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Einführung der IFRS-Rechnungslegung für kleine und mittlere Unternehmen

Titel: Einführung der IFRS-Rechnungslegung für kleine und mittlere Unternehmen

Diplomarbeit , 2007 , 54 Seiten , Note: 2,1

Autor:in: Patricia Holzherr-Duncker (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Globalisierung der Wirtschaft zieht weite Kreise und beeinflusst immer mehr die Entscheidungen der Unternehmen in Deutschland. Die Bedeutung der International Financial Reporting Standards wächst, ebenso der Anwenderkreis. Kleine und mittlere Unternehmen, soweit sie keinen Konzernabschluss aufstellen müssen und nicht am geregelten Kapitalmarkt teilnehmen, sind noch nicht direkt davon betroffen, aber die Ausrichtung der Europäischen Union auf die IFRS wird zwangsläufig dazu führen, dass sich die KMU damit auseinandersetzen müssen.
Um die Einführung der IFRS-Rechnungslegung für die große Mehrheit der über 3.000.000 deutschen Unternehmen, die nicht kapitalmarktorientiert sind, ist bereits eine kontroverse Diskussion entstanden und aufgrund der vielen komplizierten Rechnungslegungsvorschriften der IFRS wird z. Zt. an Vereinfachungen für KMU im Rahmen des „Entwurfs eines vorgeschlagenen IFRS für kleine und mittelgroße Unternehmen“ gearbeitet. Gesetzlich ist das Wahlrecht für die Aufstellung einer IFRS-Bilanz für nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen in § 325 Abs. 2a HGB verankert und zusammen mit den aktuellen Entwicklungen und Diskussionen lässt es die Prognose zu, dass sich mittelfristig die IFRS-Rechnungslegung als vorherrschender Rechnungslegungsstandard durchsetzen wird. Ebenfalls wird die Einheitlichkeit der deutschen Rechnungslegung wiederhergestellt wenn alle Unternehmen nach IFRS Rechnung legen.
Innerhalb der Europäischen Union wird zunehmend auf IFRS im Einzelabschluss umgestellt, teilweise zwingend, teilweise optional, aber immer mit befreiender Wirkung, d. h. der Abschluss wird nach den IFRS erstellt statt nach nationalen Standards. In Deutschland muss neben dem freiwilligen IFRS-Abschluss immer noch ein Abschluss zur Bemessung der Besteuerungsgrundlage bzw. Ausschüttungsgrundlage erstellt werden. Diese „Doppelbelastung“ zweier Abschlüsse schreckt viele Unternehmen ab. Deshalb ist das Ergebnis einer Umfrage, wonach 79 % der befragten Unternehmen keinen konkreten Bedarf einer Umstellung bzw. zusätzlicher Bilanzierung sehen, nicht verwunderlich.
Ob ein KMU freiwillig einen Einzelabschluss nach IFRS aufstellt und diesen dann veröffentlicht, muss sehr gut analysiert werden und die Kriterien gegeneinander abgewogen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Problemdarstellung

