Im Rahmen dieser Arbeit wird geklärt, warum ein Bedarf an Interkultureller Pädagogik überhaupt besteht. Es wird den Fragen nachgegangen, was Interkulturelle Pädagogik überhaupt ist, und welche Ziele sie verfolgt. Desweiteren wird die Interkulturelle Kompetenz genauer betrachtet.
Inhaltsverzeichnis
2 Was ist Interkulturelle Pädagogik?
3 Warum Interkulturelle Pädagogik?
4 Ziele der Interkulturellen Pädagogik
5 Interkulturelle Kompetenz
6 Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Wesen und der gesellschaftlichen Notwendigkeit der Interkulturellen Pädagogik auseinander. Das primäre Ziel ist es, den Begriff der Interkulturellen Pädagogik zu definieren, die globalen Anlässe für ihre Relevanz zu identifizieren und die zentralen Kompetenzen aufzuzeigen, die für ein friedliches, gleichberechtigtes Miteinander in einer multikulturellen Gesellschaft erforderlich sind.
- Definition und erziehungswissenschaftliche Einordnung der Interkulturellen Pädagogik.
- Die Auswirkungen der Globalisierung auf die Entstehung multikultureller Gesellschaften.
- Zentrale Zielsetzungen: Von der Veränderung von Deutungsmustern bis zur Förderung von Dialogfähigkeit.
- Bedeutung der Interkulturellen Kompetenz als Schlüsselqualifikation in der Sozialen Arbeit.
- Relativierung des eigenen kulturellen Standpunktes und Förderung von Anerkennung.
Auszug aus dem Buch
Warum Interkulturelle Pädagogik?
Im Zeitalter der Globalisierung entstehen multikulturelle Gesellschaften. Ökonomische, ökologische, politische und soziale Zusammenhänge bestehen weltweit und sind miteinander vernetzt. Es vollzieht sich ein Strukturwandel der internationalen Beziehungen auf all diesen verschiedenen Ebenen. Durch die Liberalisierung der Weltwirtschaft kommt es permanent zu einem Anstieg von grenzüberschreitendem Geld-, Waren – und Dienstleistungsverkehr. Der technologische Wandel ist geprägt von einer Veränderung der Kommunikations – und Transportmöglichkeiten, es gibt eine weltweite Vernetzung von Computern, verbilligter Flugverkehr macht das Reisen um den Globus für viele Menschen möglich. Die Liberalisierung des Welthandels und politische Herausforderungen wie Fragen der Umwelt, Sicherheit und der Migration führen zu einer Internationalisierung der Politik. Menschen unterschiedlichster Herkunft bevölkern eine Stadt. Sie wohnen, arbeiten, lernen und leben zusammen.
Auernheimer zählt in seinem Buch „Einführung in die Interkulturelle Pädagogik“ drei Anlässe für eben diese auf: zum Einen die „innergesellschaftliche, vor allem migrationsbedingte Multikulturalität, zweitens die Vereinigung Europas mit seinen unterschiedlichen Sprachen, Traditionen und Kollektivgeschichten, drittens die Herausbildung der Weltgesellschaft mit ihrer kulturellen Vielfalt, mit der Tendenz zu kulturellen Grenzziehungen einerseits und dem Zwang zu Kooperation und dem interkulturellen Dialog andererseits.“ (Auernheimer, 2007, S. 9). Es prallen also unterschiedliche Kulturen, Sitten, Traditionen und Bräuche aufeinander. Dies beginnt bei der Sprache, bei alltäglichen Dingen und Umgangsformen und geht bis hin zu Weltsicht, Religion und Lebensform. Hierbei stößt man auf Differenzen in der Kultur, die oft zu Unverständnis, Missverständnissen und so auch zu Konflikten führen können.
Zusammenfassung der Kapitel
2 Was ist Interkulturelle Pädagogik?: Das Kapitel definiert den Begriff als bildungswissenschaftliche Querschnittsaufgabe und betont die Prinzipien der Gleichheit und Anerkennung sowie die Notwendigkeit, die eigene Perspektive zu relativieren.
3 Warum Interkulturelle Pädagogik?: Hier wird der Zusammenhang zwischen Globalisierung, zunehmender Migration und der Notwendigkeit interkulturellen Lernens beleuchtet, um Konflikten in der multikulturellen Gesellschaft vorzubeugen.
4 Ziele der Interkulturellen Pädagogik: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Ziele wie den Kompetenz- und Wissenserwerb für den interkulturellen Dialog sowie die Förderung einer Haltung des Respekts und der Akzeptanz gegenüber dem Fremden.
5 Interkulturelle Kompetenz: Es wird dargelegt, dass diese Form der sozialen und kommunikativen Kompetenz eine unabdingbare Schlüsselqualifikation in einer globalisierten Welt darstellt.
6 Fazit: Die Autorin schließt mit der Erkenntnis, dass interkulturelle Begegnungen als Chance begriffen werden müssen und der Abbau von Verständigungsschwierigkeiten durch aktiven Dialog gelingen kann.
Schlüsselwörter
Interkulturelle Pädagogik, Globalisierung, Multikulturalität, interkulturelle Kompetenz, Dialogfähigkeit, Migration, kulturelle Vielfalt, Anerkennung, Sozialarbeit, Gleichheit, Perspektivwechsel, Integrationsprobleme, Erziehungswissenschaft, gesellschaftliche Herausforderung, kulturelle Differenzen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung der Interkulturellen Pädagogik, ihrer theoretischen Verankerung und ihrer Rolle als notwendiges Instrument für das Zusammenleben in einer von Globalisierung und Migration geprägten Gesellschaft.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die Definition interkultureller Pädagogik, die Gründe für ihre Notwendigkeit, ihre pädagogischen Ziele sowie die Bedeutung interkultureller Kompetenz.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, den pädagogischen Auftrag zur Förderung eines wertschätzenden, interkulturellen Miteinanders zu explizieren und aufzuzeigen, wie interkulturelle Kompetenz als Schlüsselqualifikation in der modernen Gesellschaft fungiert.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse. Sie stützt sich maßgeblich auf einschlägige Fachliteratur, insbesondere von Prof. Dr. Marianne Krüger-Potratz und Georg Auernheimer.
Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Bestimmung der Interkulturellen Pädagogik, die Analyse globaler gesellschaftlicher Herausforderungen, die Erarbeitung der Lernziele sowie die Konzeption der interkulturellen Kompetenz.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind interkulturelle Pädagogik, Globalisierung, interkulturelle Kompetenz, Anerkennung und der konstruktive Umgang mit kultureller Vielfalt.
Wie unterscheidet sich die Interkulturelle Pädagogik laut der Autorin von der früheren Ausländerpädagogik?
Die Autorin betont, dass die Interkulturelle Pädagogik den einseitigen Toleranzbegriff ablehnt und stattdessen eine gleichberechtigte Begegnung und gegenseitigen Lernprozess auf Augenhöhe anstrebt.
Warum ist interkulturelle Kompetenz speziell für die Soziale Arbeit wichtig?
Aufgrund der stetig wachsenden kulturellen Diversität in der Gesellschaft stellt die interkulturelle Kompetenz eine unabdingbare Voraussetzung dar, um in der Praxis der Sozialen Arbeit professionell, vorurteilsfrei und dialogorientiert handeln zu können.
- Quote paper
- Stefanie Jahn (Author), 2008, Interkulturelle Pädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126542