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De inventione und die Rhetorica ad Herennium

Titre: De inventione und die Rhetorica ad Herennium

Dossier / Travail , 2007 , 13 Pages , Note: 2,5

Autor:in: Katharina Los (Auteur)

Romanistique - Etudes Comparatives
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In seinem Werk „Politik der Würde“ setzt der Jerusalemer Avishai Margalit neue
Maßstäbe, indem er den Versuch unternimmt, das bisherige Idealbild einer
Gesellschaft zu ersetzen. Schien doch lange Zeit die Gerechtigkeit ein
Paradekriterium für eine vorbildliche Gesellschaft zu sein, so betitelt Margalit nun die
ideale Gesellschaft als anständige, die jeden Menschen ausgehend von politischen,
sozialen und rechtlichen Institutionen menschenwürdig behandelt. Diese Behandlung
gründet vor allen Dingen auf einer Nicht-Verletzung der Selbstachtung und einer
daraus resultierenden Nicht-Demütigung eines jeden Menschen.
Im dritten Kapitel dieser Schrift erläutert der Philosoph das Thema „Ehre“. Nachdem
er in den ersten beiden Kapiteln den Begriff „Selbstachtung“ als Gegenbegriff zur
„Demütigung“ entworfen und folglich eine anständige Gesellschaft als eine
nichtdemütigende charakterisiert hat, macht Margalit sich nun Gedanken darüber, ob
die Selbstachtung das einzig mögliche Charakteristikum einer solchen Gesellschaft
sei oder ob dieser Begriff beispielsweise durch den der Ehre nicht erweitert oder gar
ersetzt werden könne. Doch was versteht man überhaupt unter „Selbstachtung“?
Und was ist der Unterschied zum so genannten „Selbstwertgefühl“, einem Ausdruck,
der zumindest umgangssprachlich oft in ähnlichen Kontexten zu finden ist und
dessen Bedeutungsspektrum fälschlicherweise oft dem der „Selbstachtung“
gleichgesetzt wird?
Eben diese Unterscheidung soll nachfolgend - sowohl in Anlehnung an Margalits
philosophische Erörterung, als auch anhand alltäglicher Beispiele - erläutert werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I) DIE TEXTE

Rhetorica ad Herennium, I, 17

De inventione, I, 31-32

II) VISUALISIERUNGEN

Rhetorica ad Herennium I,17

De inventione I,31-32

III) TEXTSICHERUNG

Phänomen 1

Phänomen 2

IV) INHALTLICHE INTERPRETATION

V) RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die inhaltliche und stilistische Ähnlichkeit zwischen den beiden ältesten erhaltenen lateinischen Rhetorik-Lehrbüchern, Ciceros De inventione und der Rhetorica ad Herennium. Ziel ist es, durch eine vergleichende Analyse der Textstellen zur Gliederung (partitio/divisio) sowie eine Untersuchung der Textgeschichte und des Aufbaus, die Gründe für die lange anhaltende Verwechslung der Urheberschaft zu beleuchten und Unterschiede in der Systematik herauszuarbeiten.

  • Vergleich der Lehre der Gliederung (partitio/divisio) anhand konkreter Textbeispiele.
  • Analyse der Überlieferungsgeschichte und textkritische Untersuchung (Phänomene 1 & 2).
  • Gegenüberstellung des strukturellen Aufbaus der inventio in beiden Werken.
  • Diskussion der Autorenschaft und der historischen Rezeptionsgeschichte.

Auszug aus dem Buch

De inventione, I, 31-32

Recte habita in causa partitio inlustrem et perspicuam totam efficit orationem. Partes eius sunt duae, quarum utraque magno opere ad aperiendam causam et constituendam pertinet controversiam. (1) Una pars est, quae, (a) quid cum adversariis conveniat et (b) quid in controversia relinquatur, ostendit; ex qua certum quiddam destinatur auditori, in quo animum debeat habere occupatum. (2) Altera est, in qua rerum earum, de quibus erimus dicturi, breviter expositio ponitur distributa; ex qua conficitur, ut certas animo res teneat auditor, quibus dictis intellegat fore peroratum.