1.2 Zielsetzung der Arbeit

2 Rechtliche Grundlagen

2.1 Das Wahlrecht nach § 325 Abs. 2a HGB

2.2 Internationale Rechnungslegungsgrundsätze

2.2.1 Regelwerk

2.2.2 Rechnungslegungsgrundsätze

2.3 Unterschiede zur Rechnungslegung nach HGB

3 Kriterien der Anwendung der IFRS-Rechnungslegung bei kleinen und mittleren Unternehmen

3.1 Zunahme der Transparenz und Steigerung des Informationswertes

3.1.1 Auswirkungen auf das Unternehmen

3.1.2 Auswirkungen auf das Unternehmensumfeld

3.1.2.1 Shareholder

3.1.2.2 Stakeholder

3.2 Der Jahresabschluss als betriebswirtschaftliche Grundlage

3.2.1 Notwendigkeit vergleichbarer Abschlüsse

3.2.2 Objektivere Abbildung der Unternehmenslage

3.3 Verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten

3.3.1 Auswirkungen unter dem Gesichtspunkt von Basel II

3.3.2 Private Equity-Finanzierung

3.4 Angleichung des internen und externen Rechnungswesens

3.4.1 Divergenz im Rechnungswesen bei kleinen und mittleren Unternehmen

3.4.2 Eignung eines IFRS-Abschlusses für Steuerungszwecke

3.5 Kostenbelastung eines IFRS-Abschlusses

3.5.1 Einmalige Kostenbelastungen

3.5.1.1 Eröffnungsbilanz

3.5.2 Mitarbeiter und externe Berater

3.5.2.1 EDV

3.5.3 Laufende Kostenbelastungen

3.5.3.1 Pluralismus der Abschlüsse und Prüfungskosten

3.5.3.2 Einfluss der Veränderungsdynamik der IFRS

4 Die Bilanzierung ausgewählter Sachverhalte nach IFRS, wesentliche Unterschiede zum HGB und die Auswirkungen auf kleine und mittlere Unternehmen

4.1 Immaterielle Vermögenswerte

4.2 Sachanlagevermögen

4.3 Vorräte und Fertigungsaufträge

4.4 Pensionsrückstellungen

4.5 Verbindlichkeiten

4.6 Latente Steuern

4.7 Eigenkapital

5 Zur Zukunft der Rechnungslegung in kleinen und mittelständischen Unternehmen

5.1 Entwicklungen im Bilanzrecht

5.2 Der Standardentwurf des IASB für SME

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Kriterien für eine freiwillige Einführung der IFRS-Rechnungslegung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland. Dabei wird analysiert, ob die Vorteile einer international vergleichbaren, am Informationsbedarf von Kapitalgebern orientierten Rechnungslegung die mit der Umstellung verbundenen Kosten und organisatorischen Herausforderungen rechtfertigen.

  • Entscheidungskriterien für eine freiwillige IFRS-Anwendung
  • Auswirkungen der IFRS auf Transparenz und Fremdfinanzierung (z.B. Basel II)
  • Vergleich von IFRS und HGB bei wesentlichen Bilanzierungspositionen
  • Herausforderungen durch das "Zweikreissystem" vs. den Management Approach
  • Zukunftsperspektiven durch den IFRS for SMEs Standardentwurf

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Auswirkungen auf das Unternehmen

Die Informationen eines IFRS-Abschlusses sind umfangreicher als die eines HGB-Abschlusses, denn der Abschluss nach IFRS enthält gemäß IAS 1.8 neben Bilanz und GuV auch noch eine Eigenkapitalveränderungsrechnung, eine Kapitalflussrechnung, sowie einen sehr ausführlichen Anhang. Ein Abschluss, der nach den IFRS aufgestellt wurde, hat als Ziel die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zutreffend wiederzuspiegeln. Allerdings haben KMU als Adressaten des Jahresabschlusses meistens lediglich Gesellschafter. Diese haben bereits einen sehr hohen Wissenstand über das Unternehmen durch ihre Nähe zum operativen Geschäft und benötigen den Jahresabschluss nicht als zusätzliche Informationsquelle.

Ein typisches KMU hat sich auf ein bestimmtes Geschäftsfeld konzentriert und ist in der Regel nicht diversifiziert. Das HGB schützt gerade diese Unternehmen bei der Offenlegung. Das Preisgeben von zahlreichen Informationen und zuviel Transparenz birgt allerdings Risiken: Mitbewerber und Konkurrenten erhalten diese Informationen und können so die Stärken und Schwächen analysieren und zu ihrem Vorteil nutzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Einleitung in die Problematik der IFRS-Anwendung für KMU angesichts der Globalisierung und der fehlenden direkten Betroffenheit für nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen.

2 Rechtliche Grundlagen: Darstellung des Regelwerks der IFRS sowie der Unterschiede zum deutschen HGB-Bilanzrecht unter Berücksichtigung des bestehenden Wahlrechts.

