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Methoden der forensischen Psychologie

Lügendetektortests - Wahrheit oder Lüge?

Title: Methoden der forensischen Psychologie

Presentation (Elaboration) , 2007 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kathi Beyer (Author)

Psychology - Methods
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Summary Excerpt Details

Die forensische Psychologie ist ein Teilbereich der Angewandten Psychologie und
beschäftigt sich mit Aufgaben innerhalb der Gerichtspraxis (auch:
Gerichtspsychologie). Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich insbesondere mit den
Methoden der Forensischen Psychophysiologie und der Diskussion über deren
Verwertbarkeit in der deutschen Gerichtspraxis.
Unter dem Begriff „Forensische Psychophysiologie“, vermag sich ein Laie wenig
vorzustellen, obwohl es sich dabei um ein Teilgebiet der Empirischen Psychologie
handelt, das seinen Weg bereits in die amerikanische Justiz, die japanischen
polizeilichen Ermittlungsarbeiten und in die deutsche Zivilgerichtsbarkeit gefunden
hat.
Selbst in Unterhaltungssendungen („Talkshows“) deutscher und ausländischer
Fernsehsender haben Methoden der Forensischen Psychophysiologie inzwischen
Einzug gehalten. Umgangsprachlich verbirgt sich hinter dem Begriff der
Forensischen Psychophysiologie der Begriff der „Lügendetektion“, der
„Lügendetektortests“ oder der „Polygraphentest“.
Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über die Methoden der Forensischen
Psychophysiologie und deren Anwendbarkeit geben. In diesem Rahmen beschäftigt
sie sich insbesondere mit der Methode des Kontrollfragentests.
Obwohl sich diese Arbeit mit Kritikern und Befürwortern der Methode
auseinandersetzt, verfolgt sie ausdrücklich nicht das Ziel eines Plädoyers für oder
gegen die Anwendbarkeit des Polygraphentests in der deutschen Gerichtsbarkeit, sie
soll lediglich einen Überblick über wesentliche Problemstellungen und Chancen der
Methode geben.
Um das zu leisten ist es vonnöten, mit den Grundzügen der Forensischen
Psychophysiologie vertraut zu sein (Kap. 2), mögliche Anwendungsfelder zu
berücksichtigen (Kap. 3) und die Rechtslage in Deutschland zu kennen (Kap. 4).
Ferner ist es für das Verständnis wesentlicher Problemstellungen und Chancen (Kap.
1.2.7 und Kap. 1.2.8) unabdingbar, über Kenntnisse der Grundzüge der Methode zu
verfügen (Kap. 5).

Excerpt


Struktur der Arbeit

1. FORENSISCHE PSYCHOLOGIE

2. EINE DEFINITION

3. MÖGLICHE ANWENDUNGSBEREICHE

4. DIE RECHTSLAGE IN DEUTSCHLAND

5. METHODEN DER FORENSISCHEN PSYCHOPHYSIOLOGIE

1.1. Der Tatwissentest

1.2. Der Kontrollfragentest

1.2.1. Die Logik

1.2.2. Die Struktur

1.2.3. Die Messung

1.2.4. Die Beurteilung der Messergebnisse

1.2.5. Die Auswertung

1.2.6. Das Nachtestinterview

1.2.7. Kritiker

1.2.8. Befürworter

1.2.9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit bietet einen systematischen Überblick über die forensische Psychophysiologie, wobei der Fokus auf der methodischen Funktionsweise und der wissenschaftlichen sowie rechtlichen Kontroverse um den Kontrollfragentest in Deutschland liegt.

  • Grundlagen der forensischen Psychophysiologie
  • Methodische Abgrenzung zwischen Tatwissentest und Kontrollfragentest
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und BGH-Rechtsprechung in Deutschland
  • Wissenschaftliche Debatte zwischen Befürwortern und Kritikern der Testverfahren
  • Anwendungsmöglichkeiten in forensischen Kontexten

Auszug aus dem Buch

1.2.1. Die Logik

Die Logik des Tests ist, dass der Nicht-Täter mit Sicherheit weiß, dass er die Tat nicht begangen hat und die relevante Frage nach der Täterschaft ohne Unsicherheit beantworten kann. Deshalb zeigt er bei der Beantwortung der relevanten Frage eine geringe physiologische Reaktion. Bei der Kontrollfrage ist der Unschuldige unsicher die Frage korrekt beantworten zu können. Dies geschieht auf Grund der vagen Formulierung der Kontrollfrage, die lange Lebensabschnitte mit einbezieht. Der Nicht-Täter zeigt folglich eine starke physiologische Reaktion bei der Beantwortung der Kontrollfrage.

