Die Arbeit wird sich mit einem Frühwerk Max Brods, dem kleinen Roman „Ein tschechisches Dienstmädchen“ beschäftigen. Der schon unmittelbar im Anschluss an die Veröffentlichung heiß diskutierte Roman zeichnet ein genaues Bild der sozioökonomischen Umstände der Zeit und bietet in der Hauptfigur, dem jungen William Schurhaft, Einblicke in Rollenverständnis und Mentalitäten der Jahrhundertwende. Trotz der liberalen Haltung des Autors ist der Roman durchzogen von nationalen- und Geschlechterstereotypen. Deren Analyse steht im Mittelpunkt der Arbeit, in der ein genaues Bild der im Roman dargestellten Denkweise entstehen soll.
Inhaltsverzeichnis
- I. Einleitung
- II. Zur Biographie von Max Brod
- III. Zum Roman
- III.1. Inhalt
- III.2. Zeitgenössische Rezeption
- IV. Prag und Böhmen zu Beginn des 20. Jahrhunderts
- V. Analyse der entgegengesetzten Konzepte in Ein tschechisches Dienstmädchen
- V.1. Mann-Frau
- V.2. Deutsch - Tschechisch
- VI. Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit Max Brods Roman "Ein tschechisches Dienstmädchen" und analysiert die darin präsenten Geschlechter- und Nationalstereotype. Ziel ist es, die Denkweise im Roman darzustellen und die sozioökonomischen Umstände der Zeit zu beleuchten.
- Analyse der Geschlechterrollen im Roman
- Untersuchung der Darstellung von Nationalstereotypen
- Bedeutung der sozioökonomischen Umstände
- Der Prager Kontext zu Beginn des 20. Jahrhunderts
- Die Entwicklung der Hauptfigur William Schurhaft
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Vorstellung der Biographie Max Brods, mit Fokus auf seine Kindheit und frühen Schaffensperiode. Anschließend wird die Handlung des Romans "Ein tschechisches Dienstmädchen" skizziert und die zeitgenössische Rezeption beleuchtet. Der historische Kontext - Böhmen zu Beginn des 20. Jahrhunderts - wird erörtert, bevor eine Analyse der narrativen Struktur des Romans versucht wird. Diese Analyse fokussiert auf die beiden zentralen Oppositionsbeziehungen Mann-Frau und Deutsch-Tschechisch, die im Roman vertreten sind.
Schlüsselwörter
Max Brod, Ein tschechisches Dienstmädchen, Geschlechterstereotype, Nationalstereotype, Prag, Böhmen, Jahrhundertwende, sozioökonomische Umstände, Zeitgenössische Rezeption, Narrative Struktur, Oppositionen, Mann-Frau, Deutsch-Tschechisch.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Max Brods Roman „Ein tschechisches Dienstmädchen“?
Der Roman schildert die Beziehung zwischen dem jungen William Schurhaft und einem Dienstmädchen vor dem Hintergrund der sozioökonomischen Spannungen im Prag der Jahrhundertwende.
Welche Stereotype werden in dem Roman analysiert?
Die Arbeit untersucht sowohl Geschlechterstereotype (Mann-Frau) als auch nationale Stereotype (Deutsch-Tschechisch), die das Denken der damaligen Zeit prägten.
Wie war das Verhältnis zwischen Deutschen und Tschechen in Prag um 1900?
Das Verhältnis war von nationalen Spannungen und sozialen Hierarchien geprägt, die sich auch in der Literatur und den Rollenverständnissen der Charaktere widerspiegeln.
Wer war Max Brod?
Max Brod war ein jüdischer deutschsprachiger Schriftsteller, der heute vor allem als enger Freund und Nachlassverwalter von Franz Kafka bekannt ist.
Was ist das Besondere an der Hauptfigur William Schurhaft?
William Schurhaft dient als Beispiel für die Mentalität und das Rollenverständnis eines jungen Mannes der bürgerlichen Schicht in der Prager Moderne.
- Citar trabajo
- Kaspar Elias Fränkel (Autor), 2021, Geschlechterkonzept und Nationalstereotype in "Ein tschechisches Dienstmädchen" von Max Brod, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1249637