3 Kriterien der Anwendung der IFRS-Rechnungslegung bei kleinen und mittleren Unternehmen: Analyse der Vor- und Nachteile hinsichtlich Transparenz, Finanzierung, Unternehmenskontrolle und der damit verbundenen Kostenbelastung.

4 Die Bilanzierung ausgewählter Sachverhalte nach IFRS, wesentliche Unterschiede zum HGB und die Auswirkungen auf kleine und mittlere Unternehmen: Detaillierte Betrachtung konkreter Bilanzposten wie immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Pensionsrückstellungen im Vergleich zum HGB.

5 Zur Zukunft der Rechnungslegung in kleinen und mittelständischen Unternehmen: Ausblick auf geplante Modernisierungen des Bilanzrechts sowie den spezifischen Standardentwurf für KMU durch das IASB.

6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der IFRS-Einführung als strategische Entscheidung, die eine sorgfältige Abwägung individueller Kosten-Nutzen-Relationen erfordert.

Schlüsselwörter

IFRS, KMU, HGB, Bilanzierung, Jahresabschluss, Transparenz, Fremdfinanzierung, Basel II, Private Equity, Management Approach, IASB, IFRS for SMEs, Eigenkapital, Pensionsrückstellungen, Wahlrecht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die freiwillige Einführung der IFRS-Rechnungslegung für den Einzelabschluss deutscher GmbHs, die nicht kapitalmarktorientiert sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Auswirkungen internationaler Rechnungslegungsnormen auf Transparenz, Finanzierungsmöglichkeiten, die Unternehmenssteuerung und die Kostenbelastung durch einen Systemwechsel.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Entscheidungskriterien aufzuzeigen, die KMU helfen, das Für und Wider einer freiwilligen Umstellung auf IFRS zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien und fachspezifischer Kommentierungen zur IFRS-Rechnungslegung, angereichert durch praxisnahe Beispiele.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Auswirkungen auf verschiedene Interessengruppen (Stakeholder), die Integration des internen Rechnungswesens sowie konkrete Unterschiede in der Bewertung einzelner Bilanzposten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie IFRS, KMU, Bilanzierung, Transparenz, Finanzierung, Management Approach und IFRS for SMEs charakterisiert.

Welche Rolle spielt das "Zweikreissystem" in der Arbeit?

Das Zweikreissystem beschreibt die in Deutschland übliche Trennung von externer Rechnungslegung (HGB/Steuerbilanz) und internem Controlling, deren Überwindung durch IFRS kritisch diskutiert wird.

Wie bewertet die Arbeit die Einführung des "IFRS for SMEs"?

Der Entwurf wird als ein Schritt zur Erleichterung für KMU gesehen, jedoch wird die bestehende Komplexität und die weiterhin notwendige Verknüpfung mit den Full-IFRS als Herausforderung hervorgehoben.

Warum ist das Gläubigerschutzprinzip für die Arbeit von Bedeutung?

Es dient als Abgrenzungskriterium zur IFRS-Philosophie, die sich stärker an den Informationsbedürfnissen von Investoren orientiert als am vorsichtigen Gläubigerschutz des HGB.

Ist eine pauschale Empfehlung zur IFRS-Umstellung für KMU möglich?

Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Entscheidung stark vom Einzelfall, der Größe und dem konkreten Finanzierungsbedarf des Unternehmens abhängt.

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Einführung der IFRS-Rechnungslegung für kleine und mittlere Unternehmen
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim, früher: Berufsakademie Mannheim
Note
2,1
Autor
Patricia Holzherr-Duncker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
54
Katalognummer
V127766
ISBN (eBook)
9783640340873
ISBN (Buch)
9783640336777
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einführung IFRS-Rechnungslegung Unternehmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patricia Holzherr-Duncker (Autor:in), 2007, Einführung der IFRS-Rechnungslegung für kleine und mittlere Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127766
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Leseprobe aus  54  Seiten
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