Patsy L‘Amour laLove ist zur Zeit die meist umstrittenste selbsternannte „Polittunte“ Deutschlands. Im März 2017 veröffentlichte sie zusammen mit 25 anderen AutorInnen das Buch „Beissreflexe“. Die hohe Nachfrage lässt auf die Brisanz und die weitreichend entfachte Debatte schließen, die die Veröffentlichung ausgelöst hat. Vorerst erscheint es fraglich, wie eine derartig hohe Resonanz für ein Buch mit dem Titel „Beissreflexe“ entstehen konnte. Der prägnante Untertitel lautet „Kritik an queerem Aktivismus, autoritären Sehnsüchten und Sprechverboten“. Fraglich ist zudem der Umstand, ob es während der gegenwärtig geltenden Grundrechte, die eine Presse und Meinungsfreiheit beinhalten, eine Instanz geben darf, die sogenannte Maulkörbe anlegt. Patsy L‘Amour laLove unterstellt der queeren Community eine solch autoritäre Macht, die diese Rechte beschneidet. Die Schilderungen im Buch lassen auf eine stringente Meinung schließen, die im Folgenden aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet wird.
Inhaltsverzeichnis
- Wird durch das Buch „Beissreflexe“ eine ganzheitliche Meinungsbildung zum Thema „queerer Aktivismus“ unterstützt?
- Patsy l'Amour laLove und die „Beissreflexe“
- Queere Community und autoritäre Macht
- Kritik an der queer-feministischen Bewegung
- Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit im sozialen Zusammenleben
- Echo Chamber und fehlende Gegenseite
- Queer-feministische, akademische Aktivszene
- „Homonationalismus“ und die Rolle des Staates
- Der Fall Anonyma auf dem e*camp 2013
- Kritik von Heinz-Jürgen Voß
- Sachlicher und offener Diskurs
- Die Rolle der Internetquellen
- Fehlende Diskussionsräume
- „Blockwartmentalität“ und „awareness“-Trainings
- Das Konzert der Punkband „Feine Sahne Fischfilet“
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Essay untersucht die Debatte um das Buch „Beissreflexe“, das eine scharfe Kritik an queerem Aktivismus, autoritären Sehnsüchten und Sprechverboten formuliert. Die Arbeit beleuchtet die Argumente der Autorin Patsy l'Amour laLove und ihrer MitstreiterInnen und untersucht deren Auswirkungen auf die queer-feministische Bewegung. Dabei werden unterschiedliche Perspektiven auf die dargestellten Vorfälle und Behauptungen beleuchtet.
- Autoritäre Strukturen innerhalb der queeren Community
- Kritik an der queer-feministischen Bewegung
- Die Rolle von „Sprechverboten“ und Meinungsfreiheit
- Die Bedeutung von Diskurs und Gegenargumenten
- Spannungsfelder zwischen Queerness und „Homonationalismus“
Zusammenfassung der Kapitel
Der Essay beginnt mit einer Einleitung, die die Kontroverse um das Buch „Beissreflexe“ einführt und den Hintergrund der Debatte beleuchtet. Anschließend werden die Hauptargumente des Buches vorgestellt, wobei die Kritik an der queer-feministischen Bewegung im Vordergrund steht. Es werden konkrete Vorfälle, wie z. B. der Fall Anonyma auf dem e*camp 2013, analysiert und verschiedene Perspektiven darauf dargestellt. Die Kritik von Heinz-Jürgen Voß an dem Buch und die Bedeutung eines sachlichen und offenen Diskurses werden erörtert. Der Essay schließt mit einem Ausblick auf die Folgen der Debatte für die Zukunft des queeren Aktivismus.
Schlüsselwörter
Queerer Aktivismus, queer-feministische Bewegung, „Beissreflexe“, Sprechverbote, autoritäre Strukturen, Diskurs, Gegenargumente, Homonationalismus, Meinungsfreiheit, „awareness“-Trainings, „Blockwartmentalität“, e*camp 2013.
- Citation du texte
- Lysann Prescher (Auteur), 2017, Wird durch das Buch "Beissreflexe" von Patsy L‘Amour laLove eine ganzheitliche Meinungsbildung zum Thema "queerer Aktivismus" unterstützt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1252524