Eine Ausdauerschulung auf spielerische Art und Weise. Die Schüler(innen) laufen mindestens 20 Minuten, davon 15 am Stück. Spielerisch verpackt, inklusive kognitive Inhalte in der letzten Phase.
Inhaltsverzeichnis
1 Lehr- und Lernvoraussetzungen
1.1 Rahmenbedingungen
1.2 Situation der Klasse
1.3 Entwicklungsstand der Schülerinnen
2 Sachanalyse
2.1 Ausdauer
2.2 Ausdauertraining
3 Didaktische Entscheidungen
3.1 Bezug zum Bildungsplan
3.2 Bedeutung der Ausdauerschulung für die Schülerinnen
3.3 Einbettung der Stunde im Gesamtkonzept
3.4 Auflistung der Unterrichtsziele
4 Methodische Entscheidungen
4.1 Erwärmung
4.2 Hauptteil I
4.3 Überleitung / Variation
4.4 Hauptteil II
4.5 Abschluss
5 Unterrichtsskizze
7 Anhang
7.1 Fragen- und Antwortblätter
7.2 Auswertungsbogen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit beschreibt die methodische und didaktische Planung einer Sportstunde zum Thema Ausdauertraining für eine 6. Klasse. Ziel ist es, die Ausdauerfähigkeit der Schülerinnen durch abwechslungsreiche und motivierende Laufformen gezielt zu schulen und gleichzeitig den Spaß an der Bewegung im Sinne des lebenslangen Sporttreibens zu fördern.
- Didaktische Legitimation der Ausdauerschulung im Schulsport.
- Physiologische Grundlagen der Energiebereitstellung und Trainingsmethodik.
- Methodische Gestaltung von Ausdauereinheiten durch spielerische Elemente.
- Integration kognitiver Aufgaben in den sportpraktischen Ablauf.
- Motivation und Leistungsdifferenzierung in einer Sportklasse.
Auszug aus dem Buch
2.1 Ausdauer
FREY definiert Ausdauer als „die psychische und physische Ermüdungswiderstandsfähigkeit des Sportlers“ (FREY 1988, S. 103). Die physische Ausdauer differenziert er in statische (z.B. Skiabfahrtslauf) und dynamische (z.B. Rudern). Werden mehr als 1/7 der Skelettmuskulatur beansprucht, spricht FREY von der allgemeinen, bei weniger als 1/7, von der lokalen Ausdauer (vgl. FREY 1998, S. 103 f). Im Hinblick auf die Schüler und den Schulsport schreibt SÖLL dazu, dass Ausdauer bedeutet, dass eine Tätigkeit von bestimmter Intensität möglichst lange „durchgehalten“ werden solle. SÖLL differenziert je nach Art der Energiebereitstellung in
o Kurzzeitausdauer (bis 2 Min.),
o Mittelzeitausdauer (2-10 Min.) und
o Langzeitausdauer (über 10 Min.).
Als besonders wichtig für den Schulsport hebt SÖLL die MZA und die LZA als sportartübergreifende Grundlagenausdauer hervor. Im Gegensatz zu der KZA und der MZA erfolgt bei der LZA die Energiebereitstellung auf aerobem Weg (vgl. SÖLL 2003, S.251-258). Aerob bedeutet, dass der Körper die Energie für die Belastung durch „Verbrennung“ von Kohlehydraten bzw. Glukose und Fetten unter Verbrauch von Sauerstoff bezieht. Der Körper geht keine sog. Sauerstoffschuld ein und es entsteht ein Gleichgewicht von Sauerstoffaufnahme und -verbrauch.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Lehr- und Lernvoraussetzungen: Darstellung der Rahmenbedingungen des Sportunterrichts an der Realschule sowie eine Analyse der Klassenzusammensetzung und des Entwicklungsstandes der Schülerinnen.
2 Sachanalyse: Definition der Begriffe Ausdauer und Ausdauertraining sowie theoretische Erläuterung der Energiebereitstellung im Schulsport.
3 Didaktische Entscheidungen: Begründung der Unterrichtseinheit basierend auf dem Bildungsplan, der Bedeutung für die Jugendlichen und der Zielformulierung für den Unterricht.
4 Methodische Entscheidungen: Detaillierte Planung des Stundenverlaufs von der Erwärmung bis zum Abschluss, inklusive methodischer Variationen und spielerischer Elemente.
5 Unterrichtsskizze: Tabellarische Übersicht des zeitlichen Ablaufs der Sportstunde mit Fokus auf die Lehrer- und Schüleraktivitäten.
7 Anhang: Bereitstellung der konkreten Lehrmaterialien wie Fragen- und Antwortblätter sowie des Auswertungsbogens für das Ausdauer-Wissensspiel.
Schlüsselwörter
Ausdauertraining, Schulsport, Grundlagenausdauer, Dauermethode, Aerobe Schwelle, Trainingslehre, Sportunterricht, Leistungsfähigkeit, Bewegungsfreude, Sportpädagogik, Unterrichtsplanung, Fitness, Gesundheitserziehung, Körpergefühl, Sportdidaktik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit widmet sich der Planung einer Sportstunde für die 6. Jahrgangsstufe mit dem Fokus auf die Schulung der Ausdauerfähigkeit.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit verbindet sporttheoretische Grundlagen der Ausdauer mit der praktischen Umsetzung im Unterricht, unter Berücksichtigung didaktischer Methoden und psychologischer Aspekte der Pubertät.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Das Hauptziel ist die Förderung der Ausdauerfähigkeit, wobei die Schülerinnen lernen sollen, Belastungen zeitlich einzuteilen und Vertrauen in ihre eigene Leistungsfähigkeit zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird primär die Dauermethode angewandt, um die Grundlagenausdauer effektiv und schülergerecht zu trainieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in methodische Schritte, wie Minutenläufe zur Selbsteinschätzung und ein Ausdauer-Wissensspiel, das kognitive Aufgaben mit der sportlichen Belastung verknüpft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Ausdauertraining, Schulsport, Grundlagenausdauer, aerobe Belastung und didaktische Unterrichtsplanung.
Wie motiviert die Lehrkraft die Schülerinnen während der langen Laufzeiten?
Durch die Einbindung von Musik, spielerischen Wettbewerben in Gruppen und eine Kombination mit kognitiven Aufgaben wird die Motivation hochgehalten und die Monotonie durchbrochen.
Warum wird im Unterricht auch eine „Checkliste“ verwendet?
Die Checkliste dient als erprobtes Helfersystem, das den Schülerinnen Regeln zur Sicherheit und Ordnung (wie Kleidung und Schmuck) verdeutlicht und der Lehrkraft die organisatorische Kontrolle erleichtert.
- Arbeit zitieren
- Juliane Schäfer (Autor:in), 2009, Unterrichtsstunde: Ausdauernd laufen!, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128612