Nunc utroque genere partitionis quemadmodum conveniat uti, breviter dicendum videtur. (1) Quae partitio, (a) quid conveniat aut quid non conveniat, ostendit, haec debet illud, quod convenit, inclinare ad suae causae commodum, hoc modo: "Interfectam matrem esse a filio convenit mihi cum adversariis". Item contra: "Interfectum esse a Clytaemestra Agamemnonem convenit”. Nam hic uterque et id posuit, quod conveniebat, et tamen suae causae commodo consuluit. (b) Deinde, quid controversiae sit, ponendum est in iudicationis expositione; quae quemadmodum inveniretur, ante dictum est.

32 (2) Quae partitio rerum distributam continet expositionem, haec habere debet: brevitatem, absolutionem, paucitatem.

Zusammenfassung der Kapitel

I) DIE TEXTE: Vorstellung der relevanten Textstellen aus der Rhetorica ad Herennium und Ciceros De inventione, die sich mit der Gliederung (divisio/partitio) befassen.

II) VISUALISIERUNGEN: Grafische Aufbereitung der theoretischen Gliederungsstrukturen für beide untersuchten Lehrwerke zur besseren Vergleichbarkeit.

III) TEXTSICHERUNG: Textkritische Analyse von Lesarten in den überlieferten Codices, um die präziseste Fassung der Textstellen zu bestimmen.

IV) INHALTLICHE INTERPRETATION: Vergleich der Rhetorik-Lehrbücher hinsichtlich ihrer Struktur, der Autorendebatte und der methodischen Unterschiede in der Stoffeinteilung.

V) RESÜMEE: Abschließende Betrachtung, die festhält, dass trotz der großen Ähnlichkeiten, die eine gemeinsame Urheberschaft vermuten ließen, feine stilistische und systematische Unterschiede existieren.

Schlüsselwörter

Rhetorik, Cicero, Rhetorica ad Herennium, De inventione, Gliederung, partitio, divisio, inventio, Antike, Textkritik, Urheberschaft, Redekunst, Stoffeinteilung, orator, Argumentation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Vergleich der beiden ältesten vollständig erhaltenen lateinischen Lehrbücher der Rhetorik, um ihre Ähnlichkeiten und Unterschiede systematisch zu analysieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Gliederung von Gerichtsreden, die textkritische Einordnung der überlieferten Manuskripte und die wissenschaftliche Diskussion zur Autorenschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum die Werke in der Geschichte oft verwechselt wurden, und dabei herauszuarbeiten, welche strukturellen Unterschiede existieren, die für die Rhetorik-Forschung relevant sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die philologische Textanalyse und den systematischen Vergleich rhetorischer Fachbegriffe und Gliederungsstrukturen sowie die Auswertung von Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen von divisio und partitio, führt textkritische Untersuchungen an antiken Codices durch und vergleicht die inhaltliche Architektur beider Lehrschriften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Rhetorik, Cicero, De inventione, Rhetorica ad Herennium und Textkritik beschreiben.

Wie unterscheiden sich die Ansätze von Cicero und dem Auctor ad Herennium in der Gliederung?

Cicero wirkt in seinen Unterteilungen strukturierter und überlegter, während der Auctor eine fast übertriebene Vorliebe für kleinteilige Untergliederungen zeigt.

Warum konnte die Autorenschaft der Rhetorica ad Herennium lange nicht eindeutig geklärt werden?

Wegen der enormen inhaltlichen und stilistischen Affinität zu Ciceros Jugendwerk galt Cicero lange als Autor, bis kritische Untersuchungen, unter anderem durch Friedrich Marx, diese These entkräfteten.

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Résumé des informations

Titre
De inventione und die Rhetorica ad Herennium
Université
University of Heidelberg
Note
2,5
Auteur
Katharina Los (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
13
N° de catalogue
V125611
ISBN (ebook)
9783640309467
ISBN (Livre)
9783640310258
Langue
allemand
mots-clé
Rhetorica Herennium
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Katharina Los (Auteur), 2007, De inventione und die Rhetorica ad Herennium, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125611
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Extrait de  13  pages
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