des Jugendbuches „Dann eben mit Gewalt“ des niederländischen Jugendbuchautors Jan de Zanger aus dem Jahre 1986. In dem Buch behandelt de Zanger die Thematik des Rassismus in der multikulturellen Gesellschaft und thematisiert die Ausländerfeindlichkeit in den Niederlanden.
Das mehrfach ausgezeichnete Buch eignet sich hervorragend für die Lektüre im Deutschunterricht, denn die Schülerinnen und Schüler finden die beschriebene Thematik auch in der deutschen Gesellschaft wieder.
Struktur der Arbeit
Einleitung
1. Entstehungsgeschichtliche Zusammenhänge
1.1. Biographie des Autors
1.2. Historisch-gesellschaftliche Entstehungsbedingungen
1.3. Literaturgeschichtlicher Kontext
1.4. Literatursoziologische Voraussetzungen
1.5. Rezeptionsästhetische Voraussetzungen
1.6. Wirkungsgeschichte
2. Produktionsästhetische Aspekte
2.1. Textsorte / Genre
2.2. Inhalt und Textaufbau
2.3. Erzählhaltung
2.4. Figurengestaltung
2.5. Sprache, Zeit- und Raumgestaltung
3. Wirkungspotential des Jugendbuches
Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Jugendbuch „Dann eben mit Gewalt“ von Jan de Zanger literaturwissenschaftlich zu analysieren, wobei der Fokus auf der Thematisierung von Rassismus und Gewalt in einer multikulturellen Gesellschaft liegt, um die pädagogische Eignung für den schulischen Einsatz zu prüfen.
- Literarische und soziologische Einordnung des Werkes
- Analyse der produktionsästhetischen Gestaltungsmittel
- Untersuchung der Figurengestaltung und Identifikationsangebote
- Erörterung des Wirkungspotentials und der interkulturellen Relevanz
Auszug aus dem Buch
1.1 Biographie des Autors
Jan de Zanger wurde 1932 in Schiedam/Niederlande geboren. Aufgrund eines dreimonatigen Aufenthalts bei einer Pflegefamilie in Dänemark im Jahre 1945 zog es ihn während seiner Oberschulzeit und in den Ferien immer wieder nach Dänemark (später auch Schweden und Norwegen) zurück. Nach seinem Studium 1957 wurde er Lehrer für Niederländisch, verließ jedoch nach zwanzig Jahren (1977) den aktiven Schuldienst aus persönlichen Gründen. Seine große Enttäuschung lag in der Erkenntnis, dass sich die Schüler immer mehr dem Schulsystem und dem Eigennutz der Lehrer unterordnen mussten. In der Zeit von 1977 bis 1989 arbeitet Jan de Zanger bei der Stiftung Lehrplanentwicklung in Enschede/Niederlande.
Anschließend lebte er als freier Schriftsteller in Zwiep und veröffentlichte Übersetzungen aus dem Dänischen, Schwedischen und Norwegischen. Sein literarisches Interesse richtete sich auch auf das Schreiben von Gedichten, Kurzgeschichten, Jugendromanen und Kinderbücher. Für seine literarische Arbeit wurden ihm zahlreiche Auszeichnungen verliehen. Jan de Zanger verstarb im Jahre 1991.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung stellt das Jugendbuch „Dann eben mit Gewalt“ vor und begründet dessen Relevanz für den Deutschunterricht aufgrund der zeitlosen Thematik des Rassismus.
1. Entstehungsgeschichtliche Zusammenhänge: Dieses Kapitel beleuchtet den biografischen Hintergrund des Autors sowie die historisch-gesellschaftlichen Bedingungen der niederländischen Gesellschaft in den 1980er Jahren.
2. Produktionsästhetische Aspekte: Hier werden die erzähltechnischen Merkmale, die Figurengestaltung sowie die sprachliche und zeitliche Struktur des Romans analysiert.
3. Wirkungspotential des Jugendbuches: Dieses Kapitel erörtert die pädagogische Bedeutung und das Potenzial des Buches, bei Schülern Verständnis für kulturelle Vielfalt zu fördern und Gewalt abzulehnen.
Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und betont erneut die hohe Relevanz des Werkes für die interkulturelle Erziehung und den Abbau von Vorurteilen.
Schlüsselwörter
Jan de Zanger, Dann eben mit Gewalt, Rassismus, Jugendliteratur, Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Schullektüre, interkulturelle Erziehung, Gewaltprävention, Identitätsbildung, literarische Analyse, niederländische Gesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit einer literarischen Analyse des Jugendromans „Dann eben mit Gewalt“ von Jan de Zanger aus dem Jahr 1986.
Welche zentralen Themenfelder behandelt das Werk?
Zentrale Themen sind Rassismus, Ausländerfeindlichkeit, Rechtsextremismus und die Entstehung von Gewalt innerhalb einer multikulturellen Schulumgebung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, das literarische und pädagogische Potenzial des Romans aufzuzeigen, um dessen Einsatz im Deutschunterricht zur Förderung von Zivilcourage und interkulturellem Verständnis zu untermauern.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin verwendet eine literaturwissenschaftliche Analyse, die sowohl den Entstehungskontext als auch produktionsästhetische Gestaltungsmittel und die didaktische Wirkung des Buches untersucht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Entstehungsgeschichte, die Analyse der Romanstruktur (Genre, Erzählhaltung, Figuren) sowie die Bewertung des Wirkungspotenzials auf die Leserschaft.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe „problemorientierte Jugendliteratur“, „Rassismus“, „Interkulturelle Erziehung“ und „Gewaltprävention“ definieren.
Wer ist der Protagonist des Jugendromans und was motiviert sein Handeln?
Der Protagonist ist Lex Verschoor, der beginnt, auf eigene Faust gegen eine rechtsextreme Gruppe zu ermitteln, nachdem seine Freundin Sandra Opfer eines rassistisch motivierten Überfalls wurde.
Welche Rolle spielt die „White Power“ Gruppe in der Handlung?
Sie fungiert als die rechtsextreme Antagonisten-Gruppe, deren Handeln (Drohbriefe, Gewalt, Hetze) die gesamte Handlung vorantreibt und die zentrale moralische Auseinandersetzung auslöst.
Welche Erzählhaltung wird in dem Roman genutzt?
Der Autor verwendet einen personalen Erzähler, der das Geschehen exklusiv aus der Perspektive des Protagonisten Lex Verschoor schildert, was eine hohe Unmittelbarkeit erzeugt.
Zu welchem Schluss kommt die Autorin bezüglich der Gewaltanwendung im Buch?
Sie schlussfolgert, dass der Roman verdeutlicht, dass Gewalt keine Lösung für gesellschaftliche Konflikte bietet, da sie nur zu Gegengewalt führt und das zugrunde liegende Problem des Rassismus nicht nachhaltig beseitigt.
- Arbeit zitieren
- Michael Alme (Autor:in), 2006, Literarische Analyse des Jugendbuches „Dann eben mit Gewalt“ von Jan de Zanger, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128809