Diese Arbeit orientiert sich an der Forschungsfrage, ob Nachhaltigkeitsfonds ein geringeres Risiko als konventionelle Fonds aufweisen. Dabei wird die Performance bzw. das Risiko von Fonds mithilfe von Indizes approximiert. Neben der Beantwortung der Forschungsfrage soll diese Arbeit mögliche Erklärungen für die beobachteten Ergebnisse im Rahmen von Interpretationen liefern.
In den vergangenen Jahren konnte beobachtet werden, dass nachhaltiges Investieren immer mehr Aufmerksamkeit erhält und immer mehr Gelder in nachhaltige Vermögenswerte fließen. Das Thema Nachhaltigkeit spielt bei Investoren somit zunehmend eine immer bedeutendere Rolle. Bei einem nachhaltigen Investmentansatz werden Investitionen im Wesentlichen im Hinblick auf drei Faktoren ausgewählt. Diese Faktoren sind Umwelt- und Sozialbelange sowie die Corporate Governance eines Unternehmens, welche auch kurz als ESG bezeichnet werden.
Nach Markowitz hängt der Nutzen von Investoren klassischerweise positiv von ihrer erwarteten Rendite und negativ von den Schwankungen ihres Portfolios, welche auch als Risiko bezeichnet werden, ab. Um das Risiko zu minimieren, sollte das Portfolio eines nutzenmaximierenden Investors die Aktien vieler verschiedener Unternehmen aus möglichst vielen unterschiedlichen Branchen enthalten. In der Praxis kann die Abbildung eines solchen marktbreiten Portfolios z. B. durch eine Investition in Exchange Traded Funds (ETFs) umgesetzt werden. Diese haben sich seit Mitte der 1990er-Jahren zu einem beliebten Anlageinstrument für Privatanleger und institutionelle Anleger entwickelt. ETFs sind Wertpapiere, die die Wertentwicklung eines Index, welcher ein Korb an Wertpapieren darstellt, abbilden.
Inhaltsverzeichnis
- Motivation und Forschungsfrage
- Einleitung
- Vorgehensweise
- Nachhaltigkeit und Risiko einer Investition
- Definition und Messmethoden von Nachhaltigkeit
- Arten von Risiken und Risikokennzahlen
- Der Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Unternehmensrisiken
- Empirische Analyse
- Auswahlkriterien und Datenerhebung
- Methodisches Vorgehen und Risikoanalyse
- Interpretation und Diskussion der Ergebnisse der Risikoanalyse
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der empirischen Analyse des Zusammenhangs zwischen Nachhaltigkeit und Risiko in Bezug auf Investmentfonds. Ziel ist es, die Beziehung zwischen Nachhaltigkeitskriterien und den Risikokennzahlen von Investmentfonds zu untersuchen. Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob und inwieweit nachhaltige Investmentfonds im Vergleich zu konventionellen Investmentfonds eine vergleichbare oder sogar bessere Risikoprofil aufweisen.
- Definition von Nachhaltigkeit und Risiko im Kontext von Investmentfonds
- Analyse von Risikokennzahlen wie Standardabweichung, Value at Risk (VaR) und Maximum Drawdown (MDD)
- Empirischer Vergleich von konventionellen und nachhaltigen Indizes und ETFs
- Bewertung der Ergebnisse im Hinblick auf die Risikoprofile und die Performance von nachhaltigen Investmentfonds
- Diskussion der Bedeutung von Nachhaltigkeit und Risiko für Investoren
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel der Arbeit stellt die Motivation und Forschungsfrage dar. Es beleuchtet die wachsende Bedeutung von nachhaltigen Investments und die Frage, ob sich diese Investments auch durch ein geringeres Risiko auszeichnen. Kapitel 2 beschäftigt sich mit den Definitionen und Messmethoden von Nachhaltigkeit und Risiko. Es werden verschiedene Arten von Risiken und Risikokennzahlen vorgestellt und der Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Unternehmensrisiken untersucht. Im dritten Kapitel wird die empirische Analyse durchgeführt. Es werden Auswahlkriterien und Datenerhebung sowie das methodische Vorgehen und die Risikoanalyse erläutert. Die Interpretation und Diskussion der Ergebnisse der Risikoanalyse findet ebenfalls in diesem Kapitel statt. Das vierte Kapitel enthält das Fazit der Arbeit und fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Nachhaltigkeit, Risiko, Investmentfonds, empirische Analyse, Risikokennzahlen, Standardabweichung, Value at Risk (VaR), Maximum Drawdown (MDD), ESG-Faktoren, nachhaltige Indizes, ETFs, und vergleichende Analyse.
Häufig gestellte Fragen
Haben nachhaltige Fonds ein geringeres Risiko als konventionelle Fonds?
Diese Forschungsfrage wird empirisch untersucht, indem die Performance und das Risiko nachhaltiger Indizes mit konventionellen verglichen werden.
Was bedeuten ESG-Faktoren bei Investments?
ESG steht für Umwelt (Environment), Soziales (Social) und gute Unternehmensführung (Governance) als Kriterien für nachhaltige Investitionen.
Welche Risikokennzahlen werden in der Analyse verwendet?
Die Arbeit nutzt Kennzahlen wie die Standardabweichung, den Value at Risk (VaR) und den Maximum Drawdown (MDD).
Warum investieren immer mehr Anleger nachhaltig?
Nachhaltigkeit spielt eine zunehmend bedeutende Rolle, da Investoren neben der Rendite auch ökologische und soziale Auswirkungen berücksichtigen wollen.
Wie hängen Nachhaltigkeit und Unternehmensrisiken zusammen?
Die Arbeit untersucht, ob die Berücksichtigung von ESG-Faktoren dazu beitragen kann, spezifische Unternehmensrisiken zu minimieren.
- Arbeit zitieren
- Jakob Kolbe (Autor:in), 2022, Nachhaltige Investmentansätze. Weisen Nachhaltigkeitsfonds ein geringeres Risiko als konventionelle Fonds auf?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1278331