Der Täter hingegen weiß mit Sicherheit, dass er die Tat begangen hat und zeigt deshalb eine hohe physiologische Reaktion bei der relevanten Frage, da ihm, so Undeutsch in einer Dokumentation des ZDFs, „die Pistole auf die Brust“ gesetzt wird. Auch der Täter ist sich bei der Beantwortung der Kontrollfrage unsicher, diese wahrheitsgemäß verneinen zu können und zeigt deshalb eine relativ hohe physiologische Reaktion. Da man davon ausgeht, dass der Signalcharakter der relevanten Frage für den Täter höher ist, als der der Kontrollfrage, ist seine Reaktion auf die relevante Frage deutlich stärker als auf die Kontrollfrage.

Zusammenfassung der Kapitel

1. FORENSISCHE PSYCHOLOGIE: Einführung in das Fachgebiet der forensischen Psychologie und Darstellung der Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Psychophysiologie.

2. EINE DEFINITION: Erläuterung der forensischen Psychophysiologie und Klärung der Begriffe rund um die umgangssprachliche Lügendetektion.

3. MÖGLICHE ANWENDUNGSBEREICHE: Untersuchung des Einsatzes von Polygraphentests, insbesondere bei familiengerichtlichen Fragen und Verdachtsmomenten auf sexuellen Missbrauch.

4. DIE RECHTSLAGE IN DEUTSCHLAND: Analyse der rechtlichen Verwertbarkeit von psychophysiologischen Methoden durch Urteile des Bundesgerichtshofs.

5. METHODEN DER FORENSISCHEN PSYCHOPHYSIOLOGIE: Detaillierte Gegenüberstellung der indirekten (Tatwissentest) und direkten Methode (Kontrollfragentest) unter Berücksichtigung der kritischen wissenschaftlichen Debatte.

Schlüsselwörter

Forensische Psychologie, Psychophysiologie, Kontrollfragentest, Tatwissentest, Lügendetektion, Glaubwürdigkeitsbeurteilung, Bundesgerichtshof, Polygraphentest, Feldstudien, Validität, Stichprobenartefakt, Täterschaft, Rechtslage, Beweismittel, Aussagebeurteilung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den psychophysiologischen Methoden zur Wahrheitsfindung, insbesondere dem Einsatz von Polygraphen in der forensischen Praxis.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Verfahren, die methodische Durchführung, die rechtliche Zulässigkeit in Deutschland sowie die Kontroverse um die wissenschaftliche Validität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen Überblick über die Methoden zu geben und die Argumente der Kritiker und Befürworter gegenüberzustellen, ohne dabei ein einseitiges Plädoyer zu führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär untersucht?

Im Zentrum steht der Kontrollfragentest als direkte Methode, ergänzt durch eine erläuternde Abgrenzung zum indirekten Tatwissentest.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung des Kontrollfragentests, die Darstellung der BGH-Rechtsprechung und die detaillierte Diskussion empirischer Studien.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Forensische Psychophysiologie, Kontrollfragentest, Glaubwürdigkeit, Rechtslage und Validitätsdiskussion.

Wie unterscheidet sich die Reaktion eines Täters von der eines Unschuldigen?

Ein Täter zeigt eine stärkere physiologische Reaktion auf die relevante Tatfrage, während ein Unschuldiger aufgrund der vagen Fragestellung eher auf die Kontrollfrage reagiert.

Welche Rolle spielt das Urteil des BGH von 1998?

Das Urteil stellt eine Zäsur dar, da es freiwillige polygraphische Untersuchungen nicht mehr per se als verfassungswidrig einstuft und zwischen den Testarten differenziert.

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Details

Title
Methoden der forensischen Psychologie
Subtitle
Lügendetektortests - Wahrheit oder Lüge?
College
University of Siegen  (FB 2 Erziehungswissenschaft und Psychologie)
Course
Methoden der Psychologie
Grade
1,0
Author
Kathi Beyer (Author)
Publication Year
2007
Pages
23
Catalog Number
V128683
ISBN (eBook)
9783640349470
ISBN (Book)
9783640349159
Language
German
Tags
Lügendetektor Lügendetektortest forensische Psychologie forensische Psychophysiologie Lügendetektion Wahrheit oder Lüge Britt Polygraphen Polygraphentests Kontrollfragentest Rechtslage Lügendetektortest scientology
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathi Beyer (Author), 2007, Methoden der forensischen Psychologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128683
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